Erinnerung und Mahnung in Barver
Tödlicher Unfall: ADFC stellt Geisterrad auf
Barver – Barver, Wagenfelder Straße, – Abschnitt 10, – Station 4. So lautet die Bezeichnung des Standortes, an dem der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) Diepholz ein sogenanntes Geisterrad aufgestellt hat – in Gedenken an den an dieser Stelle kurz vor Weihnachten tödlich verunfallten Radfahrer, aber auch als Mahnung zu mehr Rücksicht im Straßenverkehr.
Besonders tragisch: Angefahren und achtlos liegen gelassen verstarb der zunächst unbekannte Radfahrer noch an der Unfallstelle, wo eine Passantin ihn zufällig entdeckte.
„Es war ein Schock für alle Beteiligten und Hinterbliebenen und zugleich eine Horrormeldung für alle, die gerne mit dem Drahtesel unterwegs sind, denn sie zeigt, wie verletzlich Radfahrer im Straßenverkehr sind“, sagt Franc Henkensiefken vom ADFC Diepholz.
Lkw-Fahrer als Verursacher immer noch gesucht
Der Unfallverursacher, der laut Polizei wahrscheinlich mit einem Lkw des Typs Mercedes-Artego unterwegs war, ist weiterhin flüchtig. „Wir warten immer noch auf den entscheidenden Hinweis“, so Polizeipressesprecher Thomas Gissing.
Das aufgestellte weiße Geisterrad ist Symbol und Mahnung zugleich. „Gerade die Schutzlosigkeit und Verwundbarkeit von Radfahrern solle mit der Ghost-Bike-Aktion in das Bewusstsein anderer Verkehrsteilnehmer gerückt werden. Wir wissen, dass nicht überall Fahrradwege geschaffen werden können. Daher darf Rücksicht umso weniger einseitig sein. Dafür wollen wir sensibilisieren“, so der ADFC-Sprecher. Seit Sommer 2021 sei es bereits das dritte Geisterrad, das im Landkreis Diepholz aufgestellt worden ist.