Werder-Abgang rückt näher
„Leider nicht so aufgegangen, wie wir uns das vorgestellt hatten“: Werder Bremen äußert sich zum Fall Victor Boniface
Victor Boniface wird nicht mehr für Werder Bremen spielen. Der Stürmer holt sich in Österreich rat wegen einer möglichen Knie-OP - jetzt äußert sich der Verein!
Bremen – Als die Profis des SV Werder Bremen am Freitagmittag zum Trainingsauftakt auf den Platz kamen, war ein Mann erwartungsgemäß nicht mit dabei sein: Victor Boniface. Bereits eine Stunde vor der Einheit hatte der Verein offiziell den Grund dafür vermeldet – und erklärt, wie der persönliche Fahrplan des von Bayer 04 Leverkusen ausgeliehenen Stürmers stattdessen aussieht.
Victor Boniface wird nicht mehr für Werder Bremen spielen: Stürmer reist zu Knie-Experte - Operation?
In der Mitteilung des SV Werder Bremen heißt es: „Der 25-Jährige leidet an einer Knieverletzung, die ein Mannschaftstraining nicht möglich macht.“ Leiter Profifußball Peter Niemeyer führt aus: „Victor wird am 8. Januar zu dem Knieexperten Prof. Dr. Christian Fink nach Innsbruck reisen, um sich dort mit Blick auf eine mögliche Operation untersuchen zu lassen.“ Weitere Angaben zur sportlichen Zukunft des Stürmers machte Werder Bremen zunächst nicht. In einer Medienrunde nach dem Training erklärte Niemeyer dann noch: „Wir wollen jetzt erstmal die Untersuchung abwarten. Daraus resultiert dann der weitere Fahrplan. Da bitte ich noch um etwas Geduld.“
Dabei ist klar: Spielen wird Victor Boniface für die Bremer so oder so nicht mehr. Stimmt er einer Operation zu, wird er für den Rest der Saison ausfallen, tut er es nicht, verhindern seine Beschwerden weitere Einsätze. Zudem ist das Risiko, dass sich die Verletzung weiter verschlimmert, zu groß. Die medizinischen Abteilungen von Werder Bremen und Bayer Leverkusen haben sich entsprechend abgestimmt – und raten dem Spieler dringend zu einer OP. Boniface möchte sich nun offenbar noch eine dritte Meinung einholen, ehe er sich entscheidet.
Victor Boniface wird Werder Bremen wohl zeitnah verlassen: Austausch mit Bayer Leverkusen über Lösung
Bereits im Sommer war ein Eingriff angedacht, um einen Knorpelschaden in Bonifaces Knie zu beheben. Damals hatte sich der Angreifer dagegen entschieden. Werder Bremen ging kurz darauf das Risiko einer Ausleihe Bonifaces ein, in der Hoffnung, den Spieler fit und entsprechend einsatzbereit zu bekommen. Ein Plan, der scheiterte. Zur sportlichen Hilfe wurde Victor Boniface am Osterdeich nie – im Gegenteil: Die Probleme in seinem Knie haben sich in den vergangenen Wochen sogar noch weiter verschärft. Auch Niemeyers Fazit fällt entsprechend ernüchternd aus.
„Wir haben es im Sommer als Chance gesehen, und bei einer Chance ist immer auch ein Risiko dabei“, sagte der Ex-Profi des SV Werder Bremen – und räumte ein: „Am Ende muss man natürlich sagen, dass wir uns von dieser Leihe alle mehr erhofft haben. Es ist leider nicht so aufgegangen, wie wir uns das vorgestellt hatten.“ Cheftrainer Horst Steffen merkte am Freitag an: „Wir können die Dinge nicht ändern, sondern müssen jetzt damit umgehen und schauen, was wir am besten daraus machen.“
Das Leihgeschäft mit Bayer Leverkusen läuft offiziell noch bis zum 30. Juni. Es gilt allerdings längst als wahrscheinlich, dass beide Clubs vorzeitig nach einer anderen Lösung suchen – und Victor Boniface den SV Werder Bremen bereits vor dem Sommer verlassen wird. (dco)
* Dieser Text ist bereits am Freitag, 2.1.2026 um 13.23 Uhr erschienen und wurde am Freitagnachmittag um 17.30 Uhr durch eine aktualisierte Version ersetzt.
Rubriklistenbild: © gumzmedia
