Werders Torwart-Überlegungen
Backhaus könnte im Sommer gehen – wird Hein die neue Nummer eins bei Werder Bremen?
Mio Backhaus könnte Werder Bremen im Sommer verlassen - doch wer wird dann die neue Nummer eins? Die Wahl könnte auf Karl Hein fallen!
Das Saisonaus von Karl Hein ist auch an Mio Backhaus nicht spurlos vorbeigegangen. Auf die schwere Handverletzung des Esten angesprochen, sagte die Nummer eins des SV Werder Bremen unlängst: „Das lässt sich natürlich leicht sagen als derjenige, der vor ihm spielt, aber so etwas wünscht man niemandem. Er ist unabhängig vom Fußball ein unglaublich lieber Kerl, der mich immer unterstützt. Auch für unsere Torwartgruppe ist es ein großer Verlust, weil Karl eine enorme Qualität hat.“ Mit Backhaus trainieren wird Hein aber wohl nicht, denn unabhängig von seiner Daumenverletzung spricht sehr viel dafür, dass die Keeper in der kommenden Saison am Osterdeich kein Torwart-Duo mehr bilden – maximal einer von beiden dürfte dann noch bei Werder unter Vertrag stehen.
Bei einem lukrativen Angebot für Mio Backhaus wäre Werder Bremen gesprächsbereit - und Karl Hein Top-Kandidat als neue Nummer eins
Wie zu hören ist, sind die Bremer einem Sommerabgang von Mio Backhaus gegenüber nicht kategorisch abgeneigt. Der deutsche U21-Nationaltorwart hat seinen Marktwert während seiner ersten Bundesliga-Saison laut dem Portal „transfermarkt.de“ von zwei auf zwölf Millionen Euro gesteigert, könnte also neben Karim Coulibaly ein weiteres Talent sein, dass viel Geld in die Kassen des SV Werder Bremen spült. Interesse am gebürtigen Mönchengladbacher hatte es in der Vergangenheit immer mal wieder gegeben. Sollte ein lukratives Angebot für Backhaus am Osterdeich eingehen, wäre Werder gesprächsbereit – und Karl Hein Top-Kandidat als neue Nummer eins. Von den Fähigkeiten des Keepers, der in der laufenden Saison zwei Bundesligaspiele bestritten und dabei gute Leistungen gezeigt hat, sind die Verantwortlichen mehr als überzeugt.
Für die Leihgabe vom FC Arsenal besitzt Werder Bremen bekanntlich eine Kaufoption in Höhe von rund drei Millionen Euro. Nach DeichStube-Informationen hätten die Grün-Weißen davon bereits im Winter Gebrauch machen können, um Hein anschließend gewinnbringend weiterzuverkaufen. Die Möglichkeit dazu hätte bestanden und wäre wirtschaftlich attraktiv gewesen, wurde bei Werder aber nicht mal diskutiert. Einerseits, weil dann eine neue Nummer 2 hergemusst, andererseits, weil der Club Karl Hein damit zudem komplett aus der Hand gegeben hätte. Hein selbst soll über diese Entscheidung im Winter zunächst nicht glücklich gewesen sein, weil er unbedingt spielen will. Spätestens ab Sommer, so hat es der estnische Nationalkeeper intern signalisiert, will er als Nummer eins zwischen den Pfosten stehen – in Bremen oder anderswo.
Bei Werder Bremen könnte für Karl Hein der nächste Karriereschritt zur Realität werden – für den Fall, dass Mio Backhaus geht
Bei seinem Stammverein FC Arsenal erscheint dieses Vorhaben für den 23-Jährigen kaum realistisch. Bei Werder Bremen hingegen könnte für Karl Hein der nächste Karriereschritt zur Realität werden – für den Fall, dass Mio Backhaus geht. Signale, dass er sich – ähnlich wie Mitspieler Coulibaly – nach dem ersten Bundesligajahr direkt verändern möchte, gibt es von der Backhaus-Seite bisher jedoch nicht. Im Gegenteil: Der Schlussmann fühlt sich pudelwohl in Mannschaft, Verein und Stadt.
Für Karl Hein geht es zunächst einmal ohnehin vorrangig darum, wieder fit zu werden. Nach seiner Operation am Dienstag in London will er so schnell wie möglich auf den Platz zurück. „Das gehört alles zur Reise dazu. Löwen erholen sich nicht wie Menschen. Ich komme schnell zurück“, kündigte der Keeper des SV Werder Bremen in den Sozialen Medien an. (bvo/dco)
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