Enttäuschende Nachricht
Unverständnis in Bremen: Werders Weserstadion wird kein Austragungsort der Frauen-Fußball-EM 2029
Das Weserstadion des SV Werder Bremen ist bei der Bewerbung um die Frauen-Fußball-EM 2029 bereits als möglicher Spielort gestrichen worden. In Bremen herrschen Enttäuschung und Unverständnis.
Bremen – Das ist eine herbe Enttäuschung für die Stadt Bremen! Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag mitteilte, wurde Bremen als möglicher Spielort für die Frauen-Fußball-EM 2029 gestrichen. Der Verband veröffentlichte eine Shortlist der Standorte, die für die Europameisterschaft infrage kämen – das Weserstadion, die Heimat des SV Werder Bremen, wurde darauf nicht berücksichtigt.
DFB-Bewerbung um Frauen-Fußball-EM 2029: Werder Bremens Weserstadion von Spielort-Liste gestrichen
Neben Bremen wurden auch Essen und Hamburg nicht in die Liste aufgenommen. Weiterhin im Rennen sind dafür Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hannover, Köln, Leipzig, München, Rostock und Wolfsburg. Sollte Deutschland den finalen Zuschlag für die Ausrichtung des Turniers bekommen (auch Portugal, Italien, Polen sowie Dänemark/Schweden bewerben sich), werden die Spiele in acht dieser Städte stattfinden. Die endgültige Auswahl möchte der DFB im Juni treffen.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf, der Bremen im Vorfeld Hoffnung gemacht hatte, sagte zur Vorauswahl: „Dass so viele attraktive Standorte bei der UEFA Women‘s EURO 2029 dabei sein wollen, ist ein weiterer Beleg der enormen Entwicklung und des Wachstumspotenzials des Frauenfußballs in Deutschland.“ Warum Bremen als Spielort nicht weiter berücksichtigt wurde, ließ der Verband offen. In der Mitteilung des DFB heißt es lediglich: „Die Auswertung der Bewerbungsunterlagen wurde von Fachexperten anhand klar definierter und transparent nachvollziehbarer Kriterien vorgenommen, die insbesondere auf den Turnieranforderungen der UEFA basieren.“
Unverständnis über DFB-Entscheidung für EM-Bewerbung - Werder Bremens Weserstadion kriegt anderes Länderspiel
Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) zeigte sich enttäuscht über die Nichtberücksichtigung der Hansestadt: „Für mich ist das nicht wirklich nachvollziehbar. Die Gründe kennen wir noch nicht, aber wir gehen dem nach“, wird die Politikerin von Radio Bremen zitiert. „Wir hatten eine sehr gute Bewerbung abgelegt und DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat uns widergespiegelt, dass Bremen ein sehr starker Frauenfußball-Standort ist. Da hätte man erwarten können, dass es ein wenig in die Entscheidung reinspielt.“ Radio Bremen zufolge soll Werder Bremens Weserstadion am 30. Mai zumindest Austragungsort des Nations-League-Spiels der DFB-Frauen gegen die Niederlande werden. (bvo)