Geld für Abstellungen

Millionen für die Clubs: So profitiert der SV Werder Bremen von der WM

Auch der SV Werder Bremen kassiert Geld für die Abstellung seiner Nationalspieler zur WM 2026. Wie hoch die Zahlungen der Fifa dabei ausfallen.

Nur noch vier Tage, dann beginnt die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Alle Augen der Fußballfans auf dieser Welt werden auf das Turnier gerichtet sein, auch die des SV Werder Bremen, schließlich sorgt das Turnier auch für zusätzliche Einnahmen am Osterdeich. Laut einer aktuellen Studie der Deutschen Kreditbank AG (DKB) erhalten die Grün-Weißen für die Abstellung ihrer Nationalspieler in der Gruppenphase der WM rund 510.000 Euro vom Weltverband Fifa (hier geht‘s zur kompletten DKB-Studie). Grundlage dafür sind die Nominierungen von Marco Friedl und Romano Schmid, die beide mit Österreich bei der WM vertreten sind. Die Summe basiert auf dem sogenannten FIFA-Club-Benefits-Programm. Demnach zahlt die FIFA pro abgestelltem Nationalspieler rund 11.000 US-Dollar (rund 9.500 Euro) pro Tag, beginnend bereits vor dem ersten Turnierspiel mit dem ersten Tag der Abstellungsperiode. 

Romano Schmid spielt mit Österreich bei der WM 2026 - davon profitiert sein Club Werder Bremen finanziell.

Werder Bremen kassiert für Abstellungen von WM-Fahrern mehr als eine halbe Million - unteres Mittelfeld im Bundesliga-Vergleich

Die Gelder werden an die Vereine ausgeschüttet, bei denen die Spieler seit Beginn der Saison 2024/25 unter Vertrag standen. Wichtig dabei: Die in der Studie ausgewiesenen Beträge gelten zunächst nur für den Fall, dass die jeweiligen Nationalmannschaften nach der Gruppenphase ausscheiden. Kommt Österreich weiter, würde sich auch Werders Einnahmen entsprechend erhöhen. Im Bundesliga-Vergleich bewegt sich Werder Bremen damit im unteren Mittelfeld. Spitzenreiter ist wenig überraschend der FC Bayern München mit rund 4,04 Millionen Euro, Borussia Dortmund kassiert etwa 2,72 Millionen Euro. Insgesamt fließen laut Studie mehr als 22,5 Millionen Euro an die Bundesligisten. Vereine wie der 1. FC Heidenheim oder der 1. FC Köln gehen dagegen komplett leer aus, weil sie keinen WM-Fahrer stellen.

WM-Geld für Abstellungen von Nationalspielern als willkommene Zusatzeinnahme für Werder Bremen

Spannend ist in Bremen zudem die Frage, ob auch Leihspieler Yukinari Sugawara zusätzliche Einnahmen bringt. Der japanische Nationalspieler steht noch bis Ende Juni auf Leihbasis bei Werder unter Vertrag. Laut der DKB-Studie wird Sugawara in der Berechnung allerdings nicht den Bremern zugerechnet. Ganz eindeutig scheint die Lage jedoch nicht zu sein. Denn laut Fifa-Regularien können grundsätzlich auch Vereine profitieren, bei denen ein Spieler während des relevanten Zeitraums registriert war – selbst bei Leihgeschäften. Die Fifa verteilt die Zahlungen anteilig an die Clubs, bei denen ein WM-Teilnehmer seit Beginn der Saison 2024/25 unter Vertrag stand. Demnach dürfte Werder Bremen wohl auch bei der Personalie Sugawara kleinere Entschädigungen erhalten.

Wie zu hören ist, freuen sich die Verantwortlichen am Osterdeich zwar über die zusätzlichen Einnahmen, große Sprünge auf dem Transfermarkt sind mit den WM-Geldern allerdings nicht möglich. Dennoch helfen die Summen gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten dabei, den finanziellen Spielraum zumindest etwas zu erweitern. Gerade für einen Club wie Werder Bremen, der weiterhin sehr genau auf seine Ausgaben achten muss, sind solche Zusatzeinnahmen deshalb durchaus willkommen. (bvo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Yigit Oerme

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