Werder sucht nur noch eine Nummer zwei
Zwischen Pavlenka und Plogmann ist noch Platz
Bremen - Die Zukunft hat schon unterschrieben. Am vergangenen Samstag erhielt Nachwuchstorwart Luca Plogmann an seinem 18. Geburtstag seinen ersten Profi-Vertrag bei Werder Bremen.
Mit dem Arbeitspapier ist auch ein Versprechen des Clubs verbunden. „Luca wird bei uns Torwart Nummer drei“, erklärt Sportdirektor Frank Baumann. Dahinter steckt, dass Werder Plogmann die Entwicklung zum Bundesliga-Torhüter zutraut.
Dahinter steckt aber auch, dass die Torhüter-Hierarchie hinter der unumstrittenen Nummer eins, Jiri Pavlenka, neu geordnet wird. Denn die Verträge der bisher als Stellvertreter geführten Jaroslav Drobny (38), Michael Zetterer (22) und Eric Oelschlägel (22) laufen alle am Saisonende aus. Und noch ist nicht klar, wer bei Werder bleiben wird und wer gehen muss.
Werder hält große Stücke auf Zetterer
„Wir planen mehrgleisig“, sagt Baumann über die Position zwischen Pavlenka und Plogmann und gibt damit zu verstehen, dass noch nicht mal eine Tendenz zu erkennen ist. Alles hängt im Grunde an Michael Zetterer. Auf ihn halten die sportlich Verantwortlichen im Club große Stücke, Zetterer rückte deshalb im vergangenen Sommer vom U23- zum Bundesliga-Ersatzkeeper auf.
Aber dann das: Operation am Kahnbein des linken Handgelenks. Es war eine Spätfolge eines Kahnbeinbruchs eineinhalb Jahr zuvor. Seither fehlt Zetterer, und es gibt Zweifel, wie zukunftsfähig sein Handgelenk tatsächlich ist. Baumann: „Wir müssen den Heilungsverlauf abwarten und wissen, wie belastbar es ist. In ein paar Wochen wissen wir da mehr.“
Baumann hält sich mehrere Optionen offen
Bis dahin schickt Baumann seine Gedanken auf verschiedene Gleise. Eins davon könnte zu einer externen Lösung als Nummer zwei führen. „Wir werden uns auch bei anderen Vereinen umschauen“, bestätigt der Manager. Aber auch der derzeitige U23-Stammkeeper Eric Oelschlägel könnte eine Lösung sein. Und Jaroslav Drobny sei auch nicht aus dem Rennen, so Baumann. Den Routinier noch eine weitere Saison auf die Bank zu setzen, wäre jedoch die wenig zukunftsorientierte Lösung.
Aber klar ist: Von derzeit drei Torhütern mit auslaufenden Verträgen, muss sich Werder am Saisonende von zweien trennen. „Jedenfalls unseren Bundesliga-Kader betreffend“, ergänzt Baumann und schließt nicht aus, mit Zetterer und/oder Oelschlägel den Vertrag zu verlängern, um sie anschließend auszuleihen.
Jiri Pavlenka: Seine Karriere in Bildern




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