Nach Frust-Ende in der Regionalliga
Smarkalev erstmals für Bulgariens U21 nominiert – hat er eine Zukunft bei Werder?
Stefan Smarkalev wurde erstmals für Bulgariens U21 nominiert – doch wie geht es für das Torwart-Talent von Werder Bremen im Sommer weiter?
Für Stefan Smarkalev steht ein besonderes Highlight bevor. Der junge Keeper des SV Werder Bremen wurde erstmals von Trainer Todor Janchev für die bulgarische U21-Nationalmannschaft nominiert, die an diesem Samstag (17 Uhr) ein Testspiel gegen Nordmazedonien bestreitet. Für den erst kürzlich 19 Jahre alt gewordenen Smarkalev, der in dieser Saison dauerhaft als vierter Torhüter mit den Profis trainierte, seine Spielpraxis allerdings in der U23 sammelte, ist das definitiv eine Auszeichnung. Vor allem deshalb, weil die vergangene Spielzeit nicht ganz nach den Vorstellungen des Torwarts verlief und aus Sicht des Bulgaren ein unnötiges vorzeitiges Ende nahm.
Werder Bremens Stefan Smarkalev: „Es kommt nicht darauf an, wie oft man hinfällt, sondern wie oft man wieder aufsteht und weitermacht“
Nach einem Platzverweis in der Nachspielzeit wegen einer Tätlichkeit im Stadtduell gegen den Bremer SV (1:2) Mitte April wurde der Schlussmann des SV Werder Bremen für die letzten vier Saisonspiele der Regionalliga Nord gesperrt. „Die Saison ist bereits zu Ende. Früher als erwartet und nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte, aber alles geschieht aus einem bestimmten Grund. Das Leben ist voller Höhen und Tiefen, aber es kommt nicht darauf an, wie oft man hinfällt, sondern wie oft man wieder aufsteht und weitermacht“, schrieb Stefan Smarkalev kurz danach in den sozialen Netzwerken.
Zuvor hatte der Keeper insgesamt 18 Spiele für die U23 des SV Werder Bremen absolviert und dabei 31 Gegentore kassiert. Aufgrund zweier längerer Verletzungen fiel Stefan Smarkalev, der im Jahr zuvor noch mit der Bremer U19 an der Seite von Karim Coulibaly, Patrice Covic und Salim Musah den DFB-Juniorenpokal gewonnen hatte, in dieser Saison allerdings für mehrere Partien aus.
Werder Bremens Stefan Smarkalev: „Fehler sind Lektionen, und ohne sie können wir uns nicht verbessern“
Trotzdem bewertet der Schlussmann des SV Werder Bremen die vergangenen Monate als wichtigen Schritt in seiner Entwicklung. Stefan Smarkalev: „Fehler sind Lektionen, und ohne sie können wir uns nicht verbessern. Lerne aus ihnen, denn dein nächster Schritt ist wichtiger als dein letzter Fehler. Schlechte Momente machen uns stärker. Manchmal gewinnen wir. Dieses Mal haben wir gelernt.“ Lernprozesse, die ihm künftig noch helfen könnten.
Schließlich steht Stefan Smarkalev erst am Anfang seiner Karriere – und die wird aller Voraussicht nach auch in der kommenden Saison am Osterdeich weitergehen. Nach DeichStube-Informationen beschäftigt sich der Torwart derzeit nicht mit einem möglichen Abschied vom SV Werder Bremen, sondern möchte sich weiterhin über regelmäßige Trainingseinheiten bei den Profis und Spielpraxis in der Regionalliga entwickeln.
Vertrag von Stefan Smarkalev läuft beim SV Werder Bremen nach DeichStube-Informationen bis mindestens 2028
Perspektivisch rechnet sich der junge Bulgare an der Weser durchaus Chancen aus. Zumal bei Werder Bremen nach dem Abgang von Mio Backhaus und der festen Verpflichtung von Karl Hein im Sommer eine größere Torwart-Rochade ansteht. Sein Vertrag an bei Werder läuft nach DeichStube-Informationen zudem – anders als bislang öffentlich gelistet – noch bis mindestens 2028. Genügend Zeit also, um die richtigen Schlüsse aus den Lektionen der vergangenen Monate zu ziehen. Oder wie Stefan Smarkalev selbst schrieb: „Ich freue mich auf eine viel bessere Saison. Wir sehen uns bald. Große Dinge liegen vor uns.“ (bvo)
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