Legalisierung von Cannabis

Bis zu 30 Gramm: Bund plant höhere Menge für privaten Cannabiskonsum

Blätter einer Hanfpflanze
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Die Ampel-Koalition plant eine höhere Obergrenze für Cannabis. Mit der Legalisierung soll dem Schwarzmarkt entgegengewirkt werden. (Symbolbild)

Die Ampel-Koalition plant eine Änderung der Obergrenze von Cannabis für Privatpersonen. Mit der Legalisierung soll dem Schwarzmarkt entgegengewirkt werden.

Deutschland – Die Obergrenze für den Besitz von Cannabis soll für Privatpersonen angehoben werden. Das plant zurzeit die Ampel-Koalition. Der Plan ist, mit der Legalisierung von Kleinmengen dem Absatz auf dem Schwarzmarkt entgegenzuwirken.

Legalisierung von Cannabis: Bund plant höhere Obergrenze für den privaten Cannabiskonsum

Auf dem Weg zur geplanten Legalisierung von Cannabis will der Bund eine höhere Obergrenze für erlaubte Kleinmengen festlegen. Wie die SPD-Innenpolitikerin Carmen Wegge gegenüber der Augsburger Allgemeinen betonte, seien 20 bis 30 Gramm im Gespräch. Cannabis soll von allen Volljährigen in lizenzierten Geschäften gekauft werden können.

Cannabis soll in Zukunft in lizenzierten Geschäften verkauft werden. Bis zum Jahresende sei es das Ziel der Ampel-Koalition einen Gesetzentwurf zur Cannabis-Freigabe vorzulegen. (Symbolbild)

Obergrenze Cannabis: Legalisierung soll entkriminalisierend wirken

Dabei soll die Droge vor allem entkriminalisiert werden. So können sich Konsumenten aufgrund der lizenzierten Abgabe darauf verlassen, an kein verunreinigtes Cannabis aus fragwürdigen Quellen zu geraten. Das Ziel der Legalisierung sei es, den Schwarzmarkt komplett trockenzulegen, so SPD-Politikerin Wegge. Bis zum Jahresende planen SPD, Grüne und FDP, einen Gesetzentwurf zur Cannabis-Freigabe vorzulegen. In Berlin ist bereits für die Legalisierung von Cannabis demonstriert worden.

Das rot-gelb-grüne Bündnis hatte die Legalisierung von Cannabis bereits im Koalitionsvertrag vereinbart. Darin heißt es: „Wir führen die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften ein. Dadurch wird die Qualität kontrolliert, die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindert und der Jugendschutz gewährleistet.“

Obergrenze bei Cannabis: Wie viel Cannabis ist noch erlaubt?

Im Moment gelten in den Bundesländern unterschiedliche Grenzen für den Eigengebrauch, bei denen keine Strafverfolgung stattfindet. Bremen und Berlin sind die Spitzenreiter der Eigenbedarfsmenge mit bis zu 15 Gramm. In Thüringen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen darf noch bis zu 10 Gramm besessen werden. In den übrigen Bundesländern sind 6 Gramm erlaubt.

Cannabiskonsum: In welchen Bundesländern gibt es welche Obergrenzefür Cannabis?

BundesländerCannabis-Obergrenze
Bremen, Berlin10-15 Gramm
Thüringen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen10 Gramm
Die Übrigen6 Gramm

Polizeigewerkschaft kritisiert Legalisierung: Illegaler Handel könnte aufblühen

Die Deutsche Polizeigewerkschaft kritisiert derweil die Pläne der Koalition. Bundesvorsitzender Rainer Wendt erläuterte bereits im vergangenen Jahr, dass der illegale Handel durch eine Legalisierung eher aufblühen werde. Cannabis aus lizenzierten Geschäften verteuere das Produkt. Der illegale Handel mit billigeren Produkten werde dadurch aufblühen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Andrew Ullmann, kündigte hingegen an, dass die Legalisierung des Cannabis von einer breiten Aufklärungskampagne begleitet werden solle. Der Konsum von Cannabis sei in vielen Teilen der Gesellschaft schon lange Realität, das Cannabis-Verbot sei gescheitert.

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