Viele Autofahrer kennen sie
Eine der gefährlichsten Straßen Deutschlands befindet sich in Niedersachsen
Die Allianz Direct hat in einer Studie die gefährlichsten Straßen in Deutschland gekürt. Unter den Top-10 finden sich gleich mehrere Strecken aus Niedersachsen.
Bad Fallingsbostel – Nahezu täglich kracht es auf Deutschlands Straßen. In Niedersachsen prallte im Landkreis Oldenburg Mitte Oktober ein 18-Jähriger mit seinem Auto gegen einen Baum und starb. Allein 2023 gab es laut einer Studie der Allianz Direct 270.201 gemeldete Unfälle. Selten blieben Menschen dabei unverletzt. Auch die zehn gefährlichsten Straßen Deutschlands wurden in der Studie gekürt, mehrere in Niedersachsen gehören zu den Unfallhotspots in der Bundesrepublik.
A7-Abschnitt bei Bad Fallingbostel weist mit Straße in NRW die meisten Unfälle 2023 auf
Auf Platz eins der Straßen mit den meisten Unfällen stehen die Trierer Straße in Aachen und der Abschnitt der A7 bei Bad Fallingbostel. Auf beiden Straßen passierten 2023 insgesamt 63 Unfälle. „Beide Straßen verzeichnen eine hohe Anzahl von Unfällen mit leichten Verletzungen, was auf ein stark frequentiertes Verkehrsaufkommen hinweist“, so die Allianz Direct in ihrer Auswertung. Auf der A7 bei Bad Fallingbostel gab es im letzten Jahr demnach 61 Unfälle mit leicht Verletzten und zwei Crashs mit Schwerverletzten.
Das sind die zehn gefährlichsten Straßen Deutschlands laut der Unfallstudie
Die Auswertung der Allianz Direct kürte folgende Straßen zu den zehn gefährlichsten in Deutschland 2023:
| Platz | Straße | Anzahl Unfälle |
| 1 | Trierer Straße in Aachen | 63 |
| 1 | A7 bei Bad Fallingbostel | 63 |
| 3 | Cuxhavener Straße in Hamburg | 62 |
| 4 | Hammer Straße in Münster | 59 |
| 5 | Kalker Hauptstraße in Köln | 55 |
| 6 | Vahrenwalder Straße in Hannover | 54 |
| 6 | Ruhrschnellweg in Essen | 54 |
| 8 | Königsbrücker Straße in Dresden | 52 |
| 9 | Frankfurter Allee in Berlin | 50 |
| 9 | Am Leineufer in Hannover | 50 |
| 9 | Kieler Straße in Hamburg | 50 |
| 9 | Hanauer Straße in Frankfurt am Main | 50 |
Zwei Straßen aus Hannover ebenfalls in den Top-10 der gefährlichsten Straßen
Auch zwei Straßen aus Hannover finden sich in den Top-10 der gefährlichsten Straßen Deutschlands im Ranking der Allianz Direct. Auf der Vahrenwalder Straße passierten demnach 2023 insgesamt 54 Unfälle, in 52 Fällen gab es Leichtverletzte, bei zwei Unfällen sogar schwer verletzte Personen. Damit landete die Straße zusammen mit dem Ruhrschnellweg in Essen auf Platz sechs des Rankings.
Auf einem der insgesamt vier neunten Plätze findet sich mit der Straße „Am Leineufer“ nochmals eine aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Dort gab es 2023 laut Allianz Direct 50 Unfälle, zweimal mit Schwerverletzten.
Niedersachsen gehört zu den unfallreichsten Bundesländern in Deutschland
Mit mehr als 26.700 Unfällen gehört Niedersachsen zu den Bundesländern mit den meisten Crashs in Deutschland. Nur Baden-Württemberg, Bayern und Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen verzeichneten 2023 noch mehr Unfälle. Insgesamt 356 Menschen verloren bei Unfällen im zweitgrößten Bundesland ihr Leben.
Auffällig: Die gefährlichsten Straßen Niedersachsens liegen größtenteils auf Autobahnen. Unter den Straßen mit den häufigsten Unfällen stehen laut Allianz Direct gleich fünf Abschnitte der A2 und der A7. In der Region um Hannover liegen gleich mehrere Unfallhotspots Niedersachsens. Im Jahr 2022 lag die gefährlichste Straße Niedersachsens noch in Hannover.
Bei den Unfallarten dominierte 2023 in Deutschland klar der Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug, das in eine Straße einbog oder diese überquerte. Unfälle dieser Art machten laut Allianz Direct insgesamt rund 71 Prozent aus. Dahinter folgten sonstige Gründe sowie die Kollision mit einem anderen vorausfahrenden oder wartenden Fahrzeug. (jr)
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