Transfer aus Belgien zu Al-Tai

„Wollte schon vor zwei Jahren herkommen“: Ex-Werder-Profi Robert Bauer verteidigt Saudi-Arabien gegen Kritik

Robert Bauer, ehemals Spieler des SV Werder Bremen, verteidigt seinen Wechsel nach Saudi-Arabien.
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Robert Bauer, ehemals Spieler des SV Werder Bremen, verteidigt seinen Wechsel nach Saudi-Arabien.

Robert Bauer ist nach Saudi-Arabien gewechselt - der Ex-Spieler des SV Werder Bremen verteidigt den Transfer sowie den Wüstenstaat gegen Kritik.

Bremen – Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, Sadio Mane und, und, und. Die Liste an Topstars, die in diesem Jahr nach Saudi-Arabien wechseln, ist lang und wird nahezu jeden Tag länger. Mit Unsummen an Geld locken die Clubs internationale Fußballer ins Land, um die heimische Liga anzukurbeln. Aus dem Westen gibt es aus verschiedenen Gründen erhebliche Kritik. Einer, der frisch in die Wüste gewechselt ist, kann das überhaupt nicht verstehen: Robert Bauer. Der Ex-Profi des SV Werder Bremen nimmt Saudi-Arabien sogar in Schutz.

„Sehr viele Leute sehen das kritisch, aber nur weil es Saudi-Arabien ist“, sagt der 28-Jährige, der kürzlich aus Belgien zu Al-Tai gewechselt ist, gegenüber Radio Bremen. „Saudi-Arabien hat im westlichen Raum einfach dieses Stigma – Sportswashing und Human Rights und dies und das. Aber wenn man das rein Sportliche und rein Finanzielle betrachtet, kann man das wirklich nicht von England unterscheiden“, zieht Bauer einen eigenwilligen Vergleich zur Premier League.

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Werder Bremen: Ex-Spieler Robert Bauer verteidigt Wechsel nach Saudi Arabien

Von Menschenrechtsverletzungen über die Unterdrückung von Minderheiten bis hin zu Hinrichtungen von Regimegegnern reicht die massive internationale Kritik an Saudi-Arabien. Mit Sport will sich das Land einen positiven Anstrich verpassen. Dafür gibt der Staatsfonds des Golfstaats Milliarden aus. Robert Bauer wischt das alles beiseite. Er findet, dass „Sport und Politik zu sehr vermischt“ werde. Das Land befinde sich in einer „Übergangszeit“, sei aber trotz traditioneller Werte „weltoffen“, so der Ex-Profi des SV Werder Bremen. „Ich kann jedem nur raten, einen Flug nach Saudi-Arabien zu buchen, um zu schauen, wie das Leben dort wirklich ist.“

Bauer, dessen Frau unter anderem in Dubai aufgewachsen ist , ist seit einem Monat im Wüstenstaat, bald beginnt der Spielbetrieb der Saudi Pro League. Bei Al-Tai hat der Profi einen Einjahresvertrag unterschrieben, dort wird er selbst zu einem Großverdiener – wenn auch vielleicht eine Gehaltsklasse unter Ronaldo und Co.. „Was ich sagen kann, ist, dass das der beste Vertrag ist, den ich in meiner Karriere unterschrieben habe“, verrät Bauer. „Ich verdiene mehr als in Russland, in Belgien oder bei Werder Bremen.“

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Ex-Werder-Bremen-Profi Robert Bauer wollte schon vor zwei Jahren nach Saudi-Arabien wechseln

2016 war Robert Bauer vom FC Ingolstadt zu Werder Bremen gewechselt, konnte sich als Rechtsverteidiger aber nicht durchsetzen. An Theodor Gebre Selassie war langfristig kein Vorbeikommen. Nach zwei Jahren war wieder Schluss an der Weser, erst ging es leihweise für eine Saison zum 1. FC Nürnberg, danach fest zu Arsenal Tula in Russland. 2021 schloss sich Bauer dann VV St. Truiden in Belgien an, doch schon damals liebäugelte er offenbar mit einem Wechsel in die Wüste. „Ich finde die ganze Kultur und Liga so interessant, dass ich vor zwei Jahren schon versucht habe, hierherzukommen“, sagt er.

Jetzt ist er Teil einer Liga, die er bei anhaltenden Investitionen „auf jeden Fall“ unter den „Top 10 in der Welt“ sieht. Auch so verweist der Abwehrspieler auf eine große Fußballtradition. „Die Leute in Europa verstehen nicht, dass die Fußballkultur in Saudi-Arabien größer ist als in China. Vor ein paar Jahren war China im Vormarsch und hat mit hohen Gehältern alternde Profis aus Europa geholt“, so Robert Bauer. „Fußball in Saudi-Arabien ist groß. Die Vereine hier bestehen schon seit über 50 Jahren. Da ist definitiv eine Fan- und Vereinskultur gegeben.“ (han)

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