Umbruch bei Werders U23?
Nach Regionalliga-Aufstieg: Werder Bremen plant die Zukunft der U23 - was wird aus Trainer Brand?
Nach dem geglückten Aufstieg der U23 des SV Werder Bremen läuft bereits die Planung für die neue Saison, aber wie geht es mit den Spielern und Trainer Christian Brand weiter?
Bremen/Todesfelde – Die große Party gab es bereits am vergangenen Mittwoch nach dem Sieg des SV Todesfelde gegen Altona 93. Da feierte die U23 des SV Werder Bremen den vorzeitig fixen Aufstieg nämlich nicht nur – wie es so schön heißt – vom Sofa aus, sondern gebührend. „Die Jungs haben richtig Gas gegeben, das war eine tolle Veranstaltung“, verrät Trainer Christian Brand gegenüber der DeichStube. Ein Problem hatte er damit trotz des zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden direkten Duells mit den Todesfeldern nicht. Das letzte Spiel der Aufstiegsrelegation war sportlich schließlich nicht mehr von Belang, weshalb er seinen Schützlingen viel Freiraum einräumte. Und diesen wussten die jungen Nachwuchskicker zu nutzen, wie der Trainer schmunzelnd andeutet: „Ich habe nicht alles gesehen, aber was ich miterlebt habe, sah sehr gut aus.“
Gegönnt haben sie das ihren Spielern beim SV Werder Bremen ohnehin, die Erleichterung über den vorzeitig sicheren Aufstieg war riesig. Denn ein Entscheidungsspiel in Todesfelde wäre für so eine junge Mannschaft eine gehörige Aufgabe gewesen. Ohne Druck erspielte sich die Bremer U23 am Sonntag in Todesfelde dann einen klaren und hochverdienten 3:0-Sieg. Nach kurzer anschließender Platz-Party mit „Aufsteiger“-Shirts ging es zurück nach Bremen, wo sich die Akteure nach einem gemeinsamen Abschlussessen in die Sommerpause verabschiedeten. Wie viele von ihnen an die Weser zurückkehren, ist noch ungewiss.
Nach geglücktem Regionalliga-Aufstieg der U23 des SV Werder Bremen: Was wird aus Mannschaft und Trainer Christian Brand?
Bisher stehen lediglich die Abgänge von Stürmer Philipp Kühn (FSV Luckenwalde), Mittelfeldspieler Mika Eickhoff (Kickers Emden), Innenverteidiger Alexander Höck (SV Rödinghausen) und Torhüter Eduardo Dos Santos Haesler (neuer Verein nicht bekannt) fest, als Neuzugänge kommen Torhüter Sebastian Mielitz (VfB Oldenburg) sowie nach DeichStube-Informationen Linksverteidiger David Igboanugo (Hamburger SV) und Innenverteidiger Ivan Yermachkov (Wuppertaler SV) hinzu. Doch auch mit einigen weiteren Veränderungen im Kader ist zu rechnen. „Ich denke, die Kadergröße wird ähnlich sein“, sagt Christian Brand zwar, schiebt aber nach: „Wie das im Detail aussieht, wissen wir noch nicht.“ Zudem hänge es auch davon ab, welche Pläne der SV Werder Bremen verfolgt. Brand: „Wir müssen gucken, wer von der Profi-Mannschaft als junger Spieler in Frage kommt, sich Spielpraxis in der Regionalliga zu holen. Das ist alles noch in einem relativ frühen Stadium.“
Dort sei man aber in Gesprächen, so Brand. Das ist auch notwendig, um eine schlagfertige Truppe für die Regionalliga Nord aufzustellen und den eigenen Ansprüchen an die Talente-Förderung gerecht zu werden. „Ziel ist, uns in der Regionalliga zu etablieren und in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen“, sagte jüngst erst Clemens Fritz als Werders zukünftiger Sportchef gegenüber der „Bild“. Ob der Verein dabei mit Christian Brand weitermacht, ist indes ebenfalls unklar. „Wir führen Gespräche und schauen mal, in welche Richtung das geht“, gibt sich der Aufstiegstrainer noch bedeckt, betont aber: „Ich kann es mir auf jeden Fall vorstellen, es hat Spaß gemacht und ich fühle mich wohl bei Werder Bremen.“ (tos)