Werder-Transfer-News
„Bevor wir jemanden abgeben, brauchen wir Alternativen“: Werder bestätigt Zweitliga-Interesse an Rapp, will ihn aber vorerst nicht ziehen lassen
Wechselt Nicolai Rapp im Winter? Werder Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz bestätigt das Interesse aus der 2. Liga, will den Profi aber nur bei Ersatz ziehen lassen.
Bremen – Beim SV Werder Bremen war Nicolai Rapp in der laufenden Saison noch kein großer Faktor – auch wegen einer Fußverletzung, die den 27-Jährigen wochenlang ausbremste. Eine wesentlich wichtigere Rolle könnte der Mittelfeldspieler nun in der Rückrunde einnehmen, allerdings nicht mehr bei Werder, sondern womöglich beim Zweitligisten Karlsruher SC, der Rapp im Winter gerne sofort verpflichten würde.
Nicolai Rapp-Transfer? Interesse bei Werder Bremen hinterlegt - aber der Kader ist dünn
„Bei Rappo ist es so, dass es Interesse gibt von einem Zweitligisten, was auch bei uns hinterlegt wurde“, bestätigt Clemens Fritz als Werders Leiter Profifußball und betont: „Wir wissen aber auch um die Breite in unserem Kader.“ Und die ist bekanntermaßen sehr gering: Das Aufgebot des SV Werder Bremen umfasst, inklusive der drei Torhüter, lediglich 24 Spieler. Diesen Ist-Zustand hatte zuletzt auch Trainer Ole Werner öffentlich bemängelt und Verstärkungen für den aus seiner Sicht zu dünn besetzten Kader gefordert. Zumal in Amos Pieper (Knöchelbruch) und Leon Opitz (Sprunggelenksverletzung) auch noch zwei Profis langfristig ausfallen.
Werder Bremen-Transfers: Nicolai Rapp darf nur wechseln, wenn ein Neuzugang kommt
Deshalb sagt auch Clemens Fritz im Hinblick auf einen möglichen Rapp-Wechsel: „Bevor wir jemanden abgeben, bräuchten wir schon Alternativen.“ Und die gibt es aktuell eben (noch) nicht. Folglich hat der SV Werder Bremen auch noch nicht entschieden, wie er mit dem Angebot für Nicolai Rapp umgeht. Im Sommer hatte Ole Werner nach Rapps Rückkehr von einer Leihe zum 1. FC Kaiserslautern noch ausdrücklich dessen Zuverlässigkeit und Flexibilität gelobt. Der Verkaufskandidat durfte bleiben, kam aber nur im Pokal gegen Viktoria Köln sowie in der Bundesliga gegen Darmstadt und Hoffenheim zum Zug. Seit Anfang Oktober hat der gebürtige Heidelberger kein Spiel mehr bestritten, dabei stoppten ihn auch eine Erkältung und die Fußprobleme.
Letztere soll Nicolai Rapp jetzt überwunden haben und in den kommenden Tagen wieder schrittweise ins Teamtraining der Grün-Weißen einsteigen. Doch wenn die Bremer zeitnah einen geeigneten Ersatz finden, könnte ein Abgang des Mittelfeldspielers womöglich ziemlich schnell über die Bühne gehen. Rapps Vertrag bei Werder Bremen läuft ohnehin am Saisonende aus, eine hohe Ablösesumme wird es also kaum geben. Das Branchenportal „transfermarkt.de“ schätzt Rapps Marktwert auf 700.000 Euro, die vom KSC gebotene Ablöse dürfte deutlich darunter liegen. (mwi/mbü)