Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Co-Trainer Florian Bruns, Chefcoach Alexander Nouri, Co-Trainer Markus Feldhoff (v.l.n.r): So sah das Trainerteam zuletzt aus, aber nun gibt es Veränderungen.
Bremen - Es war ein Wartespiel, aber nicht so ein langes wie bei der Vertragsverlängerung: Mit fünfminütiger Verspätung begann die Pressekonferenz anlässlich des neuen Kontrakts für Trainer Alexander Nouri.
Der zeigte sich aber keineswegs euphorisch, sondern eher etwas zurückhaltend - auch beim Formulieren seiner Ziele mit Werder. Und er wollte auch noch nicht verraten, mit welchem Trainerteam er in Zukunft zusammenarbeiten will.
„Wir wollen die Entwicklung Schritt für Schritt weitergehen, Spieler fördern und fordern“, nannte Nouri als sein Ziel für die Zukunft. Ein bisschen konkreter wünschten es sich die Journalisten und bekamen von Nouri folgende Antwort: „Für uns ist es wichtig, eine souveräne Saison zu spielen, eine gewisse Stabilität zu bekommen.“ Keine Träume von Europa, keine Visionen? Da sprang Sportchef Frank Baumann seinem Trainer zur Seite.
Europa League als Saisonziel der neuen Saison
Der Ex-Profi hatte kürzlich in einem Interview mit Radio Bremen den Angriff auf die internationalen Plätze als Saisonziel genannt. Doch das relativierte Baumann nun. „Unser Ziel ist es, eine stabile Saison zu spielen - möglichst von Beginn an. Wenn man deutlich früher in diesem Bereich der Tabelle ist, kann man auch mal die Europa-League-Plätze angreifen, mehr als dieses Jahr. Wir wollen demütig sein, wir wissen, dass der Konkurrenzkampf groß sein wird.“
Vielleicht klappt es ja auch noch in dieser Saison mit Europa. Davon sprechen wollten die Beteiligten zwar nicht, aber Nouri betonte immerhin: „Wir haben jetzt in Dortmund noch ein ganz wichtiges Spiel zu bestreiten.“ Deswegen scheute sich der Coach auch, intensiver in die Zukunft zu blicken: „Wir tun gut daran, den Moment und die Gegenwart zu beeinflussen. Alles weitere beantworte ich gerne nach dem Dortmund-Spiel.“
Dann soll es auch Klarheit im Trainerteam geben. Dabei sind Veränderungen sehr wahrscheinlich. Nicht mal seinen engsten Vertrauten, Markus Feldhoff und Florian Bruns, gab Nouri eine Jobgarantie. Die Zukunft von Torwarttrainer Christian Vander und Athletikcoach Günther Stoxreiter ist ohnehin ungewiss. „Nächste Woche gibt es da Entscheidungen“, kündigte Baumann an. Wer diese Entscheidungen treffen wird, ist klar: Nouri.
Er ist der neue starke Mann bei Werder. Und er bekam viel Lob von Baumann: „Er hat der Mannschaft eine Handschrift gegeben, hat die Spieler weiterentwickelt und war erfolgreich. Er bringt den Werder-Bezug mit und identifiziert sich mit dem Verein. Deswegen gab es bei uns auch keine Diskussionen, den Weg nicht mit ihm weiterzugehen.“ Nouri revanchierte sich kurz darauf: „Danke für das Vertrauen. Danke an das Team. Ich bin hier im Verein mit groß geworden. Wir sind hier heimisch, wir leben hier. Dass es für mich und auch meine Familie etwas Besonderes ist, das ist doch klar.“