Ehre für Werder-Star
Wegen Traumtor bei der WM: Baby nach Werder-Profi benannt
Kuriose Ehre für Romano Schmid: Der Profi des SV Werder Bremen ist aufgrund seines WM-Tores für Österreich nun Namensgeber eines Kindes!
Es war im wahrsten Sinne des Wortes eine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Als die Österreicherin Natalie Harrer und ihr Mann Thomas auf die Geburt des gemeinsamen Sohnes warteten, war die Namensfrage noch immer nicht endgültig geklärt. Und eher aus einem Spaß heraus kam der Mutter plötzlich die Idee, dass der kleine Sprössling doch nach dem ersten Torschützen der Alpenrepublik bei der aktuell laufenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko benannt werden könnte. Gesagt, getan. Da es schließlich Romano Schmid vom SV Werder Bremen war, der exakt am Tag der Geburt mit einem traumhaften Treffer gegen Jordanien (3:1) das ÖFB-Team und die heimischen Fans jubeln ließ, hört der Junior der Familie Harrer nun auf den Namen Edwin Romano.
Natalie und Thomas Harrer benennen ihr Kind nach Romano Schmid - und laden den Profi des SV Werder Bremen zur Taufe ein
Der Mittelfeldakteur des SV Werder Bremen hatte nach 21 Minuten zur Führung gegen Jordanien getroffen, sein jetziger Namensvetter brauchte zum Erblicken der Welt nur unwesentlich länger. „Um 15.15 Uhr hat man meine Fruchtblase geöffnet, um 15.58 Uhr war er dann da. Also es war nach ganz wenigen Spielminuten sozusagen“, erzählt Mutter Natalie Harrer lachend dem ORF und berichtet, dass der erste Name Edwin aber schon vorher festgestanden habe, weil die beiden Brüder des Knirpses bereits Elias und Emil heißen.
Ersterer hätte nach Aussage seiner Eltern übrigens nun auch gern einen Zweitnamen – am liebsten Ronaldo wegen des portugiesischen Superstars. Wie Romano Schmid, selbst leidenschaftlicher Familienvater, auf die besondere Ehre reagiert hat, ist noch nicht überliefert. Sicher ist dagegen, dass er demnächst die Chance auf einen besonderen Termin hat: die Taufe des kleinen Edwin. „Wenn er möchte, ist er willkommen, und das ganze ÖFB-Team gleich dazu“, sagt Papa Thomas Harrer.
Österreichs Nationalmannschaft um Werder Bremens Romano Schmid und Marco Friedl kämpft bei Fußball-WM noch ums Weiterkommen
Zuvor gilt es aber noch, mindestens eine sportliche Aufgabe zu erledigen. Die österreichische Nationalelf trifft im abschließenden Gruppenspiel auf Algerien (Sonntag, 4 Uhr MESZ). Dabei droht ein nervenaufreibendes Rennen um den Einzug in die K.o.-Runde. Während Argentinien als Spitzenreiter sicher im Sechzehntelfinale steht, geht es hinter den Südamerikanern äußerst eng zu. Aufgrund des besseren Torverhältnisses würde Romano Schmid, Werder-Kapitän Marco Friedl und den anderen ÖFB-Kickern ein Remis gegen die Nordafrikaner zum Weiterkommen reichen.
Bei einer Niederlage der Mannschaft um die Profis des SV Werder Bremen könnte es ebenfalls noch gut ausgehen, doch da es während der vorherigen Partien anderer Nationen keine echte Schützenhilfe gab, könnte der Kampf um die acht Tickets der besten Drittplatzierten auch zum echten Rechenspiel werden. „Keiner von uns weiß im Moment, wie die Ausgangsposition am Ende genau aussehen wird. Das wird auf unsere Herangehensweise keinen Einfluss haben“, betont Österreichs Bundestrainer Ralf Rangnick deshalb im Vorfeld. „Man kann nicht mit dem Vorsatz in ein Fußballspiel gehen, auf ein Unentschieden zu spielen. Deshalb werden wir die Mannschaft auch nicht mit diesem Ziel ins Rennen schicken.“ (mbü)
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