Sanierung des Trainingszentrums

Aufbruch in Werders neue Talent-Welt: Millionenschweres Bauprojekt in der Pauliner Marsch hat offiziell begonnen

Entwurf: So könnte nach den Bauarbeiten der neue Fußball-Campus beim SV Werder Bremen aussehen.
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Entwurf: So könnte nach den Bauarbeiten der neue Fußball-Campus beim SV Werder Bremen aussehen.

Bau-Start! Beim SV Werder Bremen beginnt die millionenschwere Sanierung des Leistungszentrums am Stadion „Platz 11“. So sehen die Pläne für den Aufbruch in die neue Talente-Welt aus.

Bremen – Tarek Brauer war die Freude in jedem Augenblick anzusehen. Der für die Bereiche Organisation und Personal zuständige Geschäftsführer des SV Werder Bremen strahlte förmlich mit der Sonne um die Wette – denn nun geht sie so richtig los, die Sanierung und Modernisierung des Trainingszentrums sowie des Stadions „Platz 11“. „Für uns ist das ein Festtag, denn ab jetzt kann man wahrnehmen und spüren, dass wir uns wirklich optimieren“, sagte er. In der Pauliner Marsch sind die Bagger bereits angerückt, Bauzäune aufgestellt, Container übergangsweise bezogen worden. Am Freitagmittag erfolgte dann auch der obligatorische erste Spatenstich, für den neben Brauer unter anderem Bremens Innensenator Ulrich Mäurer zur Schaufel griff. „Das ist ein bedeutender Schritt und ein großartiger Erfolg für unsere Stadt“, lobte der SPD-Politiker. „Was lange Zeit von bürokratischen und finanziellen Schwierigkeiten geprägt war, wird nun ein wegweisendes Projekt für die sportliche Zukunft Bremens.“

Werder Bremen saniert Trainingszentrum und „Platz 11“ für 42 Millionen Euro - 21 andere Standorte wurden diskutiert

In der Tat war es ein steiniger Weg, der hinter allen Beteiligten liegt. Beim SV Werder Bremen war ursprünglich eine viel größere Lösung anvisiert worden, doch spätestens nach einem Moderationsverfahren stand fest, dass eine Umsetzung vor Ort aufgrund verschiedener Interessenträger nicht zu realisieren war. Also musste eine andere, eine neue Lösung her. Tarek Brauer hat seither viele Gespräche geführt, intensiv diskutiert und Machbarkeiten abgewogen. Insgesamt 21 Ausweichstandorte – teilweise sogar in Niedersachsen – wurden begutachtet, doch am Ende stimmten wirtschaftliche, bauliche und auch infrastrukturelle Faktoren aus Vereinssicht nirgends so gut überein wie im Schatten des Weserstadions. Bei allen Zweifeln, die zwischenzeitlich auftauchten. „Es wäre Quatsch zu sagen, dass es diese nie gegeben hätte“, sagte Brauer. „Was dann hilft, ist eine sorgfältige und strukturierte Standortanalyse. Dadurch gewinnt man neue Überzeugungen – und wenn man die nicht hätte, dann wird es bei solch einem großen Projekt schwierig.“

Genau genommen sind es sogar vier Projekte, die insgesamt ein Kostenvolumen von 42 Millionen Euro aufweisen. Da ist einerseits die Containeranlage, die auf dem Parkplatz P2 errichtet wurde und den Teams des Leistungszentrums sowie des Frauenfußballs bereits als Heimat auf Zeit dient. „Die Rückmeldungen sind sehr gut, schon jetzt hat dadurch eine deutliche Verbesserung der Bedingungen stattgefunden“, betonte Brauer. „Vorher war es schlichtweg nicht mehr zeitgemäß und zumutbar.“ Der 46-Jährige spielte damit vor allem auf die Situation der Kabinen und Sanitäranlagen an „Platz 11“ an – ein Kernaspekt der jetzigen Sanierung. Die Umbauten innerhalb der bestehenden Kubatur kosten circa zehn Millionen Euro, der Betrag wird anhand des Nutzungsverhältnisses aufgeschlüsselt. 50 Prozent übernimmt die SV Werder Bremen GmbH & Co KGaA, der Sport-Verein als solcher ist ebenso wie die Stadt Bremen mit 25 Prozent beteiligt.

Entwurf: So könnten nach dem Umbau beim SV Werder Bremen die Gebäude am Stadion Platz 11 aussehen.

Werder Bremen baut neues Trainingszentrum und Fußball-Campus: Bis Ende 2027 sollen alle Bauarbeiten beendet sein

Darüber hinaus werden die hinter der Bezirkssportanlage liegenden Spielfelder neu angeordnet und aktuellen Standards angepasst. Auch die sogenannte „Wilde Wiese“ wird neu mit Sportmöglichkeiten ausgestattet, zur Kompensation dient eine Ausgleichsfläche auf dem derzeitigen Parkplatz P6. Dieser als Trainingszentrum betitelte Komplex schlägt mit neun Millionen Euro zu Buche. Bleibt noch der sogenannte Fußball-Campus, der neu geschaffen wird und aus der heutigen Sporthalle sowie eines angrenzenden Gebäudes hervorgehen wird. Dieser soll dann das endgültige Zuhause aller Leistungs- und Frauenteams des SV Werder Bremen sein. Die Zustimmung des Beirats liegt bereits vor, die eingereichte Baugenehmigung muss allerdings noch final beschieden werden. „Die Signale aus der Verwaltung sind sehr positiv, sodass es da keine großen rechtlichen Hürden geben wird. Deswegen rechnen wir mit einer Baugenehmigung im Sommer – und dann kann es auch dort losgehen“, sagte Tarek Brauer.

Bis Ende 2027 sollen alle Arbeiten abgeschlossen ein, Teile davon auch schon im Laufe des kommenden Jahres. Unter dem Strich ist die ausgegliederte KG des SV Werder Bremen mit rund 32 Millionen Euro involviert, der Großteil davon kreditfinanziert – was auch ein Verdients des Investoreneinstiegs des regionalen Bündnisses ist, das neben mehr Eigenkapital auch eine höhere Kreditwürdigkeit bei den Banken ermöglichte.

Entwurf: So könnten nach dem Bauarbeiten beim SV Werder Bremen die neuen Trainingsplätze aussehen.

Bei Werder Bremen soll die Förderung von Talenten durch die neue Infrastruktur noch besser funktionieren

Bremens Finanzsenator Björn Fecker, der am Freitag ebenfalls zu den Gästen des offiziellen Baustarts gehörte, lobte: „Wir wissen alle, dass alles, was hier die Pauliner Marsch betrifft, einen besonderen Fokus in der Nachbarschaft hat und auch durchaus emotional diskutiert wird. Dass es euch als Werder Bremen gelungen ist, die entsprechenden Beiratsbeschlüsse nahezu einstimmig hinzukriegen und eine Maßnahme zu schaffen, die keinerlei Wellengang hervorgebracht hat, zeigt, dass ihr eure Rolle als Verein in einem Stadtteil und diesem Gebiet sehr ernsthaft wahrgenommen habt.“

Für Werder Bremen hat somit nach langer Wartezeit endgültig ein neues Kapitel begonnen. Eines, das demnächst dazu führen soll, dass die Talentförderung noch besser funktionieren kann. Oder wie es Tarek Brauer beinahe philosophisch ausdrückte: „Wir sind hier verwurzelt in der Pauliner Marsch. Es geht auch um Wurzeln, die der Rasen schlägt. Und es geht um die Talente, die hier Wurzeln schlagen und dann wachsen sollen. Das ist das Ziel – und mit diesen Baumaßnahmen, die wir jetzt in Angriff nehmen, kommen wir diesem Ziel ein großes Stück näher.“ (mbü)

Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sah Werders marodes Leistungszentrum auf „Platz 11“ bisher aus

Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
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Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
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Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus.
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten: So sieht es aktuell in den maroden Gebäuden am Stadion „Platz 11“ des SV Werder Bremen aus. © gumzmedia

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