Nach Niederlage im Nordderby
SV Werder Bremen wettert wegen des nicht gegebenen Handelfmeters gegen den HSV – Clemens Fritz: „Dieses ganze Gelaber“
Der SV Werder Bremen ärgert sich über einen nicht gegebenen Handelfmeter im Nordderby beim Hamburger SV. Sportchef Clemens Fritz wird deutlich.
Hamburg – Es wäre die Riesenchance auf den abermaligen und dieses Mal enorm späten Ausgleich gewesen – bekommen hat sie der SV Werder Bremen am Sonntagnachmittag während der 2:3-Pleite im Nordderby beim Hamburger SV allerdings nicht. Sehr zum Ärger von Werder-Sportchef Clemens Fritz, der seinem Unmut nach dem Schlusspfiff mit deutlichen Worten Luft machte.
Werder Bremen wettert über nicht gegebenen Elfmeter: „Die wissen selber nicht mehr, was Handspiel ist“
„Dieses ganze Gelaber von Handspiel hin oder her. Ich glaube, die wissen selber gar nicht mehr, was Handspiel ist und was nicht“, wetterte der Ex-Profi, als er in den Katakomben des Volksparkstadions auf die Szene aus der 90. Minute angesprochen wurde. Nach einer Flanke von Justin Njinmah war Jens Stage im Hamburger Strafraum zum Abschluss gekommen und hatte den Ball gegen den vom Körper weggestreckten Arm von HSV-Profi Nicolas Capaldo geschossen. Schiedsrichter Sascha Stegemann, der gute Sicht auf die Situation hatte, entschied sich gegen einen Pfiff und sah sich den strittigen Moment auch nicht noch einmal auf dem TV-Bildschirm an. Eine Entscheidung, die im Lager des SV Werder Bremen für großes Unverständnis sorgte. Auf die Frage, ob es in seinen Augen ein elfmeterwürdiges Vergehen war, sagte Fritz entschieden: „Ja.“ Und auch darüber hinaus waren Werders Verantwortliche nicht gerade glücklich mit der Leistung Stegemanns.
Werder Bremen ärgert sich nach Nordderby-Niederlage gegen HSV über Schiedsrichter-Entscheidungen
„Es gab viele kleinere Entscheidungen, die in die eine oder in die andere Richtung hätten gepfiffen werden können“, sagte Fritz – und monierte: „Mir waren es zu viele 50:50-Situationen gegen uns. Ich würde zum Beispiel infrage stellen, ob es vor dem zweiten Gegentor ein Foul von Marco Friedl war.“ Auch Werder Bremens Cheftrainer Horst Steffen hatte so seine Probleme mit der Szene, die seinem Kapitän in der 75. Minute die vierte Gelbe Karte der laufenden Saison eingebracht und das Hamburger 2:1 durch Luka Vuskovic eingeleitet hatte. Allerdings hatte Friedl seine Hand im Springduell tatsächlich etwas zu lange auf der linken Schulter von Capaldo abgelegt, was der Argentinier dankbar annahm… (dco/mbü/bvo)
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