Wirtschaftsministerin im Visier

„Wie wär's, wenn Sie mal mehr arbeiten?“ CDU-Ministerin Reiche wird gegrillt – Druck wächst

Der Wirtschaft geht es schlecht und Ministerin Katherina Reiche (CDU) steht in der Kritik. Ihr wird die Eignung zum Job abgesprochen und Lobbyismus-Nähe vorgeworfen.

Es war kein Wohlfühltermin für Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche. Am Freitagvormittag gab die CDU-Politikerin im Bundestag ihre Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht mit mauen Ergebnissen: Dieses Jahr soll es ein Wachstum von 1,0 Prozent geben, 2027 werden 1,3 Prozent prognostiziert. „Wir sehen wieder Licht auf der Strecke“, sagte Reiche. Die Opposition sieht das anders.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gerät immer stärker unter Druck – auch wegen des Vorwurfs von Interessenskonflikten.

Reiche sprach von ermutigenden Nachrichten. „Die Binnenwirtschaft wacht auf.“ Das Wachstum sei kein Zufall, „das ist Ergebnis einer gezielten Wirtschafts- und Finanzpolitik“, so die Ministerin. Mit dieser positiven Lesart steht Reiche außerhalb ihrer Partei aber recht einsam da. Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Wirtschaftsinstitute halten das schüchterne Wachstum angesichts des jahrelangen Schrumpfens der deutschen Ökonomie für zu wenig. Selbst der Koalitionspartner in Person von Armand Zorn (SPD) gab zu, dass die Prognose kein Grund zum Jubeln sei, weil private Investitionen zu niedrig seien und die Nachfrage in den Schlüsselindustrien zu schwach. Zorn forderte ein neues Wirtschaftsmodell für Deutschland.

CDU-Ministerin Reiche heftig unter Druck

Wie im falschen Film hat sich nach eigener Aussage Grünen-Parteichef Felix Banaszak gefühlt. Er sagte, die Menschen hätten an Bundeskanzler Friedrich Merz und Ministerin Reiche als Kenner der freien Wirtschaft hohe Erwartungen gehabt. Doch: „Nix da“, so Banaszak. „1 Prozent Wachstum, 0,6 Prozent davon wegen Schulden, die Sie über Jahre verschimpft haben – und die wir Ihnen ermöglicht haben“, so Banaszak mit Bezug auf die Reform der Schuldenbremse, die mehr Investitionen erlaubt und damit zum Wachstum beiträgt. Die nötige Mehrheit für die Änderung lieferten der Regierung die Grünen.

Banaszak grillte Reiche auch bezüglich des jüngsten CDU-Vorstoßes, die Menschen müssten mehr arbeiten. „Wie wär's, wenn Sie mal mehr arbeiten würden, Frau Reiche“, schimpfte der Grüne in Richtung Ministerin. In 269 Tagen im Amt habe Reiche lediglich zwei Gesetze im Wirtschaftsbereich durch den Bundestag gebracht, so der Vorwurf. „Wenn das die Ambition für die nächsten Jahre ist, na dann gute Nacht“, so Banszak. Niemand habe mit Blick auf diese Regierung noch Hoffnung und Reiche lasse sich ihre Gesetze eher von EON und RWE statt von ihrem Ministerium schreiben, so der harte Vorwurf an die ehemalige Geschäftsführerin von Westenergie. „Sie sind der lebende Beweis dafür, dass Wirtschaftslobbyismus und Wirtschaftskompetenz nicht das Gleiche sind“, so der Grünen-Chef.

Neue Wirtschaftsministerin Katherina Reiche: Hinter den Kulissen war sie die ganze Zeit dabei

Katherina Reiche (M.) ist schon lange dabei. 1998 kam sie erstmals in den Deutschen Bundestag und wurde 2002 von Edmund Stoiber (r.) als Expertin für Familienpolitik zusammen mit Angela Merkel ins Team geholt.
Katherina Reiche (M.) ist schon lange dabei. 1998 kam sie erstmals in den Deutschen Bundestag und wurde 2002 von Edmund Stoiber (r.) als Expertin für Familienpolitik zusammen mit Angela Merkel ins Team geholt. Damals war sie als Unverheiratete mit ihrem zweiten Kind schwanger, was innerhalb der christlich-konservativeren Seite der Union für Unmut sorgte. 2003 heiratete sie ihren Lebensgefährten Sven Petke.  © Thomas Koehler
Im Wahlkampf 2005 unterstützte Reiche die Kandidatur von Angela Merkel, die daraufhin Kanzlerin wurde.
Im Wahlkampf 2005 unterstützte Reiche die Kandidatur von Angela Merkel, die daraufhin Kanzlerin wurde. Nach der Wahl wurde sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag. Sie war für die Bereiche Bildung, Forschung, Umwelt, Naturschutz und Atomsicherheit zuständig.  © IMAGO
Katherina Reiche heiratete Sven Petke, der ebenfalls CDU-Abgeordneter war und der Vater ihrer drei Kinder ist. Seit Jahren sind die beiden aber getrennt.
Katherina Reiche heiratete Sven Petke, der ebenfalls CDU-Abgeordneter war und der Vater ihrer drei Kinder ist. © IMAGO
Katherina Reiche und Sven Petke
Hier besuchte Kaherina Reiche und Sven Petke ein klassisches Konzert im Grand Hyatt Hotel am Potsdamer Platz im Jahr 2003. Im selben Jahr gaben sich die Beiden auch das Ja-Wort. Mittlerweile leben sie aber getrennt voneinander. © imago
2009 wurde Katherina Reiche als Parlamentarische Staatssekretärin ins Bundesumweltministerium berufen (hier im Bundestag, 2010).
2009 wurde Katherina Reiche als Parlamentarische Staatssekretärin ins Bundesumweltministerium berufen (hier im Bundestag, 2010). Sie war damit im zuständigen Haus, als Deutschland den Atomausstieg beschloss. Sie hat die Nutzung der Kernenergie aber immer befürwortet und stimmte noch im Herbst 2010 für die Laufzeitverlängerung.  © Thomas Trutschel
Katherina Reiche, Norbert Röttgen und Ursuka Heinen
imago53568798.jpg © imago
Reiche ist mit ihren Positionen immer wieder angeeckt. Jahrelang hat sie sich zum Beispiel gegen die Ehe für alle ausgesprochen (hier im Bild bei Maischberger 2012).
Reiche ist mit ihren Positionen immer wieder angeeckt. Jahrelang hat sie sich zum Beispiel gegen die Ehe für alle ausgesprochen (hier im Bild bei Maischberger 2012). „Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften […] Neben der Euro-Krise ist die demografische Entwicklung die größte Bedrohung unseres Wohlstands“, sagte sie 2012 zur Bild-Zeitung. Dafür wird sie bis heute scharf kritisiert. Seit 2017 ist die Ehe für alle in Deutschland möglich.  © IMAGO
2013 wechselte Katherina Reiche ins Verkehrsministerium, wo sie unter Alexander Dobrindt (CSU) Parlamentarische Staatssekretärin wurde.
2013 wechselte Katherina Reiche ins Verkehrsministerium, wo sie unter Alexander Dobrindt (CSU) Parlamentarische Staatssekretärin wurde. Heute darf sie wieder mit Dobrindt an einem Kabinettstisch sitzen – er wird Innenminister.  © Michael Gottschalk
Katherina Reiche, Boris Pistorius, Johann Wadephul, Alexander Dobrindt
Ihrem ehemaligen Vorgesetzten Alexander Dobrindt (r.) begegnet Katherina Reiche (l.) nun im Kabinett von Friedrich Merz wieder. Dobrindt vertritt dort als Innenminister auch die bayerische Schwesterpartei CSU. Ebenfalls regelmäßig auf der Regierungsbank Platz nehmen werden SPD-Politiker Boris Pistorius (2.v.l.) in seiner Rolle als Verteidigungsminister und Johann Wadephul (CDU), den Merz zu seinem Außenminister machte.  © imago
2015 entschied Reiche, dass sie in die Wirtschaft wechseln will und legte ihr Abgeordnetenmandat nieder. Sie wurde im Februar diesen Jahres zur Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VkU).
2015 entschied Reiche, dass sie in die Wirtschaft wechseln will und legte ihr Abgeordnetenmandat nieder. Sie wurde im Februar 2015 zur Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VkU).  © Imagos
Als Chefin des VkU hat sie die kommunale Wirtschaft vertreten. Hauptaufgabe des Verbands ist es, die 1592 Mitglieder, die vor allem in der Energie-, Wasser- und Abfallversorgung tätig sind, zu unterstützen.
Als Chefin des VkU hat sie die kommunale Wirtschaft vertreten. Hauptaufgabe des Verbands ist es, die 1592 Mitglieder, die vor allem in der Energie-, Wasser- und Abfallversorgung tätig sind, zu unterstützen.  © IMAGO
2018 hat sie zum Beispiel zusammen mit dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eine Absichtserklärung unterzeichnet, dass die Nachrüstung aller Lkw-Flotten mit Abbiege-Assistenten ermöglichen sollte.
2018 hat sie zum Beispiel zusammen mit dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eine Absichtserklärung unterzeichnet, dass die Nachrüstung aller Lkw-Flotten mit Abbiege-Assistenten ermöglichen sollte.  © IMAGO
Katherina Reiche in ihrer Funktion als Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen
Im Jahr 2017 begutachtete Katherina Reiche in ihrer Funktion als Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) die Bauarbeiten des Kreuzbergtunnels in Berlin. Begleitet wurde die heutige Wirtschaftsministerin von Jörg Simon, damals als Vorstand der Berliner Wasserbetriebe tätig. © IMAGO
Im Herbst 2019 machte Katherina Reiche bekannt, dass sie den VkU verlassen wird und an die Spitze des Energiekonzerns Westenergie wechseln wird.
Im Herbst 2019 machte Katherina Reiche bekannt, dass sie den VkU verlassen wird und an die Spitze des Energiekonzerns Westenergie wechseln wird. Diesen Job hatte sie seit 1. Januar 2020 inne.  © IMAGO
Ebenfalls 2020 wurde Reiche die Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrats, das am 10. Juni 2020 einberufen wurde.
Ebenfalls 2020 wurde Reiche die Vorsitzende des Nationalen Wasserstoffrats, das am 10. Juni 2020 einberufen wurde. Der Wasserstoffrat berät die Bundesregierung beim Ausbau von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft.  © IMAGO
Als Vorsitzende von Westenergie hat sie NRW die Energiewende vorangetrieben und gestaltet. Dazu musste der Kontakt in die Politik intakt bleiben: Hier ist Katherina Reiche mit Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur (Grüne) bei einem Termin.
Als Vorsitzende von Westenergie hat sie NRW die Energiewende vorangetrieben und gestaltet. Dazu musste der Kontakt in die Politik intakt bleiben: Hier ist Katherina Reiche mit Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur (Grüne) bei einem Termin.  © Imago
Dann die Überraschung: Im April 2025 wird bekannt, dass Katherina Reiche für das Amt der Wirtschaftsministerin im Kabinett Merz gehandelt wird.
Dann die Überraschung: Im April 2025 wird bekannt, dass Katherina Reiche für das Amt der Wirtschaftsministerin im Kabinett Merz gehandelt wird. Zuvor hatte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann seine Absage erteilt – damit war der absolute Favorit aus dem Rennen. Am 28. April bestätigte Merz dann Reiche als designierte Ministerin.  © Florian Gaertner/IMAGO
Karl-Theodor zu Guttenberg und Katherina Reiche
Auch überraschend kam die Information, dass Reiche mittlerweile mit dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zusammen ist. Das Paar ist wohl schon seit einiger Zeit liiert, hatte aber bisher Gerüchte über eine Partnerschaft nie bestätigt. © Sebastian Gollnow/Kay Nietfeld/dpa
Katherina Reiche und Karl-Theodor zu Guttenberg
Öffentlich machten Katherina Reiche und Karl-Theodor zu Guttenberg ihre Beziehung im April 2025. Guttenberg ist aber nicht nur der neue Partner Reiches, er ist auch einer ihrer Vorgänger. Im Jahr 2009 bekleidete er für rund acht Monate das Amt des Wirtschaftsministers. Noch im selben Jahr wurde Guttenberg Verteidigungsminister und besuchte gemeinsam mit Reiche das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam. © imago
Katherina Reiche als Bundesministerin für Wirtschaft und Energie
Aus den Gerüchten wurde Gewissheit. Friedrich Merz holte Katherina Reiche als Bundesministerin für Wirtschaft und Energie in sein Kabinett. Am 06.05.2025, kurz nach der Kanzlerwahl von Merz, legte Reiche in dessen Beisein ihren Amtseid vor der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ab. © Michael Kappeler/dpa
Friedrich Merz (l.) geht mit Reiche ein gewisses Risiko ein. In der Wirtschaft wird ihre Nominierung zwar gelobt, innerhalb der Partei gibt es aber Grummeln darüber.
Friedrich Merz (l.) geht mit Reiche ein gewisses Risiko ein. In der Wirtschaft wird ihre Nominierung zwar gelobt, innerhalb der Partei gibt es aber Grummeln darüber. Mehrere starke Landesverbände sind bei der Besetzung der Posten leer ausgegangen – stattdessen kommt eine aus der letzten Reihe zum Zug. Katherina Reiche wird liefern müssen, um sowohl die Partei als auch die Wirtschaft zu beruhigen.  © IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler
Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz
Im 19-köpfigen Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz ist Katherina Reiche (4. v. l.) eine von acht Frauen. Sie ist außerdem die erste Frau, die in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zur Wirtschaftsministerin berufen wurde. © imago
Katherina Reiche erstmals als Chefin das Minsterium für Wirtschaft und Energie
Einen Tag nach ihrer offiziellen Vereidigung im Bundestag betrat Katherina Reiche erstmals als Chefin das Ministerium für Wirtschaft und Energie. Dort übergab der bisherige Wirtschaftsminister Robert Habeck offiziell die Amtsgeschäfte an seine Nachfolgerin. © Hannes P Albert/dpa
Übergabe des Bundeswirschaftsministerium von Robert Habeck an Katharina Reiche
In ihrer Antrittsrede vor der Belegschaft des Wirtschafsministeriums bedankte sich Katherina Reiche bei Robert Habeck. Den Grünen-Politiker überschüttete Reiche dabei mit Lobeshymnen. Er habe eine „fast übermenschliche Leistung“ in seiner Amtszeit erbracht, so Reiche. © IMAGO/Matthias Gränzdörfer
Katherina Reiche, die Wirtschafstministerin im Kabinett unter Kanzler Friedrich Merz
Unter den Namen der ehemaligen Wirtschaftsminister finden sich neben Katherina Reiches Vorgänger Robert Habeck und ihrem Lebensgefährten Karl Guttenberg weitere prominente Politiker. Unter anderem zwei spätere Bundeskanzler: Sowohl der zweite Bundeskanzler Deutschlands, Ludwig Erhard (CDU), als auch der fünfte Regierungschef, Willy Brandt (SPD), waren als Wirtschaftsminister tätig, ehe sie zu Bundeskanzlern aufstiegen. Ob auch Reiche in der Zukunft derartige Karrierepläne verfolgen wird, bleibt abzuwarten. © Michael Kappeler

Der Rundumschlag markiert die nächste Reihe schwerer Vorwürfe der Grünen gegen die Ministerin. Wegen Reiches Teilnahme am „Moving MountAIns“-Gipfel im österreichischen Seefeld im vergangenen Oktober musste sich Reiche am 14. Januar sogar im Wirtschaftsausschuss befragen lassen. Ein Interessenkonflikt steht im Raum. Reiche sei in Tirol als Bundesministerin und sogar als „Ihre Exzellenz“ vorgestellt worden, schrieb etwa der Spiegel – obwohl sie nach eigenen Angaben privat dort war. Vor Ort waren einflussreiche Personen wie der griechische Verteidigungsminister oder Albaniens Ministerpräsident. Eine derart hochkarätig besetzte Veranstaltung als privat zu deklarieren und entsprechend keine Auskunft über Gespräche zu geben, hält die Opposition aus Linken und Grünen für falsch.

Die Grünen pochten auf eine öffentliche Anhörung im Ausschuss, scheiterten damit aber. Reiches Auskunft blieb daher geheim. Michael Kellner, Sprecher der Grünen im Wirtschaftsausschuss, war über den Vorgang verärgert. „Leider wurde unser Antrag, die Anhörung der Ministerin unter den Augen der Öffentlichkeit durchzuführen, von CDU und SPD abgelehnt“, sagte Kellner kurz nach Sitzungsende der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media. Er kritisierte das Verhalten Reiches und des Ministeriums scharf.

„Erst sagte uns die Wirtschaftsministerin, ihr Besuch in Seefeld hätte keine Ressourcen des Ministeriums in Anspruch genommen. Dann kam heraus, dass sie sich mit ihrer Dienstlimousine dorthin hat fahren lassen – bis nach Tirol“, rügte Kellner damals. „Ich frage mich, auf wie vielen privaten Terminen man sich mit seiner Dienstlimousine vorfahren lässt. Das ist nicht verboten – aber natürlich nimmt es Ressourcen des Hauses in Anspruch.“

Der Grünen-Politiker sprach von hausgemachtem Druck: „Hätte Frau Reiche offen gesagt, dass sie auf solche Treffen geht, bestünde gar kein Problem. Das Verschweigen der Treffen gibt aber das Gefühl, dass Frau Reiche etwas verheimlicht“, so Kellner. Er plädiert neben mehr Transparenz in Zukunft auch für einen anderen Umgang mit solchen Fällen im Kabinett. Klar ist also: Sowohl wegen der wirtschaftlich mauen Lage als auch ihrer persönlichen Entscheidungen steht Reiche im Kreuzfeuer – und wird daher sicherlich auch in den kommenden Wochen besonders kritisch beäugt. (Quellen: Bundestagsdebatte, eigene Gespräche, Der Spiegel)

Rubriklistenbild: © IMAGO/ Bernd Elmenthaler

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