Nach Niederlage gegen Heidenheim
Werder-Profi Schmid erklärt sein Tor mit Seltenheitswert
Romano Schmid erzielt ein seltenes Kopfballtor, verliert mit Werder Bremen aber trotzdem gegen den 1. FC Heidenheim. So schätzt der Mittelfeldmann seinen Treffer und die Pleite ein.
Bremen - Mit einer Körpergröße von 1,68 Metern ist Romano Schmid der kleinste Spieler im Aufgebot des SV Werder Bremen, was für sich genommen keine besonders spektakuläre Nachricht ist, während des Heimspiels gegen den 1. FC Heidenheim am Samstagnachmittag aber plötzlich doch zum Thema wurde. 19 Minuten war die Partie alt, als der Österreicher nach schöner Flanke von Senne Lynen im Strafraum auf 1:2 verkürzte - mit dem Kopf. Timing, Entschlossenheit - all das hatte in der Szene gestimmt, was Schmid natürlich freute. Aber eben nicht vorrangig. Schließlich war der erste Bremer Treffer des Nachmittags gleichzeitig auch der letzte gewesen.
Werder Bremen-Torschütze Romano Schmid ärgert sich über Niederlage gegen 1. FC Heidenheim
„Es tut irrsinnig weh“, sagte der 24-Jährige nach der Partie, die ihn von ihrem Ablauf her an das Hinspiel in Heidenheim (2:4) erinnert hatte: „Da hätten wir auch nicht verlieren müssen, und jetzt passiert es uns wieder“, ärgerte sich Romano Schmid - und betonte: „Eigentlich müssen wir bei unseren Chancen heute sogar gewinnen.“ Insgesamt drei Mal war Werder Bremen während des Spiels gegen den Aufsteiger am Pfosten gescheitert, mehr Treffer wären also dicke möglich gewesen. Zumal in Hälfte zwei eine klare Leistungssteigerung zu sehen war. Es gehörte aber auch zur Wahrheit dieses Nachmittags, dass die Hausherren in der ersten Hälfte wenig geglänzt hatten. Das Schmid-Tor bildete da eine Ausnahme.
Trotz Niederlage gegen 1. FC Heidenheim: Werder Bremen um Romano Schmid weiter „mit breiter Brust“
Dass der bisher nicht gerade als Kopfballungeheuer bekannt war, ist dem Mittelfeldspieler natürlich bewusst. Und dennoch: Ein reiner Zufall war der Treffer in seinen Augen nicht. „Ich gehe mehr mit in die Box als früher, das zeichnet mich in dieser Saison aus“, sagte Romano Schmid, der es nach nunmehr 21 Einsätzen auf zwei Treffer und drei Vorlagen bringt. „Ich versuche, da zu sein, wo der Ball vielleicht runterfällt. Heute hat es geklappt. Ich glaube, der Laufweg war sehr gut“, sagte der Torschütze, der die Niederlage des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim nach zuvor sieben ungeschlagenen Partien inklusive zuletzt drei Siegen am Stück nicht als möglichen Knackpunkt sieht: „Wir sind eine geile Mannschaft, lassen uns nicht beirren und gehen auch die nächsten Aufgaben wieder mit breiter Brust an.“ (dco/mbü)