Namenssponsor für Weserstadion gesucht

Neuer Schwung in Stadionsponsor-Suche: Werder Bremen führt Gespräche mit mehreren Interessenten

Es tut sich etwas bei der Suche nach einem neuen Stadionsponsor für das Weserstadion: Werder Bremen führt Gespräche mit mehreren Interessenten. Gibt es bald einen neuen Stadionnamen?

Zell am Ziller/Bremen – Im Fokus steht derzeit das Sportliche, ganz klar. Schließlich ist der SV Werder Bremen um Neu-Trainer Horst Steffen während des Trainingslagers im Zillertal gerade dabei, die Grundlagen für die kommende Saison zu legen. Aber auch abseits von unmittelbar fußballerischen Themen wird bei Werder fleißig gearbeitet: Nach Informationen der DeichStube ist in den vergangenen Wochen neue Bewegung in die Suche nach einem Namenssponsor fürs Weserstadion gekommen.

In die Suche des SV Werder Bremen nach einem Namenssponsor fürs Weserstadion ist neue Bewegung gekommen.

Werder Bremen sucht Namenssponsor für das Weserstadion: Mehrere Unternehmen aus Deutschland haben Interesse

Der SV Werder Bremen ist nach wie vor stark daran interessiert, das Namensrecht für sein „Wohnzimmer“ zu veräußern, weil die entsprechenden Einnahmen große wirtschaftliche Bedeutung für die Bremer Weserstadion GmbH (BWS) und damit auch für den Club haben. Wie die DeichStube erfahren hat, führen die Verantwortlichen aktuell verheißungsvolle Gespräche mit mehreren Interessenten, bei denen es sich durchweg um Unternehmen aus Deutschland handelt. Zur Debatte stehen dabei nach wie vor verschiedene Lösungen.

Zum einen ist da der Komplettverkauf des Namens, was dazu führen würde, dass das Weserstadion künftig nicht mehr Weserstadion heißt. Eine für viele Fans problematische Variante, die Werder Bremen andererseits aber die höchsten Einnahmen einbringen würde, weshalb der Verein der Idee gegenüber offen ist. Variante zwei ist die sogenannte Vornamenslösung, wie sie schon der vorherige Namenssponsor Wohninvest gewählt hatte. Bis zum Konkurs des Immobilienunternehmens im Jahr 2024 hatte die Arena seit 2019 den Namen „Wohninvest Weserstadion“ getragen, was der BWS als Betreiberin jährlich drei Millionen Euro bescherte. Geld, das nun schmerzhaft fehlt und möglichst bald aus anderer Quelle wieder fließen soll.

Werder Bremen auf Sponsoren-Suche: Dass das Namensrecht am Weserstadion unangetastet bleibt, ist unwahrscheinlich

Auch die Möglichkeit, dass das Namensrecht am Weserstadion zwar verkauft, vom neuen Partner aber nicht angetastet wird, wird bei Werder Bremen diskutiert, soll derzeit aber als unwahrscheinlich eingestuft werden. Zur Erinnerung: Mit dem Oldenburger Energieversorger EWE hatte der Verein in der Vergangenheit ein solches Modell aufgesetzt. Mit einem international tätigen Unternehmen hatte es seit dem Frühjahr 2024 einen Austausch gegeben, der eine solche Lösung nach Informationen der DeichStube ebenfalls anstrebte. Im Frühjahr 2025 sagte das Unternehmen allerdings ab.

Wann (und ob) die laufenden Gespräche zu einem Abschluss führen könnten, ist derzeit übrigens nur schwer abzusehen. Aktuell, so ist zu erfahren, sind weder eine baldige noch eine Lösung in fernerer Zukunft noch ein Scheitern aller Gespräche ausgeschlossen. (dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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