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Solna/Kopenhagen - Große Chance Ludwig Augustinsson, großes Problem Thomas Delaney: Die Hinspiele in den WM-Playoffs sind für die beiden Werder-Profis ziemlich unterschiedlich.
Während Augustinsson mit Schweden überraschend ein 1:0-Sieg über den viermaligen Weltmeister Italien gelang, kam Delaney mit Dänemark ebenso überraschend gegen Irland nicht über ein 0:0 hinaus. Augustinsson kann also vor dem Rückspiel heute in Mailand auf den großen Coup und das WM-Ticket hoffen. Delaney muss dagegen befürchten, am Dienstag in Dublin eine große Enttäuschung zu erleben.
Iren-Abwehr wie Konservenbüchse
Irland ist das Land, aus dem die Vorfahren seines Vaters stammen, Delaney trägt noch den typisch irischen Nachnamen. Doch wenn es im Rückspiel um alles oder nichts geht, zählt das nicht. „Wir können ein 1:1 schaffen, dann sind wir bei der WM dabei. So gesehen ist das 0:0 in Ordnung – aber es war der erwartete und befürchtete harte Kampf“, sagte Delaney.
Die Dänen kamen zwar auf 65 Prozent Ballbesitz und ein paar gute Chancen, doch schlussendlich gelang es nicht, das irische Abwehrbollwerk zu knacken. Delaney gegenüber der dänischen Zeitung „Tipsbladet“: „Wir sind immer wieder angerannt. Doch es war ein bisschen so, als würde man versuchen eine Konservenbüchse mit den bloßen Händen zu öffnen.“ Gelingt selten.
Augustinsson: Italien hat schmutziger gespielt
Die Schweden haben gegen Italien einmal getroffen und stehen folglich mit einem Bein in der WM-Endrunde in Russland. Das Rückspiel, so befürchtet es Augustinsson, wird am Montag aber nochmal eine echt harte Nuss. Und ein dreckiges Spiel möglicherweise noch dazu. Schon das Hinspiel war nach Ansicht des Linksverteidigers von Schauspielerei und Nickligkeiten geprägt.
Italien-Verteidiger Leonardo Bonucci klagte die Schweden an, Augustinsson feuerte jedoch verbal zurück. „Es war ein bisschen hitzig. Aber wenn es ein Team gab, das schmutziger gespielt hat als das andere, dann war es Italien“, sagte er auf „expressen.de“ und forderte sein Team auf, Gleiches mit Gleichem zu vergelten: „Wir müssen das im Rückspiel zurückzahlen.“