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Schneverdingen - Erst Trabzonspor, nun Orlando – Zlatko Junuzovic ist ein begehrter Spieler. Doch der Österreicher bleibt Bremer.
Nachdem der Werder-Kapitän vor zwei Wochen bereits dem türkischen Erstligisten Trabzonspor abgesagt hat, wird auch der US-Club Orlando City FC nicht mit dem 29-Jährigen planen können. Nach Informationen der „DeichStube“ hat sich Junuzovic grundsätzlich dazu entschieden, auch in der kommenden Saison das Werder-Trikot zu tragen. Nur ein außergewöhnliches Angebot könnte ihn möglicherweise nochmal ins Grübeln bringen. Doch das ist sehr unwahrscheinlich.
Der Kapitän bleibt an Bord
Junuzovic setzt mit seiner Absage ein deutliches Zeichen: Der Werder-Kapitän geht nicht von Bord. Das bringt dem Verein Planungssicherheit und dem Spieler Ruhe. Schon beim ersten Trainingslager im Zillertal war dem österreichischen Nationalspieler deutlich anzumerken gewesen, wie unangenehm ihm die Situation ist. Trabzonspor-Präsident Muharrem Usta hatte öffentlich getönt, er sei sich längst einig mit dem Spieler.
Das kam bei einigen Werder-Fans nicht gut an – bei Junuzovic auch nicht. Der Österreicher hatte sich zwar mit dem finanziell sehr lukrativen Angebot beschäftigt, es schließlich dann aber doch abgelehnt. Die genauen Gründe dafür nannte er damals nicht, sicher auch aus Respekt vor dem türkischen Club.
Aber es war nicht nur eine Entscheidung gegen den türkischen Erstligisten, sondern auch für Werder. „Ich habe hier eine Verantwortung“, erklärte Junuzovic damals, „ich muss für die Mannschaft da sein, muss auf dem Platz fit sein und Gas geben. Das sind meine Aufgaben.“ Trainer Alexander Nouri hatte ihn am Ende der vergangenen Saison zum Nachfolger von Kapitän Clemens Fritz ernannt und ihm damit großes Vertrauen geschenkt.
Die ersten Verhandlungsrunden endeten ergebnislos
Allerdings: Auch bei der Absage an Trabzonspor legte sich Junuzovic noch nicht hundertprozentig fest, was im Sommer noch passieren kann. Das liegt auch an seinem Vertrag, der läuft in einem Jahr aus. Der Spieler strebt nach Sicherheit, würde gerne einen langfristigen Vertrag unterschreiben. Auch Werder will, so Sportchef Frank Baumann, gerne verlängern.
Doch die ersten Verhandlungsrunden endeten ergebnislos. Angeblich will Werder dem Mittelfeldspieler weniger zahlen als zuletzt. Das ist bei einem Leistungsträger, der gerade zum Kapitän gemacht wurde, etwas ungewöhnlich. Junuzovic ließ also offen, was er bei neuen Angeboten anderer Clubs machen wird.
Nun meldete sich Orlando City FC – ein Club aus der Major League Soccer (MLS). Doch ehe ein neuerliches öffentliches Spielchen um die Zukunft von Junuzovic richtig beginnen konnte, ist es auch schon wieder vorbei. Der Österreicher will nicht weg. Und er benutzt den aktuellen Interessenten offenbar auch nicht als Druckmittel in den Verhandlungen um einen neuen Vertrag bei Werder.
Die ganze Konzentration gilt der Vorbereitung, die in