Werder-Transfer-News
Nach Platzverweis im Abstiegskampf: So bewertet Werder die bisherige Leihe von Alvero
Seit Winter ist Skelly Alvero von Werder Bremen an den Amiens SC verliehen. Wie Werder-Sportchef Clemens Fritz das Leihgeschäft bewertet.
Das Bein war zwar gestreckt, der Einsatz kam allerdings eher von der Seite und galt dem Ball. Die Entscheidung für eine Rote Karte war demnach eine harte – Skelly Alvero hat sie trotzdem gesehen. Der Profi des SV Werder Bremen, der leihweise bis zum Ende der Saison in der zweiten französischen Liga für den Amiens SC aufläuft, flog beim Auswärtsspiel seines Teams gegen US Boulogne nach 36 Minuten vom Feld und erwies damit seiner Mannschaft einen Bärendienst. Amiens führte zu diesem Zeitpunkt noch mit 1:0, verlor in Unterzahl jedoch am Ende mit 2:4 – ein herber Rückschlag im Abstiegskampf. Aktuell steht das Team auf dem 16. Tabellenrang und damit auf dem Relegationsplatz.
Nach Platzverweis im Abstiegskampf bei Amiens SC: So bewertet Werder Bremen die Leihe von Skelly Alvero
„Die Rote Karte ist bitter für ihn“, sagt Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz gegenüber der DeichStube, betont aber zugleich: „Dennoch hatte er zuvor in den ersten Wochen viel Einsatzzeit.“ In den fünf Ligapartien seit Skelly Alvero am letzten Tag des Winter-Transferfensters Anfang Februar nach Amiens gewechselt war, stand der Mittelfeldspieler stets in der Startelf und lieferte bei seinem Debüt sogar einen Assist. Das zuvor bereits schwankende Team konnte allerdings auch er bislang nicht wirklich stabilisieren: Von den fünf Partien wurde nur eines gewonnen. „Uns war klar, dass Skelly zu einem Verein mit einer angespannten Situation kommt“, sagt Fritz. „Für uns stand aber im Fokus, dass er Spielpraxis sammelt.“ Diese wird nun aufgrund des Platzverweises erst einmal ausbleiben.
Eine entscheidende Rolle beim Transfer spielte – neben der Tatsache, dass sich Skelly Alvero eine Rückkehr in seine französische Heimat gut vorstellen konnte – auch der Umstand, dass ihn Amiens‘ Trainer Omar Daf bereits aus gemeinsamen Zeiten beim FC Sochaux kennt. Ob diese Zusammenarbeit möglicherweise auch dazu führen könnte, dass der 2,02 Meter große Mittelfeldspieler über den Sommer hinaus in Amiens bleibt, ist noch nicht geklärt. Schließlich stehen sowohl die Franzosen als auch die Bremer noch mitten im Abstiegskampf. „Für eine Entscheidung über seine Zukunft ab dem Sommer ist es noch zu früh“, sagt Werder Bremens Sportchef. In Bremen hatte Alvero keinen leichten Stand und absolvierte in zwei Jahren gerade einmal 20 Pflichtspiele für die Grün-Weißen. Sein Vertrag am Osterdeich läuft noch bis zum Sommer 2028. (bvo)
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