Sicher dekorieren

Weihnachtszauber oder Gefahr? Adventsschmuck und seine Risiken für Haustiere

Mit der Adventszeit hält die weihnachtliche Dekoration Einzug in viele Häuser. Doch Vorsicht: Der künstliche Schmuck kann für Haustiere lebensgefährlich sein.

Es glitzert, funkelt und leuchtet: In der Weihnachtszeit verwandeln sich Innenstädte und Wohnsiedlungen in ein Lichtermeer. Und auch Tannenbäume bekommen ihr Kleid aus Kerzen, Kugeln, Lametta und Kunstschnee. Die festliche Jahreszeit bringt allerdings nicht nur Freude für Dekofans, sondern auch potenzielle Gefahren für Haustiere. Viele Deko-Artikel sind aus Plastik und enthalten schädliche Chemikalien. Diese können Hunden und Katzen zum Verhängnis werden, besonders wenn sie den Adventsschmuck anknabbern oder verschlucken.

Festlicher Adventsschmuck: Tierärztin warnt vor giftigen Chemikalien für Haustiere

Vorsicht in der Weihnachtszeit: Ein festlicher Adventsschmuck kann für Katzen und Hunde zur lebensgefährlichen Falle werden. (Symbolbild)

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der gemütlichen Beleuchtung und der festlichen Dekoration. Von dem üppigen Adventsschmuck können allerdings unsichtbare Gefahren ausgehen, die schädlich für Haustiere wie Hunde, Katzen und Vögel sind. Die Übeltäter: Giftige Chemikalien wie Weichmacher, Flammschutzmittel oder chlorierte Paraffine, die das Raumklima belasten. „Gerade als Haustiere gehaltene Vögel, wie beispielsweise Sittiche oder Papageien, reagieren oft sehr empfindlich auf solche Luftbelastungen und Ausdünstungen. Sie leiden dann an Atemwegsproblemen oder sterben“, warnt Alexandra Dörnath, Leiterin der Tierarztpraxis Klein Mexiko in Bremen, gegenüber Weserreport. Ein weiteres Problem sind giftige Pflanzen für Hunde oder Wohnungskatzen, die in Reichweite der Vierbeiner stehen und zum Knabbern einladen. Zu den beliebten Klassikern in der Adventszeit gehören beispielsweise Amaryllis, Mistelzweig und Weihnachtsstern.

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In der Adventszeit kommen außerdem viele Leckereien auf den Tisch. Für Haustiere sind in der Adventszeit vor allem Kekse und Süßigkeiten mit Schokolade gefährlich, die offen in der Küche oder im Wohnzimmer liegen. „Schokolade kann zu schweren bis hin zu tödlichen Vergiftungen bei Hund und Katze führen“, betont Dörnath.

Checkliste für Haustierbesitzer: Acht Tipps für eine sichere Weihnachtszeit

Um Ihre Wohnung sicher zu dekorieren, beachten Sie folgende Tipps:

  1. Vermeiden Sie kleine Deko-Teile: Wählen Sie großen Schmuck, den Tiere nicht verschlucken können.
  2. Sichere Materialien: Nutzen Sie an Weihachten umweltfreundliche und ungiftige Dekoration für Katzen und Hunde.
  3. Platzierung: Dekorieren Sie hoch oben, wo Haustiere nicht hinkommen können.
  4. Achten Sie auf Pflanzen: Vermeiden Sie giftige Pflanzen wie Weihnachtsstern oder Mistelzweig.
  5. Schokolade verstecken: Bewahren Sie Süßigkeiten in geschlossenen Behältern auf.
  6. Beleuchtung beachten: Verwenden Sie keine grellen Lichter in Ruhe- und Schlafbereichen der Tiere, damit sie sich zurückziehen können. Bringen Sie Lichterketten außerdem sorgfältig an und verstauen Sie Kabelenden, sodass die Vierbeiner sich darin nicht verheddern können.
  7. Aufräumen: Entfernen Sie zerbrochene Deko-Teile sofort, um Verletzungen zu vermeiden.
  8. Gesundes Raumklima: Verzichten Sie auf künstliche Raumdüfte und achten Sie beim Kauf von Kerzen auf unbedenkliche Rohstoffe wie Bienenwachs oder nachhaltiges Soja- und Rapsöl.

Mit ein wenig Vorsicht und Planung können Sie eine sichere und festliche Umgebung für Ihre Haustiere schaffen. Und auch nach den Feiertagen gilt: Befreien Sie Ihren Tannenbaum von sämtlichem Schmuck, bevor Sie ihn zur Abholung an den Straßenrand stellen.

Pelzige Schneekönige: Zehn Hunderassen, die Schnee und Kälte lieben

Sibirischer Husky liegt im glitzernden Schnee.
Der Siberian Husky ist ein echtes Powerpaket. Ursprünglich als Schlittenhund gezüchtet, begeistert die Rasse mit ihrem energischen und verspielten Temperament. Schnee ist für Huskys das Größte – sie lieben es, darin zu toben. Ihr dichtes Doppelfell schützt sie perfekt vor extremer Kälte. © SuperStock/Imago
Samojede im Schnee.
Samojeden und Schnee gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Die geselligen, immer gut gelaunten Vierbeiner sind mit ihrem flauschigen, weißen Fell bestens vor eisigen Temperaturen geschützt. In ihrer Heimat Sibirien wurden sie vom Volk der Samojeden als Jagd-, Schlitten-, Hüte- und Wachhunde und sogar als pelzige Wärmflasche eingesetzt. Bis heute pflegen die kuscheligen Hunde daher eine besonders enge Beziehung zu ihren Menschen. © Dreamstime/Imago
Alaskan Malamute legt seinen Kopf im Schnee ab.
Der Alaskan Malamute kommt, wie sein Name bereits verrät, aus Alaska und wurde dort als Schlittenhund eingesetzt. Outdoor-Aktivitäten im Schnee sind daher das Schönste für die kräftige Hunderasse. Den eisigen Temperaturen der arktischen Regionen trotzt der robuste Vierbeiner mit einem dichten Fellkleid, das ihn perfekt vor der Kälte schützt. © Anka Agency International/Imago
Frau wirft Schnee in die Luft, um ihren jungen Berner Sennenhund zum Spielen anzuregen.
Auch der Berner Sennenhund ist eine Power-Hunderasse: Er stammt aus den Schweizer Alpen, wo er als Bauern- und Arbeitshund eingesetzt wurde. Er liebt es, draußen im Schnee zu tollen, und verträgt die Kälte dank seiner dichten Unterwolle bestens. © Zoonar/Imago
Neufundländer spielt im Schnee.
Der Neufundländer wurde in den kalten Regionen Kanadas als Arbeitshund für Fischer gezüchtet. Mit seinem wasserabweisenden Fell und seiner dicken Unterwolle ist er perfekt für die Kälte gerüstet. Damit kann der Vierbeiner auch bei eisigen Temperaturen nach draußen stürmen und im Schnee toben, ohne sich eine Erkältung zu holen. Und auch bei Kälte einfach draußen oder sogar im Schnee zu liegen, gehört zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. © YAY Images/Imago
Wolfsspitz im Schnee.
Der Wolfsspitz, auch Keeshond genannt, besitzt ein dichtes, wolkenartiges Fell. Damit ist der Hund ideal für winterliche Bedingungen ausgestattet. Bei Schnee und Kälte blüht der Wolfsspitz auf und tobt sich am liebsten auf langen Spaziergängen so richtig aus. © Pond5 Images/Imago
Akita Inu schüttelt sich, während er im Schnee steht.
Der Akita Inu stammt aus der gleichnamigen Region Akita im Norden Japans. An die dortigen harten Winter und Schneemassen ist der Akita dank seines dicken Fells wunderbar angepasst. Und die Liebe zum Schnee ist noch immer groß: Viele Akita-Besitzer berichten, dass sie ihre Hunde im Winter gar nicht mehr ins Haus bekommen. © Depositphotos/Imago
Tibetterrier im Schnee.
Auch für viele Tibet-Terrier ist der Winter das Highlight des Jahres: Endlich geht es vor die Tür, um hemmungslos durch den Schnee zu toben. Es wird vermutet, dass die Hunderasse aus Tibet stammt, wo sie als heilige Tempelhunde gehalten wurden. Die Tibeter nennen die Vierbeiner bis heute liebevoll „Schneelöwen“, da der Terrier auf schneeschuhartigen, breiten Pfoten kinderleicht durch den Schnee laufen kann. © blickwinkel/Imago
Leonberger im Schnee.
Obwohl der Leonberger ausnahmsweise nicht aus einer nordischen Region stammt, sondern seinen Ursprung in Deutschland hat, fühlt sich der pelzige Riese im Schnee pudelwohl. Eine dicke Unterwolle sorgt dafür, dass es dem Vierbeiner nicht so schnell kalt wird. Nässe kann der Leo hingegen gar nicht leiden. © Dreamstime/Imago
Schwedischer Lapphund auf einem Schlitten.
Der Schwedische Lapphund stammt aus Lappland, wo er einst für die Jagd auf Rentiere und später zum Hüten ihrer Herden eingesetzt wurde. Bis heute ist der dunkle Schwede mit seinem dichten Unterfell bestens für knackige Temperaturen gerüstet. Neben dieser Hunderasse gibt es auch noch den Finnischen Lapphund, der dem Schwedischen sehr ähnlich sieht, und den Lappländischen Rentierhund. © TT/Imago

Künstliche Beeren und Lametta im Garten: Auch Wildtiere sind gefährdet

Wer auch vor seinem Haus weihnachtlich dekorieren möchte, sollte die Gesundheit von Wildvögeln bedenken. Denn die geschmückten Vorgärten kann für futtersuchende Piepmätze tödlich enden. „Zumeist führen unverdauliche Plastikartikel nach dem Abschlucken zu einem Magendarmverschluss“, erklärt Dörnath und ergänzt: „Wenn sich Plastik im Verdauungstrakt ansammelt, können die betroffenen Tiere bei vollem Magen verhungern.“

Zu den Gefahren von künstlichem Adventsschmuck im Garten für Vögel gelten:

  • Verwechslungsgefahr: Auf der Suche nach Futter verwechseln Vögel künstliche Beeren oft mit echten Beeren.
  • Verdauungsprobleme: Unverdauliche Plastikartikel können zu einem Magendarmverschluss führen.
  • Umweltverschmutzung: Lametta und andere Kunststoffe belasten die Natur und gefährden Wildtiere.

Um Vögeln und anderen Wildtieren in der Weihnachtszeit keiner Gefahr auszusetzen, sollten Sie auf natürlichen Schmuck setzen und auf unverdauliche oder sogar giftige Dekoration aus Plastik verzichten.

Rubriklistenbild: © Depositphotos/Imago

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