Bremer FV sagt alle Spiele ab
Nach Gewaltvorfällen: Spielverbot im Bremer Amateurfußball und für Werders U23 – SVW begrüßt drastischen Schritt
Der Bremer Fußball-Verband hat auf mehrere Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle auf Sportplätzen mit einer generellen Absage aller Amateurspiele am kommenden Wochenende reagiert. Darunter auch die Partie von Werders U23 gegen den FC Oberneuland.
Bremen – Nach erneuten Gewaltvorfällen bei Fußballspielen im Bundesland Bremen setzt der Bremer Fußball-Verband (BFV) ein drastisches Zeichen und hat für das anstehende Wochenende ein Spielverbot für den gesamten Amateurfußball ausgesprochen. Von der Absage betroffen ist auch die für Freitag angesetzte Bremen-Liga-Partie von Werder Bremens U23 gegen den FC Oberneuland. In einer Sitzung am Donnerstagabend beschloss der BFV-Vorstand, den kompletten Spieltag im Bremer Amateurfußball am Wochenende abzusagen und ein flächendeckendes Spielverbot auszusprechen. Betroffen sind alle von Freitag bis Sonntag angesetzten Partien ab der D-Jugend aufwärts, inklusive Pokal- und Freundschaftsspielen.
„Am vergangenen Wochenende wurde ein neuer, trauriger Höhepunkt bei der Qualität der Vorfälle auf unseren Sportplätzen erreicht. Wir sind nicht bereit, diesen Zustand weiter hinzunehmen“, wird Verbandspräsident Patrick von Haacke, Vater des ehemaligen Werder-Spielers Julian von Haacke, in einer Mitteilung zitiert. Konkret geht es um drei Vorfälle vom vergangenen Wochenende: Bei einem Herren-Spiel in der Kreisliga B Bremen-Stadt zwischen der zweiten Mannschaft des Bremer SV und Bremen United sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf ein Messer gezogen worden sei und es auch Tritte gegen den Kopf gegeben habe. Videoaufnahmen dieser Szenen liegen der DeichStube vor. Der betroffene Bremer SV gibt an, die Beteiligten identifiziert und aus dem Verein ausgeschlossen zu haben.
Nach erneuter Gewalt im Amateurfußball: Spielabsage für Werder Bremens U23
Zudem seien während eines C-Jugend-Spiels laut BFV drei Zuschauer aufs Spielfeld gelaufen und wollten angeblich einen Spieler der Gastmannschaft attackieren. Auch bei den Alt-Senioren im Ü32-Bereich sei es zu Grenzüberschreitungen gekommen. Hier gab es nach BFV-Angaben diskriminierende Äußerungen und Gewaltandrohungen gegenüber dem Schiedsrichter.
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Der SV Werder Bremen unterstützt die drastische Maßnahme des Verbandes, wie er in einer Mitteilung am Freitag bekanntgab. „Auch wenn die Absage für unsere U23 natürlich schade ist, begrüßen wir die Entscheidung des Bremer Fußball-Verbandes und das Signal, das damit gesetzt wird, ausdrücklich“, sagt Werders Leiter des Leistungszentrums Björn Schierenbeck. Und weiter: „Der SV Werder Bremen steht aktiv gegen jegliche Form der Gewalt ein. Fußball soll Gemeinsamkeit erzeugen, der Fußballplatz ein sicherer Ort für Schiedsrichter:innen und Fußballer:innen jeden Alters sein. Hass und Aggressionen dürfen hier keinen Platz haben.“ Ein Nachholtermin für das Spiel von Werder Bremens U23 gegen den FC Oberneuland soll in Kürze bekanntgegeben werden. (mwi)