Werder-Verteidiger nicht im Aufgebot

Werder-Profi Mitchell Weiser überraschend nicht für Algeriens Kader nominiert - Leiter Profifußball Peter Niemeyer: „Es ist sehr schade“

Zum Haareraufen: Werder Bremens Mitchell Weiser wurde überraschend nicht für die algerische Nationalmannschaft nominiert.
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Zum Haareraufen: Werder Bremens Mitchell Weiser wurde überraschend nicht für die algerische Nationalmannschaft nominiert.

Schlechte Nachrichten für Mitchell Weiser: Entgegen seiner Hoffnungen ist der Profi des SV Werder Bremen nicht für die anstehenden Länderspiele der algerischen Nationalmannschaft nominiert worden!

Bremen – Die Hoffnung auf ein baldiges Debüt für die algerische Nationalmannschaft ist geplatzt: Mitchell Weiser steht überraschend nicht im Kader für die anstehenden Länderspiele im November. Die Fédération Algérienne de Football (FAF, der nationale Fußballverband Algeriens), gab am Donnerstagvormittag sein Aufgebot für die anstehenden Duelle in der Qualifikation zum Afrika-Cup bekannt, Weisers Namen fehlte jedoch auf der 26 Spieler umfassenden Liste. „Er ist ein Spieler, den ich in Deutschland beobachten konnte. Er hat eine Menge Erfahrung und Qualitäten, aber ich habe es vorgezogen, andere Wege zu gehen“, begründete Vladimir Petkovic seine Entscheidung. Die Tür für den Profi des SV Werder Bremen (das Spiel gegen Holstein Keil am Samstag im DeichStube-Liveticker verfolgen) sei jedoch nicht verschlossen, meinte der 61-jährige Schweizer.

Algerischer Fußballverband nominiert Werder Bremens Mitchell Weiser doch nicht - trotz offiziell ausgesprochener Einladung

Beim SV Werder Bremen ist man aufgrund der Nicht-Nominierung von Mitchell Weiser irritiert. „Mitch hat die Info bekommen, dass er nicht dabei ist. Es ist sehr schade. Es wäre eine Auszeichnung für seine guten Leistungen gewesen“, sagt Peter Niemeyer als Leiter Profifußball auf Nachfrage der DeichStube. „Wir hatten eine Einladung vom Verband für ihn erhalten, aus der man schließen konnte, dass es sich um die finale Nominierung handelt. Anscheinend war es aber nur der vorläufige Kader.“

Für Mitchell Weiser ist die Nicht-Berücksichtigung ein herber Rückschlag. Der 30-Jährige hatte öffentlich erklärt, künftig für Algerien auflaufen zu wollen, im Hintergrund wurde dafür bereits die Grundlage geschaffen. Mitte Oktober wurde bekannt, dass die FIFA dem vom algerischen Fußballverband beantragten Nationenwechsel zugestimmt hat. Weiser, dessen Opa aus dem nordafrikanischen Land stammt, ist damit offiziell spielberechtigt. Vor zwei Wochen hatte Peter Niemeyer, Leiter Profifußball beim SV Werder Bremen, dann in der TV-Sendung „Sky90“ verraten, dass Algerien den Rechtsverteidiger für die anstehende Länderspielphase nominieren wird. „Die Einladung ist bei uns eingegangen. Mitch wird in der nächsten Länderspielpause nach Algerien reisen und für die Nationalmannschaft auflaufen.“

Algerien trifft in den anstehenden Qualifikationsspielen zum Afrika-Cup auf Äquatorialguina (14. November, 14 Uhr) und Liberia (17. November, 17 Uhr). Die Nordafrikaner führen die Vorrundengruppe E mit vier Siegen aus vier Spielen an, Äquatorialguinea (7 Punkte) ist Zweiter vor Togo (2) und Liberia (1). Mit Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund), Fares Chaibi (Eintracht Frankfurt und Mohamed Amoura (VfL Wolfsburg) stehen drei Profis aus der Bundesliga sowie mit Ibrahim Maza (Hertha BSC) ein Spieler aus der 2. Bundesliga im algerischen Aufgebot. (nag/dco)

Ohne Werder Bremens Mitchell Weiser: Das ist das Aufgebot der algerischen Nationalmannschaft

Torwart: Alexis Guendouz (Persepolis FC), Anthony Mandrea (SM Caen), Alexandre Oukidja (FC Metz)

Abwehr: Rayan Ait-Nouri (Wolverhampton Wanderers), Ahmed Touba (KV Mechelen), Mohamed Amine Madani (JS Kabylie), Jaouen Hadjam (BSC Young Boys), Mohamed Amine Tougai (Esperance Tunis), Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund), Aissa Mandi (OSC Lille)

Mittelfeld: Ahmed Kendouci (Cleopatra FC), Adem Zorgane (Charleroi SC), Himad Abdelli (Angers SCO), Mohamed Farsi (Columbus Crew), Ramiz Zerrouki (Feyenoord Rotterdam), Yassine Benzia (Qarabag FK), Farès Chaïbi (Eintracht Frankfurt), Mohamed Elbachir Belloumi (Hull City)

Sturm: Ibrahim Maza (Hertha BSC), Mohamed Amoura (VfL Wolfsburg), Said Benrahma (Olympique Lyon), Riyad Mahrez (Al-Ahli FC), Amine Gouiri (Stade Rennes), Baghdad Bounedjah (Al-Shamal SC), Amin Chiakha (FC Kopenhagen)

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