Werder-Profi über Transfer-Gerüchte
Werder-Stürmer Niclas Füllkrug von Bayern-Gerüchten genervt - und ratlos wegen schwacher Nationalelf
Nach der 0:2-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Kolumbien konnte auch Niclas Füllkrug nicht erklären, warum die DFB-Elf zuletzt so enttäuschende Auftritte hinlegte. Angesprochen auf die jüngsten Transfer-Gerüchte über einen möglichen Wechsel zum FC Bayern reagierte der Torjäger des SV Werder Bremen leicht genervt.
Bremen – Auch Niclas Füllkrug hatte sie natürlich gehört, die Pfiffe der Zuschauer in Gelsenkirchen nach der 0:2-Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Kolumbien. Und klar, sie hatten geschmerzt. „Ja, natürlich. Es ist aber auch ein Stück weit berechtigt, muss man ehrlich sagen“, räumte der Stürmer des SV Werder Bremen, der nach 66 Minuten eingewechselt worden war, ein. Auch er hatte keine wirkliche Erklärung für die zuletzt so enttäuschenden Auftritte des DFB-Teams parat, zumindest in einer Sache war er sich aber sicher: Mit der ungeklärten sportlichen Zukunft einiger Spieler – ihn selbst eingeschlossen – habe die Leistung nichts zu tun. „Das war kein großes Thema an den Tischen“, sagte der 30-Jährige und reagierte leicht genervt, als er auf die jüngsten Bayern-Gerüchte um seine Person angesprochen wurde: „Dazu kann ich nichts sagen. Ich weiß gar nichts. Auch ich habe da nicht drüber nachgedacht. Dazu sind mir die Länderspiele zu wichtig.“
Werder Bremens Niclas Füllkrug über DFB-Team: „Glaube, dass ich der Mannschaft helfen und eine wichtige Rolle einnehmen kann“
Wie wichtig, das machte er in den Katakomben der Veltins-Arena noch einmal unmissverständlich deutlich. „Jedes Spiel, das ich für Deutschland mache, mache ich mit Stolz und 100 Prozent – ob es fünf Minuten, zehn oder neunzig sind“, betonte der Torschützenkönig der abgelaufenen Bundesliga-Saison. Worte, die Füllkrug mit seinem Auftreten, seiner Einstellung auch zu dokumentieren versucht. Und was er mit sieben Toren in neun Länderspielen auch auf anderem Wege untermauert hat. Gerade jetzt ist das nicht unwichtig, schließlich hat DFB-Sportdirektor Rudi Völler im Nachgang der Kolumbien-Schmach einigen Nationalspielern mit dem Aus gedroht. „Heute sind einige dabei gewesen, die wir im September nicht mehr sehen werden“, sagte der 63-Jährige bei RTL. „Es haben sich alle reingehängt, darum geht‘s gar nicht. Aber am Ende, muss man sagen, ist es definitiv auch eine Qualitätsfrage.“ Niclas Füllkrug ist davon überzeugt, dass er das nötige Rüstzeug mitbringt. „Ich glaube, dass ich der Mannschaft helfen und eine Rolle einnehmen kann, die wichtig ist“, erklärte der Angreifer des SV Werder Bremen. „Natürlich möchte ich immer spielen, das ist mein Wunsch. Die Mannschaft und der Trainer können sich aber auch immer auf mich verlassen, wenn es mal nicht von Anfang an ist.“
Werder Bremens Niclas Füllkrug über die Leistung des DFB-Teams: „Uns werden aktuell die Grenzen aufgezeigt“
Es ist spürbar, der Topstürmer des SV Werder Bremen möchte unbedingt dabei helfen, dass das DFB-Team wieder bessere Zeiten erlebt. „Das reicht momentan einfach nicht“, gibt Füllkrug zu. „Uns werden aktuell Grenzen aufgezeigt, die für uns schwer zu erklären sind, weil wir mit denselben Spielern schon ganz anderen Fußball gespielt haben. Da müssen wir schnellstmöglich wieder rauskommen.“ Hilfreich bei dieser Forderung soll die jetzige Sommerpause sein. „Ich glaube, dass uns der Urlaub ein Stück weit helfen wird, um neue Energie zu tanken, damit sich jeder in eine Topform bringt“, sagte Niclas Füllkrug, der Mitte Juli zurück am Osterdeich erwartet wird. Dort, wo ihn keine Pfiffe erwarten werden. (mbü)
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