Frühjahrs-Volksfest
Bremer Osterwiese – was ist geplant? Fragen und Antworten
Bremen – Schausteller und Wirtschaftsressort bereiten die erste (weitgehend) reguläre Osterwiese seit 2019 vor. 2020 war das Frühjahrs-Volksfest wegen Corona abgesagt worden, im vergangenen Jahr gab es eine deutlich kleinere „Sommerwiese“ auf der Bürgerweide. Was ist in diesem Jahr geplant? Fragen und Antworten zum Thema.
Wann wird die Osterwiese in diesem Jahr gefeiert?
Das Volksfest auf der Bürgerweide dauert von Freitag, 8. April, bis einschließlich Sonntag, 24. April. Es hat täglich in der Zeit von 14 bis 23 Uhr geöffnet. Ausnahme: Karfreitag, 15. April, bleibt die Osterwiese geschlossen.
Wie groß wird das Fest?
Fast so groß wie früher. Stand jetzt sind 182 Geschäfte dabei. Zum Vergleich: 2019 waren es 198, bei der „Sommerwiese“ 2021 nur 105. In diesem Jahr sind unter anderem 19 Fahrgeschäfte und 14 Kinderkarussells, zehn Ausschankbetriebe und 71 Imbisse mit von der Partie.
Gibt es auch Festzelte?
Die Osterwiese war nie ein Fest der Riesenzelte – der kleineren aber schon. Nach gegenwärtiger Planung zählen beispielsweise „Hansekogge“ und „Riverboat“ zu den Ausschankbetrieben. Im „Riverboat“ soll es sogar eine Eröffnungsfeier geben.
Welche Hygieneregeln gelten?
Ein Thema, auf das es noch keine abschließende Antwort gibt. Ohnehin ist die Osterwiesen-Planung viel stärker im Fluss als in anderen Jahren, vieles steht nicht mehr so frühzeitig fest. „Es ist alles noch möglich“, so Rudi Robrahn, Vorsitzender des Bremer Schaustellerverbands, mit Blick auf Hygieneregeln zu unserer Zeitung. Gegenwärtig aber rechne er „mit vielen Erleichterungen“.
Welche Neuheiten kommen auf die Bürgerweide?
50 Meter hoch, bis zu 100 Kilometer pro Stunde schnell – rasant geht‘s zu in einem Propeller-Fahrgeschäft mit dem passenden Namen „No Limit“. Da kann man die Osterwiese dann auch einmal über Kopf sehen, wenn man denn die Nerven dafür hat. Auch mit „The King“ geht es über Kopf, in 360-Grad-Gondeln erreicht das Fahrgeschäft eine königlich druckvolle Beschleunigung und eine Fahrthöhe von 26 Metern. Neu auf der Osterwiese ist auch der „Krumm- und Schiefbau“, ein Laufgeschäft im Baustellen-Look – und eben mit Zerrspiegeln, Hindernissen und Spiegelirrgarten. Der Geister-Coaster „Spuk“ wird als Mischung aus Geister- und Achterbahn angekündigt. Erstmals in Bremen: „Robotix“ mit sechs Gondeln an einem Stahlarm. Die Gondeln, man ahnt‘s, bewegen sich kreisend und schnell durch die Vertikale und die Horizontale. . .
Sind auch Volksfest-Klassiker auf der Osterwiese zu finden?
Ja, zum Beispiel „Break Dancer“, „Commander“ und „Happy Sailor“. Ein Riesenrad gehört dazu; „Top-In“ und „Super-Rutsche“ sind ebenfalls eingeplant.
Strom, Treibstoff, Lebensmittel – alles wird teurer in diesen Tagen, manches auch knapper. Wie wirkt sich das auf die Osterwiese aus?
„Ich gehe davon aus, dass es zwangsläufig Preisveränderungen geben wird“, antwortet Robrahn. Dabei werde vorsichtig kalkuliert. „So wenig wie möglich, das ist unser Ziel.“ Die Osterwiese soll für alle Besucher bezahlbar sein und bleiben, ein Anspruch, der durchaus Herausforderungen in sich birgt – zumal beispielsweise auch ganz normale „Rohstoffe“ für Volksfest-Leckereien wie Berliner und Schmalzkuchen knapper und damit teurer werden. Probleme bei Mehl, Speiseöl & Co. machen auch den Schaustellern zu schaffen, berichtet Robrahn.
Seit wann gibt es die Bremer Osterwiese eigentlich?
Im Vergleich zum Bremer Freimarkt, der auf das Jahr 1035 zurückgeht, ist die Osterwiese noch ziemlich jung. Zum ersten Mal wurde sie 1928 als „Oster-Volksfest“ in Gröpelingen gefeiert. In den folgenden Jahren wanderte sie: Hohentor und Findorff, Neustadt und Bürgerweide – der Schauplatz wurde laufend gewechselt. Seit 1933 trägt das Volksfest den Namen „Osterwiese“. Die erste Osterwiese nach dem Krieg gab es schon im Jahr 1946 – und zwar auf der Bürgerweide, wo sie dann auch blieb.
Und was macht der Osterhase?
Er kommt zur Osterwiese! Am Donnerstag, 14. April, verteilt er dort in der Zeit von 15 bis 17 Uhr Schokolade.
