Duo noch nicht heiß gelaufen
Osako: „Kruse und ich werden funktionieren“
Bremen/Köln - In Köln wird derzeit mit dem Scheinwerfer zurück in die Vergangenheit geleuchtet. Im Spotlight: Anthony Modeste. Seit Mittwoch trainiert der Franzose, der den Club in der Saison 2016/17 mit 25 Toren in die Europa League katapultierte, wieder beim FC. Sein starker Adjutant in der Super-Saison war Yuya Osako und spielt längst beim SV Werder.
Modeste und er waren einst ein tolles Gespann, jetzt sucht der eine einen neuen Verein und der andere noch die perfekte Bindung zu seinem neuen Sturmpartner Max Kruse. Obwohl Osako überzeugend in die Saison gestartet ist, sich sofort einen Stammplatz gesichert hat und insgesamt als Belebung der Offensive gesehen wird, fehlt eines noch: eine Torproduktion mit Kruse. Weder hat Osako für Kruse ein Tor aufgelegt noch Kruse für Osako. Volle Harmonie ist das nicht.
Aber der Japaner sagt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch Kruse/Osako ähnlich liefern werden, wie einst Modeste/Osako. „Max und ich werden funktionieren“, verspricht der 28-Jährige: „Max ist ein toller Spieler, und ich habe ein gutes Gefühl, wenn wir zusammen auf dem Platz stehen.“ Beim 1:2 in Stuttgart bildeten Osako und Kruse einen Zweier-Sturm. „Chancen haben wir uns ja erarbeitet“, meint WM-Teilnehmer Osako, „leider ist kein Tor draus gefallen. Die werden aber irgendwann kommen.“
Osako hält Modeste-Comeback in der Bundesliga für möglich
Mit Modeste ging vor zwei Jahren alles fast von alleine. Der Franzose traf nach Belieben, der Japaner lieferte in der Saison acht Assists, war selbst auch siebenmal erfolgreich. Die Kombination aus dem robusten Mittelstürmer und dem technisch versierten und spielstarken Zulieferer galt als ideal. Jetzt in Bremen hat Osako einen solchen Partner nicht. Wünscht er sich etwa Modeste zurück? Der 30-Jährige wäre zu haben, seit Mittwoch trainiert er nach seinem gescheiterten China-Engagement wieder bei den „Geißböcken“ – wenn auch nur bei der U21.
Fotostrecke: Das ist Yuya Osako




Es ist ein Freundschaftsdienst des aktuellen Zweitligisten an den ehemaligen Spieler. Und auch wenn im Moment alles völlig offen ist, hält Osako ein Modeste-Comeback in der Bundesliga absolut für möglich: „Die Qualität dafür hat er fraglos“, sagt der schüchterne Angreifer, „mir hat es immer Spaß gemacht, mit ihm zu spielen.“ Was aber nicht heißt, dass er auf eine Re-Union bei Werder hofft. Oder doch? Osako lacht, weicht der Frage aus: „Das beantworte ich, falls es so kommen sollte.“
Sein Gesicht sagt, dass er es nicht für sonderlich wahrscheinlich hält, dass der angeblich vertragslose (und damit ablösefreie) Modeste nochmal an seiner Seite spielen wird. Muss auch nicht, sagt er – denn: „Ich bin sehr glücklich damit, wie unsere aktuelle Mannschaft zusammengestellt ist. Es war schön mit Anthony Modeste, aber hier bin ich vollkommen zufrieden.“
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