Vertragsgespräche haben begonnen
Bode und Baumann sind sich schon ziemlich einig
Zell - Für Aufsichtsratschef Marco Bode ist die Sache ziemlich klar. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns mit Frank Baumann verständigen werden“, erklärte der Ex-Profi auf Nachfrage der „DeichStube“ im Trainingslager in Zell am Ziller und meinte zum Stand der Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung des Sportchefs: „Die Gespräche haben jetzt begonnen.“
Am Dienstagmorgen ist das gewesen – im Garten des Sonnenhof-Hotels, wo der Aufsichtsrat untergebracht ist. Das bestätigte nun auch Baumann, der ebenfalls mit einer Einigung rechnet. Sein Kontrakt läuft am Ende der Saison aus.
Zuvor hatte sich Baumann im Gespräch mit der „DeichStube“ noch sehr zurückhaltend gegeben. In den ersten Treffen mit dem komplett ins Zillertal gereisten Aufsichtsrat sei es nicht um seinen Vertrag gegangen. Das hat sich nun geändert.
Noch keine Details
Um Details einer Vertragsverlängerung sei es aber noch nicht gegangen, schon gar nicht um Zahlen, betonte Bode. Ein Austausch eben, aber noch lange kein Abschluss. Der soll in Bremen folgen. Gerne zeitnah. „In diesem Sommer“, meinte Bode und fügte noch an: „Es wird nicht mehr lange dauern.“ Denn grundsätzlich seien sich beide Parteien ja einig. „Wir wollen gerne mit Frank weitermachen, das haben wir schon mehrfach betont“, sagte Bode: „Und auch Frank hat uns das Signal gegeben, dass er gerne bei uns weiterarbeiten will.“ Angesprochen darauf, antwortete Baumann mit einem breiten Grinsen: „Das stimmt, da kann man Marco schon vertrauen.“
Eine Überraschung ist das nicht. Baumann hat seit seinem Amtsantritt vor gut zwei Jahren als Nachfolger von Thomas Eichin insgesamt einen guten Job gemacht, wenngleich er es nicht verhindern konnte, dass Werder weiterhin um den Klassenerhalt kämpfen musste. Das könnte sich nun ändern, Baumann die Früchte seiner Arbeit ernten. Darauf setzt auch der Aufsichtsrat.
Werder setzt auf Kontinuität
Der Kontrollausschuss, der vor einem Jahr schon den Vertrag mit Geschäftsführer Klaus Filbry verlängert hat, setzt auf Kontinuität. Das gilt auch für den dritten Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald, wie Bode feststellte. Doch da müsse die formale Reihenfolge eingehalten werden. Dieser Geschäftsführer wird vom Verein bestimmt. Im Herbst muss sich Hess-Grunewald als Präsident wieder zur Wahl stellen – und dann auch als Geschäftsführer entsendet werden. Erst dann kommt der Aufsichtsrat ins Spiel. Ganz unumstritten ist der 57-Jährige im Club nicht.
Die Personalie Baumann dürfte da schon längst erledigt und ein neuer Vertrag mit einer Laufzeit von wahrscheinlich wieder drei Jahren unterschrieben worden sein.
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