Neuer Geschäftsführer möchte Studiofläche vergrößern

Sportpark am Markt stellt sich auf boomende Fitnessbranche ein

David Wiese führt als Nachfolger von Thomas Hilgenberg den Sportpark am Markt weiter.
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David Wiese führt als Nachfolger von Thomas Hilgenberg den Sportpark am Markt weiter.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Fünf Jahre lang hat David Wiese im Sportpark am Markt als Trainer gearbeitete. Seit 14 Tagen verantwortet er das Kirchweyher Unternehmen als Inhaber und Geschäftsführer. Der 30-Jährige hatte es von Thomas Hilgenberg übernommen, der laut Wiese perspektivisch nach München ziehen will. „Vor zwei Jahren hatte er mich gefragt, ob ich das Geschäft weiterführen möchte“, so Wiese.

Sport oder Technik – der Okeler stand früh am Scheideweg: Soll er weiterhin als Groß- und Außenhandelskaufmann bei einem Elektrogroßhandel in Stuhr arbeiten oder sein Hobby zum Beruf machen, zumal er eine Vielzahl sportlicher Lizenzen erworben hatte. Er entschied sich schließlich für eine Karriere im Fitnessbereich.

Studios insbesondere bei jungen Menschen beliebt

Bis zu seinem Umzug nach München gibt der ehemalige Inhaber Hilgenberg weitere Jiu-Jitsu-Kinderkurse im großen Saal. „Das ist sein Leben“, so Wiese.

An der Kooperation mit dem Orthopäden André Gutbrod halte Wiese fest. Viele Patienten dieser Praxis würden seine Geräte nutzen. Da mittlerweile zwei Mediziner, die vormals in den Räumen nebenan praktiziert hatten, ausgezogen sind, kann sich Wiese vorstellen, einen Teil des Praxis-Areals zu übernehmen. Doch vorerst sei nichts spruchreif, die 800 Quadratmeter große Studiofläche auszuweiten. Das erscheine ihm notwendig, denn die Fitnesswirtschaft boome. 

„Über zwölf Prozent aller Deutschen gehen in ein Fitnessstudio“, hat der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen ermittelt. Am stärksten wachsen laut Informationen des Instituts der deutschen Wirtschaft (iwd) Fitnessketten. Die Ketten seien gerade bei jüngeren Menschen beliebt, so iwd. Allerdings seien Einzelbetriebe wie der Sportpark in der Überzahl. Sie stellen 55 Prozent aller Trainingsstätten und bekamen 2016 mit rund 2,8 Milliarden Euro das größte Stück vom Umsatzkuchen (Gesamt: 5,05 Milliarden Euro).

Wiese will Teilnehmerzahlen noch deutlich steigern

Die Mitgliederzahlen aus dem Jahr 2016 sprechen für sich: Fitnessstudios (10,08 Millionen) sind nach iwd-Informationen beliebter als Fußballvereine (6,97 Millionen). Diese Entwicklung sieht auch David Wiese, der die Anzahl der Sporttreibenden in seinem Studio von derzeit 540 Frauen und Männern steigern will. Bei etwa 800 sei Schluss. „Das ist die Obergrenze“, sagt Wiese. Um dieses Ziel zu erreichen, will er zunächst an Bewährtem festhalten. 

So setzt er weiterhin auf das bekannte Team. Es besteht aus sechs festangestellten und neun freien Mitarbeitern. Auch der Wellnessbereich mit der heißen 100 Grad Sauna und dem „kühleren“ Sanarium (70 Grad) bleibe bestehen, obwohl die Energiekosten sehr hoch seien. Dieses Areal soll wie andere eine neue Optik bekommen. Wiese will investieren: in ein neues Farbkonzept. Außerdem möchte er die Bodenbeläge erneuern. Weiterhin plant er, die Öffnungszeiten ab September nach vorne zu erweitern.

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