CO₂-Aufschlag

Lkw-Maut: DIHK schlägt Alarm – Speditionen vor dem Aus

LKW
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Der CO₂-Aufschlag bei der Lkw-Maut sorgt bei den Speditionen für große Sorgen. (Archivbild)

Der CO₂-Aufschlag bei der Lkw-Maut sorgt bei den Speditionen für große Sorgen. Die DIHK warnt davor, dass die Erhöhung viele Transporteure in erhebliche Schwierigkeiten bringen könnte.

Berlin – Für kommenden Dezember ist ein CO₂-Aufschlag bei der Lkw-Maut geplant. Die Transportbranche schlägt nun deshalb Alarm. Denn diese Erhöhung kann nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) für viele Speditionen das Aus bedeuten.

Lkw-Maut: DIHK warnt vor Problemen bei Spediteuren

„Uns erreichen täglich Anrufe aus der IHK-Organisation, die uns vor dem Aus insbesondere vieler mittelständischer Transporteure warnen“, sagte Verbandspräsident Peter Adrian der Wirtschaftswoche. Die Erhöhung zum 1. Dezember belaste die Transportbranche mit zusätzlich rund 7,6 Milliarden Euro im Jahr.

Die DIHK appelliert deshalb an die Regierung, die geplante Mauterhöhung zu verschieben. Denn auch wenn die betroffenen Spediteure die Mautgebühren vollständig an ihre Kunden weitergeben würden, würde sich deren Liquidität verschlechtern, weil zwischen der Mautzahlung und dem Zahlungseingang durch die Kunden häufig sechs bis acht Wochen vergingen, so der DIHK gegenüber dem Magazin..

Lkw-Maut soll Anreize für klimafreundliche Lastwagen setzen

Um Anreize für klimafreundliche Lastwagen zu setzen, will die Bundesregierung ab 1. Dezember einen CO₂-Aufschlag bei der Lkw-Maut erheben. Emissionsfreie Lkw, von denen es vergleichsweise wenige gibt, sollen im Gegenzug bis Ende 2025 von der Maut befreit werden. Ab Juli nächsten Jahres soll zudem die Untergrenze, ab der die Lkw-Maut erhoben wird, von 7,5 Tonnen auf ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen sinken. Handwerksbetriebe will man davon allerdings ausnehmen.

Die milliardenschweren Mehreinnahmen aus der Lkw-Maut sollen dann vor allem für die Schiene verwendet werden – das ist ein Kurswechsel, denn bisher werden die Mauteinnahmen für die Bundesfernstraßen verwendet. Die Lkw-Maut gilt auf Bundesautobahnen und Bundesstraßen.

Im Gesetzentwurf heißt es, die Mautkosten machten nur einen geringen Anteil der Transportkosten und somit einen noch geringeren der Gesamtkosten des Endprodukts aus. Die Auswirkungen auf das Verbraucherpreisniveau seien daher „marginal“. Die betroffene Transportbranche sieht das allerdings anders und warnt auch vor höheren Preisen in Supermärkten und Co.

Mit Material von dpa

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