Deman wäre fast in Belgien geblieben

„Er muss ein besonderes Wort für mich eingelegt haben…“: Olivier Deman dankt Nationaltrainer Domenico Tedesco für Werder-Wechsel

Hat sich in Werder Bremens Startelf festgespielt: Der belgische Neuzugang Olivier Deman.
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Hat sich in Werder Bremens Startelf festgespielt: Der belgische Neuzugang Olivier Deman.

Der Transfer von Olivier Deman zum SV Werder Bremen hatte sich bis zum Ende der Transferphase gezogen. Jetzt hat der Linksverteidiger verraten, dass er fast bei einem anderen Verein gelandet wäre. Zudem erklärt der 23-Jährige, welche Rolle Domenico Tedesco bei dem Wechsel an die Weser spielte.

Bremen – An der Weser hat sich Olivier Deman seinen Stammplatz bereits geschnappt. In Windeseile. Doch das soll nur ein Zwischenziel für den 23-Jährigen sein. Der Profi des SV Werder Bremen will nämlich auch in der belgischen Nationalmannschaft für Aufsehen sorgen. Am vergangenen Mittwoch, beim Freundschaftsspiel gegen Serbien (1:0), stand der Linksaußen erstmals in der Startelf, der Traum von einer Teilnahme an der Europameisterschaft im kommenden Jahr in Deutschland lebt nun noch ein wenig mehr. Kein Wunder also, dass Deman ziemlich gut auf Nationaltrainer Domenico Tedesco zu sprechen ist. Dem Deutsch-Italiener dankt der Werder-Profi aber auch noch aus einem weiteren Grund – weil dieser nicht ganz unbeteiligt am Wechsel an den Osterdeich war.

Werder Bremen hatte auch mit Domenico gesprochen. Er muss ein gutes Wort eingelegt haben, sonst wäre ich vielleicht nicht da“, sagte Olivier Deman jetzt im Gespräch mit der belgischen Tageszeitung „Het Nieuwsblad“. Darüber hinaus verriet der gebürtige Antwerpener, dass er beinahe ganz woanders gelandet wäre – nämlich beim RSC Anderlecht, wo aktuell auch die Ex-Bremer Thomas Delaney und Ludwig Augustinsson aktiv sind. Der Traditionsclub bemühte sich intensiv um die Dienste Demans, doch im vergangenen Sommer setzte dann plötzlich eine ganz spezielle Dynamik ein. „Es gab bereits Kontakte, bevor ich zu den Roten Teufeln berufen wurde“, erzählte Deman mit Blick auf den Spitznamen des belgischen Nationalteams. „Meine Nominierung im Juni hat dann aber noch einmal alles beschleunigt.“ Plötzlich hatte nicht mehr nur Anderlecht Interesse am Profi von Cercle Brügge, auch andere Vereine wurden aufmerksam.

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Olivier Deman über Werder-Transfer: „Als Bremen auftauchte, war es meine absolute Priorität“

Ganz speziell Werder intensivierte die Bemühungen. „Als Bremen auftauchte, war es meine absolute Priorität“, betonte Olivier Deman, der von einem möglichen Engagement in der Bundesliga spürbar angetan war. „Am Ende der letzten Saison habe ich nicht viele Leute auf meiner Position in der Jupiler Pro League gesehen, die ich wirklich höher eingeschätzt hätte als mich selbst. Ich fühlte mich bereit für den nächsten Schritt.“ Allerdings drohte das Geschäft zu platzen. „Werder hat einen guten Betrag geboten, aber Cercle wollte nicht mitmachen. Es war frustrierend, ich habe es nicht verstanden.“ Werders Verantwortliche ließen jedoch nicht locker. „Die Bremer mussten ihr Angebot letztlich einige Male erhöhen, ehe eine Lösung gefunden wurde.“ Am Ende wechselte der Flügelspieler auf den finalen Metern der Transferphase für kolportierte vier Millionen Euro zu den Grün-Weißen – wo er nicht nur die Werder-Fans, seine Mitspieler und die Entscheider im Club von sich überzeugen will, sondern ganz besonders auch seinen Förderer: Domenico Tedesco. (mbü)

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