Innenstadt: CDU kritisiert Wall-Planungen

FDP fordert Ende der Bremer Verkehrsversuche

Tempo 20 in der Martinistraße – aufgenommen am Sonntagmittag. An Werktagen bilden sich hier regelmäßig lange Staus. Die FDP fordert, die Versuche zu beenden.
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Tempo 20 in der Martinistraße – aufgenommen am Sonntagmittag. An Werktagen bilden sich hier regelmäßig lange Staus. Die FDP fordert, die Versuche zu beenden.

Bremen – Der umstrittene Verkehrsversuch in der Martinistraße (Innenstadt) dauert noch bis Ostermontag, 18. April. Die oppositionelle FDP fordert nun von Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne), die Sache schon vorher abzublasen – aus Sicherheitsgründen. Die gegenwärtige Regelung führe „für Autofahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger regelmäßig zu Belastungen und gefährlichen Situationen“.

Der FDP-Landesvorsitzende Thore Schäck fasst es so zusammen: „Die Martinistraße ist eine der zentralen Verkehrsadern Bremens. Auch wenn sie eine Barriere zwischen Innenstadt und Weser darstellt, können wir auf sie nicht verzichten. Die monatelangen Experimente auf der Martinistraße waren eine teure und völlig unnötige Spielerei, aber die provisorische Sperrung auf nur noch eine Spur pro Richtung ist der Gipfel absurder Bremer Verkehrspolitik.“

Und weiter: „Diese völlig unnötige Regelung führt zu massiven Staus, die bei laufenden Motoren teilweise bis zum Osterdeich zurückstehen und dadurch nicht nur die Aufenthaltsqualität belasten, sondern auch die Umwelt. Darüber hinaus werden nun Fahrradfahrer über unsichere Verkehrswege und teilweise sogar durch wartende Fahrgäste vor der Bushaltestelle gelenkt, wodurch das Verkehrsressort gefährliche Situationen für Fahrradfahrer und Fußgänger provoziert.“

Wall: CDU fordert „sattelfesten Plan“

Die CDU, die am Dienstag ein Positionspapier mit dem Titel „Klimafreundliche Mobilitätswende mit Verstand und Tatkraft“ präsentieren will, kritisiert unterdessen die aktuellen Entwicklungen am Wall, wo im Sommer mit dem Bau des dortigen Teils der „Fahrrad-Premiumroute“ begonnen werden soll. „Der konkrete Bauablaufplan für die ,Fahrrad-Premiumroute‘ zwischen Doventor und Tiefer hängt inzwischen von der kommunikativen Tagesform der bremischen Straßenverkehrsbehörde ab“, formulierte ein Sprecher.

Mal müsse die Polizei um die Erreichbarkeit ihrer Einsatzfahrzeuge fürchten, dann die Wall-Kaufleute Bauarbeiten während des Weihnachtsgeschäfts. Hartmut Bodeit, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion: „Es ist uns als CDU ein Rätsel, warum es immer häufiger zu kommunikativen Fehlern in der Behörde kommt. Wir erwarten von Senatorin Schaefer sofort einen sattelfesten Bauablaufplan, auf den sich die Menschen zwischen Tiefer und Doventor auch wirklich verlassen können.“

„Mutter Erde über der Martinistraße“

Und wieder zurück in die Martinistraße. Zum Finale des Verkehrsversuchs (nach dessen Ende die gegenwärtige, von der FDP kritisierte Verkehrsführung zunächst Bestand haben soll) planen Schaefers Ressort und die Agentur „Sternkultur“ dort in der Zeit vom 14. bis zum 17. April ein Abschlussfest. Unter dem Motto „Mutter Erde über der Martinistraße“ wird zur Musik des Komponisten Dan Jones die Installation „Gaia“ gezeigt. „Gaia“ soll „den Betrachtern eine neue Perspektive auf unseren Platz auf dem Planeten vermitteln“, heißt es in einer Vorschau. Das Rahmenprogramm: „Impressionen aus dem Projekt ,Transformartini‘“ und Konzerte mit dem „Ensemble New Babylon“, „Abarra“, Jay Pop sowie Denis Fischer. Zudem ist in Kooperation mit dem „City 46“ ein Open-Air-Kino geplant.

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