Werder-Transfer-News

Frank Baumanns Transfer-Plan – Nadiem Amiri bei Werder Bremen kein Thema mehr

Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen, hat sich beim vierten DeichTalk zu den Gerüchten um Nadiem Amiri und seinen Transfer-Plänen geäußert.
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Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen, hat sich beim vierten DeichTalk zu den Gerüchten um Nadiem Amiri und seinen Transfer-Plänen geäußert.

Der SV Werder Bremen hat seit einiger Zeit keinen Neuzugang mehr verpflichtet. Werder-Geschäftsführer Frank Baumann hat sich beim „DeichTalk“ zu den Transfer-Plänen und auch einzelnen Personalien wie Nadiem Amiri geäußert.

Bremen – Diese Ungeduld bei den Fans des SV Werder Bremen ist zum Greifen: Sie warten sehnsüchtig auf Neuzugänge, denn die Verpflichtungen von Dawid Kownacki und Naby Keita liegen schon Wochen zurück. „Noch haben wir ja fast vier Wochen Zeit“, hält Sportchef Frank Baumann beim „DeichTalk“ in der Union-Brauerei dagegen. Das Transferfenster ist schließlich noch bis zum 1. September geöffnet. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass in beide Richtungen noch etwas passieren wird“, sagt Baumann. Ein gewisser Nadiem Amiri von Bayer Leverkusen wird dabei keine Rolle mehr spielen, Werder sucht nicht nach weiteren Achtern, sondern hat andere Positionen im Blick. Wo und wie der Bundesligist da vorgeht, dazu gibt Baumann bei der beliebten Veranstaltung der DeichStube einen interessanten Einblick.

„Wir haben aus meiner Sicht schon mehr als zwei Neuzugänge. Man vergisst dabei häufig die Spieler aus dem eigenen Nachwuchs oder die, die von einer Leihe zurückkommen“, betont Frank Baumann und nennt die Rückkehrer Nick Woltemade und Justin Njinmah sowie Nachwuchsmann Leon Opitz. „Sie werden eine Rolle in unserem Kader spielen“, prophezeit der Ex-Profi des SV Werder Bremen, bittet aber gerade beim erst 18-jährigen Opitz darum, die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Dieser realistische Blick ist dem 47-Jährigen wichtig. Daher hebt er auch noch hervor, „dass wir Stand jetzt keinen Stammspieler verloren haben. Die Jungs haben das letzte Saison schon sehr gut gemacht, deswegen haben wir eine sehr gute Basis.“ Wobei die Rückrunde wahrlich nicht mehr „sehr gut“ war, sondern „mangelhaft“, was Platz 17 in diesem Ranking belegt.

Frank Baumann über Transfers bei Werder Bremen: „Man muss hier und da auch mal ein gewisses Risiko eingehen“

Das wissen natürlich auch die Werder-Verantwortlichen und schrauben deshalb am Kader. Aber das ist eben nicht so einfach. „Wir müssen neben der sportlichen Sicht auch die wirtschaftliche Seite berücksichtigen“, sagt Frank Baumann und spricht von einem Spagat. Der wird auf unterschiedliche Weise vollzogen. Am spektakulärsten bei der Personalie Naby Keita. Der galt für einen Club wie Werder Bremen unerreichbar, weil er beim FC Liverpool spielte und lange Zeit ein Topstar war. Doch in den letzten Jahren lief es nicht mehr für ihn, Verletzungen machten ihm zu schaffen. Werder nutzte die Gunst der ablösefreien Stunde. „Da bei Naby das finanzielle Risiko sehr überschaubar ist, war es gar keine Frage, das zu machen“, berichtet Baumann.

In der Vergangenheit hat er schon häufiger auf Spieler mit einer dicken Krankenakte gesetzt – wie zum Beispiel bei Niclas Füllkrug oder Ömer Toprak. Bei ihnen lief danach längst nicht alles glatt. Warum wagt der Sportchef also immer wieder diese Transfers? „Man muss hier und da auch mal ein gewisses Risiko eingehen, um Spieler zu bekommen, die etwas Besonderes sind. Ich glaube, dass die Fans des SV Werder Bremen diese besonderen Spieler auch noch mal besonders verehren und wertschätzen. Dafür gibt es in der Vergangenheit viele gute Beispiele. Das ist für einen Verein, der sich nicht auf mehreren Positionen top verstärken kann, schon wichtig“, erklärt Frank Baumann und gesteht: „Für uns ist es nach wie vor finanziell nicht möglich, einen Stammspieler von einem anderen Bundesligisten zu verpflichten, der noch einen Vertrag hat. Bei denen wüsste ich, was sie in der Bundesliga geleistet haben.“ Und das sei immer noch die größte Garantie darauf, dass ein Spieler schnell einschlägt.

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Werder Bremen-Boss Frank Baumann räumt Nadiem Amiri-Gerücht aus der Welt

Werder Bremen geht deshalb Umwege. Amos Pieper und Niklas Stark wurden in der vergangenen Saison ablösefrei verpflichtet, Dawid Kownacki nun aus der 2. Liga geholt. Der Stürmer hat aber auch schon in der Bundesliga und in der polnischen Nationalmannschaft gespielt. „Die Basis ist für uns immer der deutsche Markt, den kennen wir. Es gibt nach wie vor genug gute deutsche Spieler – auch Nachwuchsspieler. Auch wenn wir da gerade ein paar Nachteile gegenüber anderen Ländern haben“, sagt Frank Baumann. Genauso intensiv würde auch in Nachbarländer wie Dänemark, Frankreich, Polen und Tschechien geschaut. Und Josh Sargent sei ein gutes Beispiel, dass Werder auch mal auf sehr junge, sehr besondere Talente setze. Der US-Amerikaner wurde zu so einem Mehrwertspieler, von dem Clubs wie Werder träumen. Für wenig Geld kommen, für ganz viel Geld gehen – das ist ein gutes Geschäftsmodell im Fußball. Klappt aber nicht so oft.

Werder Bremen bleibt da auf der Suche – und zwar in allen Kategorien, aber nicht für alle Positionen. Als Baumann beim „DeichTalk“ auf Nadiem Amiri angesprochen wird, verweist er auf die Journalisten in der Runde. Sie hätten doch gesagt, Werder müsse sich noch auf den Außenbahnen und im defensiven Mittelfeld verstärken. Der eher offensive Amiri, so Baumann, würde da doch gar nicht passen. Es ist seine ganz eigene Art, Gerüchten ein jähes Ende zu bereiten. Die Fans müssen sich also weiter gedulden, bis der nächste Neuzugang bekannt wird. (kni)

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