Reisen in Pandemie-Zeiten
Corona-Urlaub in Italien: Grüner Pass für das öffentliche Leben
Italien hat den sogenannten Green Pass eingeführt. Sowohl Reisende als auch Einheimische müssen davon Gebrauch machen. Wie erhalte ich das Zertifikat?
Rom - Wer in Italien ins Restaurant oder in eine Bar gehen möchte, der braucht ab Freitag, 6. August den sogenannten Green Pass. Das hatte die italienische Regierung bereits Mitte Juli beschlossen und damit auf die seit Ende Juni steigende Corona-Inzidenz reagiert. Der Green Pass ist ein Gesundheitszertifikat und wird derzeit an Personen ausgestellt, die älter als 12 Jahre sind und mindestens einmal geimpft wurden. Ab September ist eine vollständige Immunisierung notwendig, um den Green Pass zu erhalten.
| Land | Italien |
| Einwohner | 60,36 Millionen |
| Hauptstadt | Rom |
| Fläche | 301.338 km² |
Der Grüne Pass ermöglicht es, Restaurants, Sportstätten, Konzerte, Museen und andere kulturelle Einrichtungen zu besuchen. Auch bei Messen, Stadion-Besuchen und überall dort, wo Menschen im öffentlichen Innenräumen aufeinander treffen, ist das Zertifikat notwendig. Wo der Abstand nicht eingehalten werden kann, gilt zudem eine Maskenpflicht.
Einreise nach Italien: Das gilt dei dem Green Pass
Auch für Reisende gelten ab dem 6. August strengere Regeln in Italien. Wer in das Land reist, braucht ein Einreiseformular und ebenfalls den Grünen Pass. Das Zertifikat enthält laut Auswärtigem Amt den digitalen Nachweis dafür, dass man:
- seit mindestens 14 Tagen mit einem der zugelassenen Corona-Impfstoffe geimpft wurde oder
von COVID-19 genesen oder
negativ getestet wurde. Dabei darf das negative Testergebnis (PCR oder Antigentest) nicht älter als 48 Stunden sein (Kinder unter sechs Jahren sind ausgenommen);
Eine Quarantänepflicht bei Ankunft besteht nicht, jedoch könnte abhängig der Corona-Inzidenzen der jeweiligen Regionen eine Reise im Landesinneren von den Behörden eingeschränkt werden. Bei der Reiserückkehr nach Deutschland werden ein Impf- oder Genesungsnachweis fällig oder ein negativer Corona-Test.
Corona-Regeln werden verschärft: Bei Verstößen droht Bußgeld von bis zu 1.000 Euro
Wer einen Green Pass benötigt, muss dafür keinen großen Aufwand betreiben. Der Green Pass ist das digitale COVID-Zertifikat der EU. Wer geimpft oder genesen ist, kann sich diese über die Corona-Warn-App oder die CovPass-App herunterladen und wir in der Regel darüber benachrichtigt.
Der Green Pass ist für neuen Monate gültig. Wer gegen die neuen Regeln verstößt und kein Zertifikat vorweist, dem droht eine Geldstrafe von 400 Euro bis 1.000 Euro. Das gilt sowohl für den Betreiber bzw. Veranstalter als auch für die Kunden.
Ab 1. September werden außerdem die Regeln für den Green Pass verschärft.
Inzidenz in Italien steigt – EM-Sieg als Superspreader-Event
Die Inzidenz in Italien ist seit dem 30. Juni kontinuierlich angestiegen. Am 5. August kommen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Italien 64,9 Neuinfektionen im Zusammenhang mit Covid-19 innerhalb der letzten sieben Tage.
Der Anstieg ist vor allem auf die Delta-Variante und den zuvor gelockerten Corona-Regeln zurückzuführen. Auch die EM und der Finalsieg der Italiener gilt als Superspreader-Event.
Höchste Inzidenz in beliebten Urlaubsregionen
Aktuell gilt Italien nicht als Risikogebiet. Die Toskana, Sizilien, Sardinien und Venetien sind die Regionen mit der höchsten Corona-Inzidenz derzeit. Dennoch sind alle Regionen derzeit als weiße Zone eingeordnet. Das bedeutet, es gelten keine generellen Einschränkungen. Erst wenn eine Zone als gelb eingestuft wird, greifen erste Einschränkungen für den öffentlichen Raum.
Sizilien und Sardinien kämpfen derzeit zudem gegen Waldbrände, die momentan in Süd-Europa wüten. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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