„Eine blanke Zumutung“

GDL-Streik: Bahn-Notfahrplan laut Weselsky „nicht zu fahren“

Die GDL will diese Woche wieder streiken. Danach sollen Wellenstreiks ohne Ankündigung kommen. Einen Notfahrplan wird die Bahn dann nicht mehr einsetzen können, so Weselsky.

Berlin – Der März wird ein harter Monat für Pendler und Reisende: Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Gewerkschaft GDL zu einem 35-stündigen Streik aufgerufen, der auch im Personenverkehr Ende diese Woche startet und endet. Danach soll in Wellen ohne Ankündigung gestreikt werden.

Weselsky: Notfahrplan durch Wellenstreiks nicht mehr einsetzbar

GDL-Chef Claus Weselsky kündigte am Montag in Berlin an, zunächst werde im Personenverkehr bundesweit ab Donnerstagmorgen 02:00 Uhr gestreikt, im Güterverkehr schon ab Mittwoch 18:00 Uhr. Der Streik werde 35 Stunden dauern und Freitag 13:00 Uhr enden. Für diese Woche wird die Deutsche Bahn wohl mit Müh und Not noch einen Notfahrplan auf die Beine stellen können – auch wenn natürlich mit massiven Zugausfällen und Einschränkungen zu rechnen ist.

So kündigte der Konzern schon ein „Grundangebot“ für den Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr an. Es sei jedoch ratsam, frühzeitig einen Sitzplatz zu buchen. Auch im Regionalverkehr soll es einen Notfahrplan geben, der sich jedoch regional stark unterscheide. Generell bittet die Deutsche Bahn in einer Mitteilung die Reisenden, sich 24 Stunden vor Fahrtantritt erneut über ihre Verbindung zu informieren. 

Die GDL wird wieder streiken – und erschwert es der Bahn, einen Notfahrplan zu erstellen. (Symbolbild)

Danach werde es aber laut Weselsky weitere Wellen-Streiks geben, die nicht mit der sonst üblichen Frist von 48 Stunden und Länge angekündigt würden. Damit werde die Bahn auch keinen Notfahrplan mehr einsetzen können, so Weselsky. Für die Kunden bedeute dies, dass die Bahn kein verlässliches Verkehrsmittel mehr sei.

Deutsche Bahn: „Diese sogenannten Wellenstreiks sind eine blanke Zumutung für unsere Fahrgäste“

Die DB kritisiert das Vorgehen der GDL in einer Mitteilung scharf: „Diese sogenannten Wellenstreiks sind eine blanke Zumutung für unsere Fahrgäste.“ Und weiter: „Viele Millionen Menschen in unserem Land können nicht Zug fahren, weil die GDL-Führung nicht willens ist, Kompromisse einzugehen“, monierte zudem Personalvorstand Martin Seiler am Montag nach der erneuten Streikankündigung der GDL.

Weselsky machte dagegen die Deutsche Bahn für das Scheitern der Gespräche verantwortlich. Diese habe sich vor allem bei der Reduzierung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden nicht ausreichend bewegt. Daran habe auch die Teilnahme von Moderatoren nichts geändert.

Mit Material von Reuters

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Bodo Marks

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