Werder-Legende muss sich einer Herz-Operation unterziehen
Lorenz: „Ich will ja noch ein bisschen leben“
Bremen - Max Lorenz sitzt im Auto und ist auf dem Weg ins Bremer Krankenhaus Links der Weser. „Da muss ich jetzt durch“, sagt der 79-Jährige beim Anruf der DeichStube: „Ich bin ja kein Feigling.“
Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, dass die Werder-Legende in der kommenden Woche am Herzen operiert werden muss. Seitdem steht Lorenz' Telefon nicht mehr still. Aber das stört ihn nicht. Er hat die Geschichte schließlich selbst erzählt, „und ich freue mich, dass mir so viele Menschen Mut machen und die Daumen drücken. Ich will ja noch ein bisschen leben.“
Lorenz wird an diesem Tag noch mal umfangreich im Krankenhaus untersucht. Ihm steht schließlich ein alles andere als kleiner Eingriff bevor. Die Aorta am Herzen ist „perforiert“, berichtet Lorenz: „Das ist richtig gefährlich und muss schnell gemacht werden, ansonsten kann es plötzlich vorbei sein.“ Viele würden gar nicht merken, dass sie so ein Problem hätten. Der 79-Jährige wird aber nach einem Schlaganfall im Jahr 2008 regelmäßig untersucht. Dabei wurde die Aorta-Schwäche erkannt.
Lorenz: „Ich schaffe das“
„Ich bin total fit und gut drauf“, sagt Lorenz. Deshalb sei es schon etwas seltsam, sich nun so einer schweren Operation unterziehen zu müssen. Aber sein guter Gesundheitszustand würde diesen schweren Eingriff auch erst möglich machen. „Ich habe da wirklich tolle Ärzte, denen ich absolut vertraue: Die schaffen das – und ich schaffe das auch!“
Wie lange er im Krankenhaus bleiben muss, weiß Lorenz nicht: „Ich will es auch gar nicht wissen, das wird schon alles gutgehen.“ Der Ex-Profi, der 1965 mit Werder den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte holte, denkt immer positiv und klagt nicht.
Lorenz will 80. Geburtstag groß feiern
Da passt es ganz gut, dass Werder, als fußballerischer Dauerpatient der vergangenen Jahre, auf dem Weg der Besserung ist. „Dann geht es mir auch immer gleich etwas besser“, sagt Lorenz, der natürlich eine Ehrenkarte für das Weserstadion besitzt. Am Sonntag im Heimspiel gegen Nürnberg wird er sie aber nicht nutzen.
„Ich denke, das würde dann doch etwas zu viel für mich“, sagt Lorenz, der sich aber keineswegs verstecken will. Das war noch nie sein Ding. Und so schaut er schon auf den 19. August 2019: „Da werde ich 80 – und das will ich groß mit meiner Familie und meinen Freunden feiern.“
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