Abpfiff vor dem Anstoß
Wegen Sturmtief „Elli“: Alle Hintergründe zur Absage des Werder-Spiels gegen Hoffenheim
Das Bundesliga-Spiel zwischen dem SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim wurde abgesagt. Alle Infos zu den Hintergründen und wie es weitergeht.
Bremen – Seit den frühen Morgenstunden gab es am Freitag im und rund um das Weserstadion nur eine Frage, die die Mitarbeiter des SV Werder Bremen in Atem hielt: Kann das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstag stattfinden – oder nicht? Am Nachmittag dann die Antwort: Nein, es kann nicht stattfinden, Sturmtief „Elli“ macht es unmöglich. Nach intensiven Gesprächen zwischen den beiden Vereinen, der Deutschen Fußball Liga (DFL), dem Stadionbetreiber Bremer Weserstadion GmbH (BWS) sowie den Behörden, informierte der SV Werder via Mitteilung über den Spielausfall. „Grund für die Absage ist eine erhebliche Glättebildung in den Umläufen, Zuschauerbereichen und Verkehrsflächen im Weserstadion sowie erhebliche Schneeverwehungen in weiten Teilen des Stadionareals“, heißt es darin.
Sicherheitsbedenken durch Schnee und Glätte: Warum das Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und Hoffenheim ausfällt
In der Nacht zu Freitag hatte das Sturmtief „Elli“ Bremen erreicht und für bis zu 15 Zentimeter Neuschnee sowie massive Glätte gesorgt. Zwar hatte sich Werder Bremen angesichts entsprechender Prognosen auf den Wintereinbruch vorbereitet und beispielsweise das Personal zur Schneeräumung um 50 Personen aufgestockt sowie einen externen Dienstleister zum Streuen engagiert – am Ende waren die Schnee- und Eismassen dann aber doch zu groß. Zumal für die Nacht zum Samstag weitere Schneefälle angekündigt waren. Eine Lage, aus der sich bereits am Freitag im Weserstadion „eingeschränkte Zugänge und eine dadurch nicht sichere Nutzung von Rettungs- und Fluchtwegen“, ergeben habe, wie Werder schreibt.
Mit dem Zustand des Rasens hat die Spielabsage hingegen nichts zu tun. Diesen ließen die Greenkeeper am Freitag unter der dicken Schneedecke ruhen, um die Schicht nicht festzutreten. Der Plan sah vor, die Spielfläche dann am Samstag – mit Rasenheizung und Schneeschippen – pünktlich zum Spiel freizubekommen, was nach allgemeiner Einschätzung bei Werder Bremen durchaus im Bereich des Machbaren gewesen wäre. Am Ende spielte dieser Aspekt aber keine Rolle mehr, weil die Sicherheitsbedenken eine Absage unumgänglich machten.
Training statt Bundesliga: Alle Hintergründe zur Absage des Bundesliga-Spiels Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim
Wann genau das Heimspiel gegen Hoffenheim nachgeholt wird, steht bisher noch nicht fest, dürfte aber zeitnah von der DFL bekanntgegeben werden. Zudem wird der SV Werder Bremen in den kommenden Tagen darüber informieren, wie mit den Tickets für die ausgefallene Partie verfahren wird.
Während viele Fans ihren Samstag jetzt umplanen müssen, ändert sich für die Profis des SV Werder Bremen in einer Hinsicht nichts: Fußball gespielt wird nämlich trotzdem. Wie Clemens Fritz, Werders Geschäftsführer Fußball, am Freitag gegenüber der DeichStube erklärte, hat Cheftrainer Horst Steffen für Samstag und Sonntag Trainingseinheiten auf den Plätzen am Osterdeich angesetzt. Auch am Freitag hatte das Team dort bereits trainiert, was möglich war, weil Werder auch dort über eine großflächige Rasenheizung verfügt.
Läuft alles nach Plan, bestreiten die Bremer ihr erstes Pflichtspiel des Jahres 2026 nun am Dienstag, wenn um 20.30 Uhr (im DeichStube-Liveticker) das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund beginnt. (dco/bvo)
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