Sparkassen-Areal am Brill

Libeskind plant vier Türme für die Innenstadt

US-Stararchitekt Daniel Libeskind bei seinem Besuch im Rathaus. Foto: dpa
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US-Stararchitekt Daniel Libeskind bei seinem Besuch im Rathaus.

Vier Türme plant der US-Stararchitekt Daniel Libeskind (72) für das Sparkassen-Areal (Am Brill). Sie sollen unterschiedlich hoch sein und symbolisch für die vier Bremer Stadtmusikanten stehen. Diese Pläne sickerten jetzt durch.

Bremen - Libeskind war am 7. Februar mit den Investoren Pinchas und Samuel Schapira im Rathaus gewesen (wir berichteten). Bei dem Geheimtreff mit Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) und einigen weiteren Senatsvertretern hatte der Architekt seine Pläne vorgestellt.

Sie sind durchaus spektakulär. Die vier Türme sollen unterschiedlich hoch sein, der höchste Turm dabei nur zwei Meter „kleiner“ als der Bremer Dom (98 Meter). Die Dom-Höhe gilt in Bremen seit Jahrzehnten als architektonische und stadtplanerische Richtschnur. Bis auf zwei Meter heranzugehen, gilt zudem durchaus als gestalterisches Wagnis - genau für so etwas aber ist Libeskind bekannt. Die im Krieg zerstörte St.-Ansgarii-Kirche, die deutlich näher am historischen Sparkassen-Bau stand als der Dom, ragte allerdings mit ihrem 118 Meter hohen Turm deutlich weiter in den Himmel hinein.

Kletterpflanzen und „hängender Garten“

Libeskinds ovale Türme sollen an der Hankenstraße entstehen. Der niedrigste von ihnen nimmt die Höhe des historischen Sparkassengebäudes auf. Das bleibt stehen, die restlichen Sparkassen-Bauten sollen verschwinden. Die Arbeiten können beginnen, wenn die Sparkasse Ende 2020 ausgezogen ist. Ihre neue Zentrale entsteht im Technologiepark (Universitätsallee).

Libeskinds Türme sollen tüchtig begrünt werden - unter anderem mit Kletterpflanzen und „hängenden Gärten“ an den Fassaden. Gemeinsam mit dem Dom sollen die neuen Türme - so die Vorstellung - die Grenzen der Innenstadt markieren. Hochhaus-Pläne allerdings sorgen in Bremen stets für Diskussionen. Unter anderem Einzelhandelsvertreter forderten zudem jüngst einmal mehr, die Innenstadt unter Einbeziehung umliegender Quartiere „größer“ zu denken. Eine markante optische Begrenzung könnte dem entgegenwirken. Möglich, dass Libeskinds Bremer Turmbau-Pläne so nun auch zu einem Thema im Bürgerschaftswahlkampf werden.  

kuz

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