Luca Plogmann als Nummer zwei dabei
Volles Vertrauen in einen 18-Jährigen
Bremen - Jetzt wird es ernst: Werder vertraut am Samstag im Pokalspiel bei Wormatia Worms tatsächlich einem erst 18-Jährigen als Ersatztorwart. Luca Plogmann wird erstmals auf der Bank sitzen.
„Er geht als Nummer zwei in die Saison“, bestätigt Coach Florian Kohfeldt und wirkt dabei ganz entspannt: „Luca macht nicht den Eindruck, besonders nervös zu sein.“ Das könnte sich natürlich schnell ändern, wenn sich Jiri Pavlenka verletzen oder vom Platz fliegen sollte. Dann müsste Plogmann ran.
Thematisiert wird das vor dem Spiel aber nicht mehr. „Wir haben schon im Trainingslager in Grassau ausführlich mit ihm gesprochen“, berichtet Kohfeldt. Gemeinsam mit Torwarttrainer Christian Vander habe er ihm erklärt, „was nun auf ihn zukommt“. Dabei gehe es nicht nur um die sportliche Herausforderung: „Als Nummer zwei des SV Werder steht Luca nun natürlich ganz anders in der Öffentlichkeit.“
Kohfeldt erzählt nette Trainings-Geschichte
Eigentlich war Plogmann als dritter Keeper eingeplant. Er sollte bei den Profis trainieren und in der U23 spielen, um sich in der Regionalliga weiter im Herren-Fußball zu etablieren. Doch nach der Verletzung von Ersatzkeeper Stefanos Kapino, der mindestens drei Monate ausfallen wird, ist Plogmann aufgerückt.
Der junge Torwart mache dabei einen guten Eindruck, sagt Kohfeldt und erzählt noch eine nette Geschichte aus dem Training: „Gestern hat er einen guten Ball gehalten – und dann war es wie bei allen Torhütern: Prompt wurde er lauter. Das war bei mir früher auch so.“ Kohfeldt lacht. Er hat selbst im Werder-Tor gestanden – allerdings nur in der zweiten und dritten Mannschaft.
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