Werder-Star vor Transfer?
Nächstes Gerücht: Wechselt Werder-Torjäger Niclas Füllkrug zu Eintracht Frankfurt? Eher nicht!
Verlässt Niclas Füllkrug den SV Werder Bremen doch noch? Angeblich soll Bundesliga-Kontrahent Eintracht Frankfurt den Nationalspieler als möglichen Nachfolger für Randal Kolo Muani, der vor einem Wechsel zu Paris Saint-Germain steht, auf dem Zettel haben.
Bremen – Erst der AC Mailand, nun Eintracht Frankfurt - gut eine Woche vor Ende der Transferperiode wird es in der Gerüchteküche richtig heiß beim Thema Niclas Füllkrug. Doch wie schon nach Italien ist auch die Spur nach Hessen ziemlich kalt. „Wir beschäftigen uns aktuell nicht mit dem Thema“, hieß es am Dienstagmittag auf Nachfrage bei der Eintracht. Die „Bild“ hatte berichtet, dass die Eintracht den Stürmer des SV Werder Bremen als Nachfolger von Randal Kolo Muani im Visier haben. Der 24-jährige Franzose steht vor einem Wechsel zu Paris St. Germain. Der französische Meister hat bereits eine Ablösesumme von 65 Millionen Euro geboten, die Frankfurter wollen aber noch deutlich mehr. Schließlich müsse ja auch ein Ersatz verpflichtet werden.
Niclas Füllkrug wird das aber nicht sein. Der 30-jährige Torjäger des SV Werder Bremen passt auch gar nicht ins Beuteschema von Eintracht Frankfurts Sportchef Markus Krösche. Der Ex-Werderaner setzt eher auf junge Stürmer. Das aktuelle System des Conference-League-Teilnehmers sieht zudem auch keinen robusten Neuner wie Füllkrug vor. Kolo Muani ist ein ganz anderer Spielertyp.
Werder Bremens Niclas Füllkrug bei den Sportbild-Awards: Zu Gerüchte möchte ich mich heute Abend gar nicht äußern“
Niclas Füllkrug selbst bleibt bei dem ganzen Rummel um seine Person nach außen hin entspannt. „Zu Gerüchten möchte ich mich heute Abend gar nicht äußern“, sagte der Torjäger des SV Werder Bremen am Montagabend in Hamburg, wo er mit dem SPORTBILD-AWARD 2023 als „Aufsteiger des Jahres“ ausgezeichnet wurde. „Wir arbeiten an allen Dingen gemeinsam. Wir haben mit Werder einen sehr guten Austausch. Ich auch persönlich, nicht nur über meine Agentur. Das ist alles sehr professionell und wir verfolgen gemeinsame Ziele.“ Nach DeichStube-Informationen haben sich Füllkrug und Werder inzwischen auf ein neues Arbeitspapier geeinigt. Offiziell verkündet werden soll dies jedoch erst am 1. September, dem Deadline Day. Bis dahin bleibt ein Wechsel des neuen Bremer Vize-Kapitäns unter bestimmten Bedingungen weiterhin möglich. Und so lange wird es auch Gerüchte geben. . .
Füllkrug, der sowohl am Montag als auch am Dienstag aus Gründen der Belastungssteuerung nicht mit seinen Teamkollegen trainiert hat, äußerte sich während der Veranstaltung an der Elbe lieber zu anderen Themen. Zum Beispiel zum missglückten Saisonstart des SV Werder Bremen mit dem Pokal-Aus gegen Viktoria Köln (2:3) und der zuletzt deutlichen Niederlage gegen den FC Bayern (0:4). „Natürlich kann man nicht absprechen, dass wir in ein paar Bereichen gerade im Tal sind und wieder auf den Berg hinaufklettern müssen“, analysierte Füllkrug gewohnt schonungslos, doch „ich habe auch viele gute Dinge aus dem Spiel herausgezogen.“ So schlecht wie das Ergebnis am Ende aussah, sei die Leistung aus seiner Sicht nicht gewesen. Aktuell befinde sich das Team in einem Prozess, zu dem auch schwierige Phasen von einzelnen Spielern dazugehören würden. „Ich war vor zwei Jahren auch noch an einem anderen Punkt als ich jetzt bin“, meinte Torschützenkönig und WM-Teilnehmer Niclas Füllkrug. „Das geht anderen Jungs jetzt genauso und da müssen wir uns als Mannschaft wieder herausarbeiten. Dann werden wir auch wieder erfolgreich sein.“ (mbü/mwi/kni)