Werder-Transfer-News
Kleine Ablöse, große Hoffnung: Lynen soll Werder Bremens neuer Sechser sein
Der Transfer eines Sechsers naht: Werder Bremen steht vor der Verpflichtung von Senne Lynen. Dabei kostet der Belgier eine Ablösesumme, die deutlich unter seinem Marktwert liegt.
Bremen – Die Überraschung ist fast perfekt! Heimlich, still und leise haben die Verantwortlichen des SV Werder Bremen den von vielen Fans seit Jahren geforderten Sechser an die Weser gelotst. Der Name Senne Lynen war dabei in der Vergangenheit nicht mit den Bremern in Verbindung gebracht worden. Am Montag absolvierte der Belgier seinen Medizincheck im Wohninvest Weserstadion, am Dienstag soll er seinen Vertrag unterschreiben. Nach Informationen der DeichStube wird für den 24-Jährigen vom belgischen Erstligisten Royal Union Saint Gilloise eine Ablösesumme von zwei Millionen Euro fällig. Das sind 500.000 Euro weniger, als Werder gerade für Mittelfeldmann Niklas Schmidt vom FC Toulouse gutgeschrieben bekommen hat.
Werder Bremen-Transfers: Senne Lynen kann als alleiniger Sechser oder auf der Doppel-Sechs spielen
Senne Lynen soll aber nicht Schmidt als Achter im Mittelfeld des SV Werder Bremen ersetzen, sondern wird defensiver angesiedelt: als alleiniger Sechser oder auf der Doppel-Sechs, wie noch am Wochenende beim 1:0-Sieg seines Clubs bei Standard Lüttich. Wie schon in der vergangenen Saison ist er unangefochtener Stammspieler in seinem Team. In der letzten Spielzeit stand er in 32 von 34 Erstligapartien auf dem Platz, dabei erzielte er einen Treffer selbst und bereitete sechs weitere Tore vor. Auch in der Europa League kam er stets zum Einsatz und scheiterte mit Saint Gilloise erst im Viertelfinale an Bayer Leverkusen.
Werder Bremen-Transfers: Senne Lynen kostet nur halben Marktwert als Ablösesumme
Zuvor hatten die Belgier mit ihrem rasanten Spielstil schon gegen Union Berlin für große Furore gesorgt. Senne Lynen war dabei als Sechser für die nötige Balance zuständig. Sein Marktwert liegt laut Branchenportal transfermarkt.de bei vier Millionen Euro. Allerdings läuft sein Vertrag mit Saint Gilloise nur noch ein Jahr, und er wollte unbedingt den nächsten Schritt machen. So bekam ihn Werder Bremen wesentlich günstiger. Nach den ablösefreien Naby Keita (FC Liverpool) und Dawid Kownacki (Fortuna Düsseldorf) ist er dennoch der erste Neuzugang, für den Werder in diesem Sommer eine Ablöse berappen muss. (kni)