Ex-Werder-Sportdirektor verzichtet am Samstag auf Rückkehr ins Weserstadion
Schröder: "Es war meine Entscheidung"
Mainz - Für Rouven Schröder war die Sache sofort klar. „Ich fände es unpassend, wenn ich am Samstag mit Mainz als Gegner ins Weserstadion kommen würde“, sagt der 40-Jährige und betont: „Das war meine Entscheidung.“
Sein Vertrag als Sportdirektor bei Werder ist bereits Ende Februar aufgelöst worden, Schröder also ab dem 1. März frei. Beim FSV Mainz wird Schröder Nachfolger von Manager Christian Heidel, der zur neuen Saison zum FC Schalke 04 wechseln wird. Vorher soll Heidel den neuen Mann aus Bremen noch einarbeiten. Vergangenen Dienstag hatte sich Schröder in Bremen vom Trainerstab, Mannschaft und Mitarbeitern des Clubs verabschiedet.
„Das ist das Geschäft. Er hat die Möglichkeit, den nächsten Schritt zu machen“, zeigt Kapitän Clemens Fritz durchaus Verständnis für Schröders Entscheidung, ist aber auch ein bisschen gespannt: „Bis vor einer Woche hat er noch uns die Daumen gedrückt. Ich weiß nicht, wem er am Wochenende die Daumen drückt.“ Gerade, um diesem Konflikt vor Ort zu entgehen, hat sich Schröder für ein Fernbleiben entschieden. Schließlich war er anderthalb Jahre ganz nah dran an der Bremer Mannschaft, er saß bei den Spielen stets auf der Bank.
Seinen Platz dort hat nun Thomas Eichin eingenommen. Der Sportchef betont, dass Schröders Weggang intern kompensiert werden könne. Fritz sieht es grundsätzlich ähnlich. „Ich denke, wir können das auffangen“, sagt der 35-Jährige, schiebt aber noch ein nicht uninteressantes „hoffe ich“ hinterher. Es muss sich eben erst noch zeigen, was Schröders Wechsel zu einem Bundesliga-Konkurrenten tatsächlich bedeutet.
kni