Umzug zur Schwester „Lale“
Abschiedsparty für die kleine Eisbärin „Lili“
Bremerhaven - Jetzt ist der „Spielerwechsel“ perfekt: Die kleine Eisbärin „Lili“ verlässt Bremerhaven und zieht nach Holland. Zur Abschiedsparty kamen am Sonntag jede Menge Besucher in den Zoo am Meer.
„Viele Eisbärenfreunde, die ,Lili’ fast täglich besucht haben, waren gekommen, um Abschied zu nehmen“, sagte Zoodirektorin Dr. Heike Kück. Eisbärenpfleger Frank Schlepps hatte für „Lili“ ein Abschiedsgeschenk verpackt, die Tierpflegerinnen Marina Wiebalk und Katja Seedorf hatten eine Abschiedstorte kreiert.
„,Lili’ fand beides „zum Fressen schön“, sagte Kück. „Sie zerpflückte zunächst das Geschenk, in dem ein XXL-Kauknochen versteckt war, und schleckte anschließend den Mayonnaise-Schriftzug ,Tschüss Lili’ von der Eistorte.“
„Lili“, geboren am 11. Dezember 2015 in Bremerhaven, wird in dieser Woche in einem gekühlten Lkw nach Emmen transportiert. Im „Wildlands Adventure Zoo“ zieht sie dann in eine Mädels-WG und trifft auf „Nela“ aus München, „Noordje“ aus Nuenen in Holland und auf ihre große Schwester „Lale“, die im Dezember 2013 in Bremerhaven zur Welt kam.
Mit Mutter „Valeska“ zerstritten
Der Transfer von „Lili“ zeichnete im April ab. Die kleine Eisbärin hatte sich mit ihrer Mutter „Valeska“ zerstritten. Die beiden Eisbärdamen wurden getrennt. In der Paarungszeit wollte die Mutter offensichtlich lieber zu „Lilis“ Vater „Lloyd“. „,Valeska’ scheuchte ihre Tochter aggressiv durch das Gehege, so dass sich ,Lili’ mit Sprüngen ins Wasser retten musste“, sagte Kück.
Die „Vergesellschaftung“ von „Lili“ mit einem anderen Eisbärweibchen wurde ins Auge gefasst. Und der Zoo in Emmen suchte just nach einer vierten Jungbärin. Da kam ihnen der Konflikt von „Lili“ mit ihrer Mutter gerade recht. Die Holländer fragten in der Seestadt an, der Koordinator des „Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes für Eisbären“ schlug den Umzug vor. Die Bremerhavener stimmten dem Transfer zu. Und so lernt „Lili“ wohl schon bald ihre große Schwester kennen.
Die Eltern von „Lili“ und „Lale“, „Valeska“ und „Lloyd“, bleiben derweil noch ein paar Wochen getrennt – so lange, bis die Paarungszeit vorbei ist. „Die Eisbären dürfen erst im nächsten Jahr wieder an Nachwuchs denken“, so Zoodirektorin Kück.
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