Werder-Profi vor Transfer?
Rafael Borré nach Brasilien? Werder Bremen will Frankfurt-Leihgabe nicht ziehen lassen
Verlässt Rafael Borré den SV Werder Bremen im Winter? Die Berater der Leihgabe von Eintracht Frankfurt forcieren offensichtlich einen Wechsel nach Brasilien. Jetzt hat sich Clemens Fritz als Werders Leiter Profifußball zu einem möglichen Transfer geäußert.
Bremen – Geht er oder bleibt er? Die Zukunft von Rafael Borré beim SV Werder Bremen ist weiter unklar. Der Stürmer und seine Berater forcieren offensichtlich einen Wechsel nach Brasilien, der Erstligist SC International Porto Alegre soll sich sogar schon mit dem Kolumbianer auf einen Vertrag verständigt haben. Angeblich kann sich auch Eintracht Frankfurt einen Transfer vorstellen, aktuell haben die Hessen Borré bis Saisonende an den SV Werder ausgeliehen. Und dabei soll es nach dem Willen der Bremer auch bleiben, wie Clemens Fritz als Werders Leiter Profifußball auf Nachfrage der DeichStube klarstellt: „Wir wurden informiert, dass es Interesse an Rafael von einem Verein gibt. Wir haben aber kein Interesse daran, ihn abzugeben.“
Ohne Werder läuft bei der Geschichte gar nichts. Die Norddeutschen müssten grünes Licht für einen Wechsel geben. Deshalb sollen sie auch eine finanzielle Entschädigung für ein vorzeitiges Ende der Ausleihe erhalten. Im Gespräch sind 1,5 Millionen Euro von der bislang gebotenen Ablöse von 5,5 Millionen Euro. Zu diesen Konditionen wird der Transfer aber sicher nicht über die Bühne gehen. Schließlich wird Rafael Borré vom Branchenportal transfermarkt.de mit einem Marktwert von acht Millionen Euro bewertet. Der Vertrag des Angreifers mit Eintracht Frankfurt läuft noch bis 2025. Und Werder Bremen bräuchte sicher auch einen größeren Anteil, um so kurzfristig gleichwertigen Ersatz zu bekommen. Und der wäre mit Blick auf den Abstiegskampf zwingend erforderlich.
Winter-Transfer nach Brasilien auch von Wechselwunsch von Werder Bremens Stürmer Rafael Borré abhängig
Spannend wird nun, wie groß der Wechselwunsch bei Rafael Borré tatsächlich ist und wie viel Druck er ausüben wird. Seine Berater haben sowohl bei Eintracht Frankfurt als auch bei Werder Bremen das Interesse von International Porto Alegre hinterlegt, was als deutliches Signal gewertet werden darf. Wäre der Spieler nicht interessiert, hätten die Berater nichts gemacht.
Am Montag wird der 28-jährige Nationalspieler wie alle anderen Profis des SV Werder Bremen an der Weser zurückerwartet, am Dienstag startet die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte. Dafür ist Rafael Borré, der im Sommer für den spät gewechselten Niclas Füllkrug (Borussia Dortmund) geholt worden war, fest vorgesehen. Schließlich hat er sich inzwischen gut ins Bremer Spiel integriert und ist mit vier Treffern Werders zweitbester Torschütze nach Marvin Ducksch (sieben Tore). (kni)