Wettfahrt von Syke nach Scheeßel

Hurricane-Anreise mit der Bahn und auf der Straße: Was geht schneller?

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Platz ist in der kleinsten Hütte - oder wie in diesem Fall - im normalerweise recht geräumigen Metronom-Zug.

Der Weg zum Hurricane ist gepflastert mit Staus und Widrigkeiten - das ist garantiert. Aber was geht schneller, die Anreise mit der Bahn oder mit dem Auto. Unsere Redakteure Miriam und Jan machen den Test.

Seien es das stürmische Wetter, Regenfluten oder einfach nur bis auf den letzten Zentimeter gefüllte Züge und Zufahrtsstraßen, die Anreise zum Hurricane birgt auch über die Kontrollen der Polizei hinaus einige Hindernisse. Dabei haben alle nur ein Ziel: schnell ankommen und die Zelte an einem möglichst günstig gelegenen Platz aufschlagen.

Traditionell geht es für einen Großteil der Fans bereits am Donnerstag zum Hurricane-Gelände rund um den Eichenring in Scheeßel. Auch Miriam und Jan sind am Vormittag aufgebrochen - im Büro von kreiszeitung.de in Syke und ohne Camping-Ausrüstung. Alles andere erleben die beiden aber so, wie auch ihr die Fahrt zum Festival erlebt. Bei Instagram sind die beiden live und prüfen, wer als Erster die Bierdose anstechen kann.

Gegen 10.15 Uhr geht es in Syke los.

Von Syke nach Scheeßel sind es etwas weniger als 70 Kilometer, die Zugverbindung von Syke verläuft über den Bremer Hauptbahnhof und von dort in Richtung Hamburg. An einem normalen Tag mit gutem Verkehrsfluss schlägt das Auto die Bahn deutlich - mit dem Zug ist man an solchen Tagen rund eine halbe Stunde länger unterwegs und steht dann erst am Bahnhof in Scheeßel. Aber was ist schon normal an einem Hurricane-Wochenende?

*** Die Anreise wird ungemütlich - Wetterdienst warnt vor Sturmböen und Starkregen

Bereits seit 10.40 Uhr meldeten Verkehrsexperten Stau ab Scheeßel in Richtung Eichenring, immerhin öffnete dort um 11 Uhr die Bändchen-Ausgabe. Und damit auch der Zugang zu den Zeltplätzen.

Gegen 11 Uhr fährt Miriam bereits mit dem Zug in Richtung Scheeßel, Jan übt bereits auf der Autobahn, wie man anständig im Stau steht.

Im Zug freut sich Miriam um 11 Uhr bereits über eine gehörige Portion Festival-Atmosphäre - trotz Alkoholverbots und Rücksichtnahme auf andere Fahrgäste. Da kann man sich schon einmal über all die Bands austauschen, die auch dieses Jahr wieder nicht dabei sind. Auf der Autobahn hingegen gibt es mehr vom Altbekannten: Baustellen.

Jan fährt von der Autobahn ab - und rein in die Hurricane-Stau-Parade. Miriam ist da schon in Scheeßel am Bahnhof angekommen.

Alle, die zwischen Bremen und Hamburg mit dem Metronom unterwegs sind, können sich freuen: das Festival-Ticket gilt auch als Bahnfahrkarte. Spritkosten hingegen lassen sich nicht einmal von der Steuer absetzen.

*** Live vom Hurricane - unser Ticker für das Festival

Gegen 11.35 Uhr ist es geschafft: Miriams Zug erreicht Scheeßel. Wenig später und zwei Kilometer per Pedes ist sie am ausgemachten Treffpunkt - dem Hurricane-Parkplatz im Westen des Geländes. Dort legt sie die Füße hoch, kontrolliert den Biervorrat. Und wartet, dass auch Jan endlich in Scheeßel eintrifft.

Miriam wartet schon, Jan gesteht seine Niederlage ein.

Um 12 Uhr ist das Rennen entschieden: Mit dem Zug ist Miriam mehr als eine Viertelstunde schneller als Jan am vereinbarten Treffpunkt. Den Rest des Weges zum Eichenring legen die beiden anschließend gemeinsam zurück.

*** Keine Lust auf Anreise und Schlamm? So seht ihr das Hurricane im Live-Stream

Sowohl per Bahn als auch mit dem Auto profitieren die Kontrahenten von den noch relativ überschaubaren Mengen an Besuchern, die nach Scheeßel wollen. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter nur mit 65.000 zahlenden Gästen, im vergangenen Jahr waren 78.000 Menschen beim Hurricane am Start.

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