Werder-Transfer-News
Füllkrug-Ersatz dringend gesucht: Werder will am Deadline Day neuen Stürmer präsentieren
Niclas Füllkrug hat den SV Werder Bremen verlassen und sich Borussia Dortmund angeschlossen. Am Deadline Day wollen die Grün-Weißen noch einen Nachfolger präsentieren.
Bremen – Nein, bestätigen wollten sie den nahenden Wechsel von Niclas Füllkrug partout nicht. Weder beim SV Werder Bremen noch bei Borussia Dortmund. Ein paar allgemeine Äußerungen – mehr war am Donnerstagmittag nicht zu hören. „Wir sind mit einem Verein im Austausch und haben weitestgehend eine Einigung erzielt, aber ich möchte noch keine Namen kommentieren“, sagte Clemens Fritz als Leiter Profifußball während der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). Niclas Füllkrug selbst hatte sich da schon längst in Richtung Dortmund aufgemacht, absolvierte den Medizincheck im Ruhrgebiet. Und war einem Transfer zum Ligakonkurrenten somit einen weiteren Schritt nähergekommen. Am Osterdeich geht es derweil darum, einen adäquaten Ersatz aufzutreiben.
Werder Bremens Clemens Fritz über einen Nachfolger für Niclas Füllkrug: „Natürlich wollen wir noch etwas machen“
„Natürlich wollen wir noch etwas machen. Da sind wir dran“, betonte Clemens Fritz. „Ich denke aber, dass das eher morgen der Fall sein wird.“ Bis um 18 Uhr am Freitag haben die Verantwortlichen des SV Werder Bremen noch Zeit, einen neuen Stürmer zu präsentieren, danach schließt das Transferfenster in Deutschland. „Wir haben mehrere Optionen, aber sicherlich gibt es auch einen Favoriten. Wir müssen am Ende schauen, was umsetzbar ist.“
Sportlich ist der Weggang von Torjäger Niclas Füllkrug ein herber Verlust. In den vergangenen beiden Jahren mauserte sich der Torjäger zum absoluten Leistungsträger, stieg zum Nationalspieler auf, wurde Torschützenkönig in der Bundesliga und zu einer Art Bremer Lebensversicherung. Da wäre es nur zu verständlich, wenn jetzt ein ähnlicher Spielertyp verpflichtet werden würde. „Wir wären schlecht beraten, wenn wir versuchen würden, einen Spieler mit einer exakten Kopie des anderen Spielers zu ersetzen“, erklärte Ole Werner, Cheftrainer des SV Werder Bremen jedoch. „Wichtig ist, dass man schaut, welche Elemente der neue Spieler mitbringen kann, um der Mannschaft zu helfen.“ Wie genau diese aussehen sollen, blieb noch im Dunkeln. „Vorher möchte ich noch nicht über irgendwelche Skills sprechen. Man kann aber davon ausgehen, dass es natürlich ein Stürmer ist, in dem wir die Qualität sehen, dass er uns weiterhilft“, sagte Clemens Fritz. „Trotzdem: Egal wer kommt, wir sollten da alle auch ein wenig Geduld mitbringen.“
Niclas Füllkrug-Transfer: Borussia Dortmund zahlt nach DeichStube-Informationen 14 Millionen Euro an Werder Bremen
14 Millionen Euro sollen die Bremer nach Informationen der DeichStube durch den Füllkrug-Transfer einstreichen. Eine Summe, die durch spätere Bonuszahlungen noch ansteigen kann – allerdings nicht komplett in den Kauf eines neuen Angreifers investiert wird, sondern auch zur Tilgung vorhandener Schulden genutzt wird. Niclas Füllkrug soll derweil laut „Sport1“ bei Borussia Dortmund einen Vertrag bis ins Jahr 2026 unterschreiben und künftig sechs Millionen Euro pro Jahr verdienen – und damit doppelt so viel wie im jüngst vereinbarten Kontrakt, der für eine Verlängerung bei Werder Bremen ausgehandelt worden war. Doch beide Seiten hatten sich eine Hintertür offengelassen, falls es noch ein passendes Angebot geben sollte. Dieses ist jetzt da.
Auch beim BVB hielt man sich mit Blick auf einen Transfer noch reichlich bedeckt. Kurz vor der Pressekonferenz bei Werder Bremen fand auch in Dortmund eine Medienrunde zum kommenden Spieltag statt. Und allein mit der dortigen Partie gegen den 1. FC Heidenheim wollte sich Edin Terzic, Cheftrainer von Borussia Dortmund, beschäftigen. „Soweit ich weiß, ist Niclas Füllkrug Spieler von Werder Bremen und deshalb möchte ich darüber nicht reden, wo er sich befindet oder was er gerade macht“, machte der 40-Jährige unmissverständlich klar. (mbü)