Nur Remis gegen Wehen Wiesbaden

Später Doppelschock: U23 verspielt 2:0-Führung

Werders Marc Pfitzner (l.) und Manuel Schäffler vom SV Wehen Wiesbaden liefern sich einen harten Kampf - am Ende steht es 2:2.
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Werders Marc Pfitzner (l.) und Manuel Schäffler vom SV Wehen Wiesbaden liefern sich einen harten Kampf - am Ende steht es 2:2.

Wiesbaden - Es hätte ein Traum-Debüt für den neuen Trainer Sven Hübscher sein können, ein völlig unerwarteter Sieg gegen den haushoch favorisierten Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden. So aber wird die Winter-Depression von Werder Bremens U23 immer ärger.

Nur 2:2 (1:0) hieß es am Sonntagnachmittag zwischen dem SVW und dem SVWW. „Nur“ deshalb, weil die Bremer bis zur 89. Minute durch einen Doppelpack von Ousman Manneh noch mit 2:0 vorne gelegen hatten.

Keine Frage: Vor dem Spiel hätte Werder einem Remis gegen Wehen Wiesbaden sicher ohne zu Zögern zugestimmt, so aber fühlt sich ein gewonnener Punkt eher wie eine Niederlage an. „Es sind heute zwei verlorene Punkte“, sagte Profi Marco Friedl, der bei der U23 aushalf. Mit dem 20. sieglosen Spiel in Serie bleiben die Bremer auf dem vorletzten Tabellenplatz der Dritten Liga - punktgleich mit dem Tabellenletzten Rot-Weiß Erfurt (18 Punkte). Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt sieben Punkte.

Andrist und Schäffler schocken U23 mit Last-Minute-Treffern

Beim Debüt des neuen Trainers Sven Hübscher und seinem neuen Co-Trainer Tobias Hellwig waren die Bremer nach knapp einer halben Stunde durch Manneh in Führung gegangen (29.). In der Folge drängte Wehen auf den Ausgleich, doch entweder stand Friedl auf der Linie goldrichtig (34.) oder Torwart Eric Oelschlägel parierte klasse (44.).

In der zweiten Hälfte spielten eigentlich nur noch die hessischen Hausherren - bis Manneh erneut zuschlug (66.). Der 20-Jährige stand beim Pass von Rafael Kazior zwar im Abseits, der Linienrichter hob auch die Fahne, doch Schiedsrichter Bastian Börner ließ den Treffer gelten. Eine Fehlentscheidung.

Doch wie bereits beim 2:4 gegen Preußen Münster vor einer Woche reichte eine Zwei-Tore-Führung nicht zum Sieg. Erst verkürzte Stephan Andrist (89.) kurz vor Ende der regulären Spielzeit, dann wehrte Friedl den Ball nach einer Ecke im Strafraum unglücklich mit der Hand ab. Den fälligen Strafstoß verwandelte Manuel Schäffler (90.+1). „Am Ende ist der Druck ganz einfach zu groß geworden“, sagte U23-Trainer Hübscher nach dem Spiel.

Werder Bremen U23: Oelschlägel - Eggersglüß, Pfitzner, Friedl, Jacobsen - Touré, Wagner, Kruska (90. Bektic), Barry (77. Bünning) - Schmidt (62. Kazior), Manneh

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