Unentschieden gegen Leverkusen

Schmids Geburtstags-Garantie: Werder-Profi schenkt seinem Sohn ein Tor zum Ehrentag

Romano Schmid erzielte das späte Tor zum 2:2 für Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen - und „schenkte“ es seinem Sohn zum 3. Geburtstag.
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Romano Schmid erzielte das späte Tor zum 2:2 für Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen - und „schenkte“ es seinem Sohn zum 3. Geburtstag.

Beim 2:2 des SV Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen schoss Romano Schmid den späten Ausgleich und „schenkte“ das Tor seinem Sohn zum 3. Geburtstag.

Bremen – Die Zeit drängte. Nicht nur für den SV Werder Bremen im Allgemeinen, sondern auch für Romano Schmid im Speziellen. Der 24-Jährige hatte da schließlich noch ein Versprechen einzulösen. „Als ich heute aus dem Haus gegangen bin, hat mir mein Sohn gesagt, dass ich ein Tor schießen soll – und ich habe ihm geantwortet, dass ich das zu hundert Prozent machen werde“, verriet der Österreicher und schob grinsend hinterher: „Ja, hat funktioniert.“ Das Timing war dabei perfekt. Nicht nur, dass Schmid mit seinem Distanzschuss in der 90. Minute gerade noch das 2:2 der Bremer gegen Bayer Leverkusen besorgte, sondern damit auch noch ein spontanes Geschenk aus dem Hut zauberte. „Mein Sohn ist heute drei Jahre alt geworden und war sogar im Stadion. Das Tor habe ich für ihn geschossen, so wie ich jedes Tor für meine Familie schieße.“

Werder Bremen froh über Romano Schmid und sein Tor gegen Bayer Leverkusen: „Ein Unterschiedsspieler“

Schmids letzter Treffer hatte allerdings schon eine Weile zurückgelegen, in dieser Saison war er bis dato vornehmlich als Vorbereiter in Erscheinung getreten. Ein eigenes Tor hatte es letztmals am 34. Spieltag der vorherigen Saison gegen Bochum gegeben. „Er besitzt einen sehr guten Abschluss und es freut mich, dass er getroffen hat, weil er einfach sehr viel Zeit in diese Abschlüsse investiert“, lobte Werder Bremens Trainer Ole Werner den Offensivmann. „Das ist eine tolle Bestätigung für seine Arbeit der letzten Jahre.“

Romano Schmid ist längst eine unverzichtbare Stütze in diesem Werder-Team, bringt Qualitäten mit, die es so im Kader kein zweites Mal gibt. „Solange ich bei Werder bin, hat Romano immer eine wichtige Rolle bei uns eingenommen. Er arbeitet extrem viel an sich, entwickelt sich stetig weiter“, findet Werner. „Er ist für uns ein Unterschiedsspieler, der auch letzte Woche gegen Wolfsburg schon viele Situationen eingeleitet und kreiert hat. Er hat nochmal an Intensität und im Eins-gegen-Eins dazugewonnen.“

Werder Bremens Romano Schmid freut sich über Tor gegen Bayer Leverkusen: „Ich weiß, dass ich schießen kann“

Ganz ähnlich sieht es auch Romano Schmid selbst. „Ich brauche Mitspieler, um Tore zu schießen. Ich bin keiner, der durch fünf Spieler durchdribbelt und aufs Tor schießt. Ich weiß selbst, dass ich daran arbeiten muss, öfter aufs Tor zu schießen. Ich weiß aber auch, dass ich schießen kann – und das hat man dann auch beim Treffer gesehen.“ Nur der Weg dorthin, der dauerte eben fast genau 90 Minuten. „Klar war, dass ich mir heute irgendwann noch einen Schuss nehme. Ich hatte mir das ganz fest vorgenommen“, sagte Schmid lächelnd. „Der Pass vorher von Derrick war super, der Ball geht genau da hin, wo es der Abwehr wehtut. Es war danach dann nicht mein bester Pass zu Justin, aber er legt ihn dafür perfekt wieder ab, weil er genau weiß, was ich für Bälle brauche.“

Eine Szene, die sicherlich nicht nur, aber eben auch beim gebürtigen Grazer Appetit auf mehr gemacht hat. „Ich könnte diese Bälle sicherlich noch öfter bekommen, denn wenn man die Abwehr ins Fallen bringt und dann schnell rausspielt, hat man die Zeit für zwei schöne Kontakte und einen guten Schuss“, meinte der Profi des SV Werder Bremen, der einen prominenten Vergleich wählte. „Marco Reus hat früher exakt so seine Tore erzielt. Wenn wir das häufiger hinbekommen, ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, Tore zu schießen.“

Romano Schmid über Teamgeist bei Werder Bremen: „Wir lieben uns wahrscheinlich“

Ein ganz zentrales Element auf dem Weg zum Jubeln ist dabei der Zusammenhalt im Team. Oder wie es Romano Schmid fast schon kitschig beschrieb: „Ich würde sogar sagen, dass wir uns wahrscheinlich lieben.“ Warum? Weil die Mannschaft füreinander arbeitet, miteinander kämpft – aber eben auch mal Tacheles redet. „Wir streiten unter der Woche auch mal – und das ist das Schöne, denn es gehört auch dazu, dass wir uns die Meinung sagen können. Das ist außergewöhnlich und gefällt mir. Deshalb sind wir als Mannschaft sehr weit.“ (mbü/dco)

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