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Zell – Eingebracht hatte die Aktion nichts, dafür hätte Milot Rashica den butterweichen Ball im gegnerischen Strafraum schon besser unter Kontrolle bekommen müssen – und dennoch: Diese Szene aus der 15. Minute während des Testspiels von Werder Bremen gegen Darmstadt 98 gehörte zu jenen, die Trainer Florian Kohfeldt im Nachgang besonders hervorhob. Wegen Nuri Sahin.
Per gefühlvollem Chipball hatte der 30-Jährige Milot Rashica bedient – ein Geistesblitz, ausgeführt mit messerscharfer Präzision – und damit ein weiteres Indiz dafür geliefert, dass er sich in bestechender Frühform befindet.
Florian Kohfeldt über Nuri Sahin: „Hat als Ratgeber für mich eine immense Bedeutung“
„Nuri ist ein unglaublich intelligenter Fußballer“, lobte Florian Kohfeldt, der Nuri Sahin zu den Gewinnern des Trainingslagers im Zillertal zählt. „In der Zeit hier war nochmal deutlich zu sehen: Solche Bälle wie der auf Milot sind bei ihm kein Zufall. Die spielt er einfach richtig gut.“ Was dann folgte, war ein wahres Loblied auf den Profi, der für Kohfeldt noch viel mehr bedeutet als „nur“ Qualität auf dem Platz: „Fußballerisch für die Mannschaft, aber auch als Ratgeber für mich hat er eine immense Bedeutung.“
Regelmäßig kommt es vor, dass sich Kohfeldt und Sahin austauschen, ihre Ansichten abgleichen und Inhalte des Spiels diskutieren. „Nuri gibt mir ehrliches Feedback, und das ist wichtig. Dabei geht es unter anderem darum, wie er Möglichkeiten auf dem Platz sieht oder die Stimmung in der Mannschaft einschätzt“, berichtete der Trainer, der Sahin einen „absoluten Vertrauensspieler“ nennt und weiß, dass auch er von dessen großer Erfahrung nur profitieren kann: „Der Junge hat im Fußball ja alles erlebt.“ BorussiaDortmund, Feyenoord Rotterdam, Real Madrid, FC Liverpool – Sahin ist in der Tat viel rumgekommen, hat große Clubs von innen gesehen, ist laut Kohfeldt mit seinen 30 Jahren aber noch nicht am Ende der fußballerischen Entwicklung.
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Werder Bremen: Nuri Sahin wird auch in der neuen Saison kein unangefochtener Stammspieler sein
„Er ist ein Spieler, der gerne den Ball am Fuß hat und die Sachen auf engem Raum löst. Was er nicht so gerne macht, ist aus diesem Raum sofort wieder rauszuspielen, zu verlagern. Aber ich habe das Gefühl, dass sich sein Blick da etwas weitet.“ Ein Problem wird Nuri Sahin allerdings nicht mehr ablegen können: sein Tempodefizit. „Wenn die Räume eng sind, verteidigt er exzellent“, sagte Florian Kohfeldt, weiß aber auch: „Wenn wir ihn aber alleine lassen und der Gegner mit Tempo auf ihn zuläuft, dann geht es nicht. Das ist eben sein Stärken-Schwächen-Profil.“ Und ganz sicher einer der Gründe dafür, warum Sahin auch in der neuen Saison kein unangefochtener Stammspieler sein wird.
„Eine Einsatzgarantie hat er nicht“, sagte Florian Kohfeldt, „dafür sind wir im Mittelfeld einfach zu stark besetzt.“ Im Bremer 4-3-3-System sind Maximilian Eggestein, Davy Klaassen und Kevin Möhwald Sahins Konkurrenten, und irgendwann ist ja auch Philipp Bargfrede wieder fit. „Das ist für Nuri kein Selbstläufer“, weiß Kohfeldt, der dem Linksfuß aber Hoffnung macht: „Er hat seine Position im Trainingslager definitiv verbessert.“